Bestleistung bei DLV-Debüt

Samstag, 28. Januar 2012 22:21

Es ist die Woche des Gregor Traber: Nach seiner Auszeichnung zum „Jugend-Leichtathleten 2011″ am Mittwoch steigerte der Tübinger Hürdensprinter beim Fünf-Länder-Vergleich am Samstagnachmittag in Glasgow seine Bestleistung gleich um fünf Hundertstel auf 7,69 Sekunden. Damit belegte der Deutsche Hallenmeister in einem Weltklassefeld Platz vier. Der Sieg über 60 Meter Hürden ging mit starken 7,54 Sekunden an den Russen Konstantin Shabanov. In der Endabrechnung nach 17 Disziplinen sammelten das deutsche Team 53 Punkte. Das bedeute hinter den siegreichen Briten (60 Zähler) und den mit den Deutschen punktgleichen Russen (mehr Einzelsiege) Rang drei. Dahinter belegten eine Commonwealth-Auswahl (47 Punkte) und die nicht in Bestbesetzung angetretenen USA (41 Punkte) die weiteren Plätze.

Für Gregor Traber war das Rennen in der Kelvin Hall das erste im Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft. „Eine solche Zeit hatte sich im Training schon angedeutet”, sagte der Schüler. Bisher konnte der 19-Jährige sein Potenzial aber noch nicht auf der Bahn umsetzen. Vielleicht wäre in Glasgow sogar noch eine schnellere Zeit möglich gewesen, hätte Traber nicht die etwas ungünstige Außenbahn erhalten. Möglichkeiten zu einer weiteren Steigerung stehen für den Youngster schon vor der Tür: Bei den Top-Meetings in Düsseldorf (10. Februar), Karlsruhe (12. Februar) und Birmingham (17. Februar) wird sich Gregor Traber erneut mit den Weltbesten messen.

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Gregor Traber ist Jugend-Leichtathlet 2011

Mittwoch, 25. Januar 2012 12:30

Gregor Traber ist deutscher Jugend-Leichtathlet 2011. Der 19-Jährige fand vergangenes Jahr den schnellsten Weg durch den Hürdenwald und lief zu Bestleistungen, Titeln und Rekorden. Das honorierten die Leichtathletik-Fans und wählten den 19-Jährigen mit 21,3 Prozent der Stimmen zum „Jugend-Leichtathleten 2011″. Dahinter folgte der Berliner Langhürdler Varg Königsmark mit 14,3 Prozent der Stimmen. „Das kann nicht sein, das glaube ich nicht”, jubelte der Schwabe, als er von der Auszeichnung erfuhr. Zwar wusste er von seiner Nominierung, hatte aber andere Youngsters auf der Favoritenliste. „Unsere Mannschaft hat bei der U20-EM in Tallinn so viel gewonnen. Darum dachte ich nicht, eine Chance zu haben”, gestand Traber ein.

Damit spricht er seinen „Absturz” im Jahr voller Höhenflüge an. Bei der U20-EM war der Abiturient als Top-Favorit angetreten und musste nach einem Fehlstart im Vorlauf die Heimreise antreten. „Ich habe in Tallinn versagt. Die Tage nach dem Rennen waren keine schönen. Aber ein Fehlstart wird mir bei einer Meisterschaft nie wieder passieren”, ist sich Traber sicher. An solchen Niederlagen wachsen Menschen, profitieren Sportler für ihre weitere Karriere.

Die hat bei Gregor Traber spätestens am 27. Februar 2011 begonnen. Nach dem Hürden-Finale der Hallen-DM streckte er die Fäuste Richtung Leipziger Hallendach und schrie seine Freude heraus. Wenige Sekunden zuvor hatte der damals 18-Jährige die deutsche Hürden-Elite in 7,75 Sekunden auf die Plätze gewiesen und sich als Jugendlicher den DM-Titel gesichert. Das gelang in den letzten Jahrzehnten keinem anderen Hürdensprinter. Selbst Frank Busemann gewann seinen Titel 1995 „erst” einen Tag vor seinem 20. Geburtstag.

Der oft so schwierige Übergang von den Jugend- (99,1 cm) zu den Erwachsenenhürden (106,7 cm) ist Traber scheinbar spielend gelungen. [...]

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2,19 Meter: Wendrich begeistert Wuppertal

Samstag, 21. Januar 2012 22:02

Zum 25. Mal und letzten Mal waren die Hoch- und Stabhochspringer die Protagonisten beim Meeting in Wuppertal. Die rund 800 Zuschauer in der Heckinghauser Sporthalle waren dabei Zeuge der „Falk-Wendrich-Show”. Der erst 16 Jahre alte Hochspringer vom LAZ Soest steigerte im hochkarätig besetzten Männerwettkampf gleich zweimal seine Freiluft-Bestleistung. Erst legte er mit 2,15 Metern einen Zentimeter drauf, um sich unter dem Applaus der Zuschauer nur wenige Minuten später auf herausragende 2,19 Meter zu steigern. Höher ist noch nie ein deutscher U18-Athlet (früher MJB) unterm Hallendach gesprungen. „Mein Körper ist voller Benzin. Das Training ist ein brennendes Streichholz. Wenn das zusammenkommt, entsteht so eine Leistungsexplosion”, beschrieb Falk Wendrich dem Meeting-Moderator Wolf-Dieter Poschmann sein Erfolgsrezept.

Sogar bei 2,23 Metern war der Deutsche B-Jugend-Meister nicht chancenlos. Nach dem ersten Fehlversuch beendete der 16-Jährige aber auf Anraten von Bundestrainerin Brigitte Kurschilgen den Wettkampf. Schließlich war es nach einer auskurierten Fußverletzung sein erster Start in der Hallensaison. „Ich war gut drauf. Schon im Dezember bin ich im Training über 2,12 Meter gesprungen. Das ist mir vorher noch nie gelungen”, erzählte Wendrich. Auch sein Heimtrainer Harald Bottin hatte schon beim Einspringen ein gutes Gefühl. „Er hat heute einen guten Fuß”, sagte der Coach. Und sein Schützling sollte ihn nicht enttäuschen.

Zusätzliche Tipps holte sich Falk Wendrich direkt bei seinem Vorbild Dietmar Mögenburg. Der Hochsprung-Olympiasieger von 1984 gab dem Youngster in der Heckinghauser Sporthalle Hinweise zu Anlauf und Armeinsatz. Mögenburg sprang im selben Alter nicht so hoch wie der Soester. Allerdings steigerte sich der Ausnahmespringer danach enorm und meisterte beim Europacupsieg 1979 in Turin elf Tage vor seinem 18. Geburtstag schon 2,32 Meter.

In ähnliche Sphären will auch Falk Wendrich vordringen. „Ich träume davon, der beste Hochspringer der Welt zu werden”, sagte der Schüler. [...]

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