Beiträge vom Februar, 2010

Hallen-DM: Freud und Leid gehen Hand in Hand

Sonntag, 28. Februar 2010 18:43

Robin Schembera und Anne-Kathrin Elbe strahlten bei den 57. Deutschen Hallen-Meisterschaften in Karlsruhe nach Gold und Bronze um die Wette. Bei Sophie Krauel und Till Helmke lief hingegen nichts zu machen. Die Wettkämpfe im Überblick: [...]

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Holzdeppe springt auf DM-Platz drei

Samstag, 27. Februar 2010 19:27

Manchmal liegen nur Millimeter zwischen Freud und Leid. So auch im Stabhochsprung-Finale der Deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe. Hatte Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) das Pech, 5,70 Meter im dritten Anlauf hauchdünn zu reißen, wackelte die Latte bei Alexander Straub (LG Filstal) genauso stark - aber sie blieb liegen. Damit gingen Platz zwei und das Ticket für die Hallen-WM (12.-14. März) an Straub. Holzdeppe, der Zweiter gewesen und Doha geflogen wäre, wenn die Latte bei Straubs Sprung gefallen wäre, musste sich mit 5,65 Metern und dem bitteren dritten Platz begnügen.

Beide konnten allerdings Malte Mohr (LG Stadtwerke München) nicht gefährden. Der Weltjahresbeste (5,83 m) nahm 5,40, 5,60 und 5,70 Meter im ersten Versuch. „Die 5,83 Meter haben mir eine enorme Sicherheit gegeben”, sagte der Münchner nach seinem Gold-Coup. Aber auch Holzdeppe war nach der Millimeter-Entscheidung nur kurz betrüb. „Sicherlich wäre ich gern bei der WM gestartet, zumal es so knapp war. Aber ich hatte trotz der Grundausbildung bei der Bundeswehr eine tolle Hallensaison. Darauf lässt für den Sommer aufbauen”, sagte der Pfälzer.

Schon kurz nach dem Wettkampf hatte Holzdeppe erkannt, warum es nicht zu größeren Höhen in der Europahalle gereicht hatte. „Beim dritten Sprung über 5,70 war ich weit drüber, aber ich bin auf die Latte gefallen. Wenn ich die Ständer nicht vorher um fünf Zentimeter verstellt hätte, wäre ich sicher 5,70 Meter gesprungen”, analysierte der U23-Europameister. Diese Erkenntnis bringt dem Olympia-Achten von Peking natürlich keinen Startplatz bei der Hallen-WM. Doch für das weitaus wichtigere Leichtathletik-Ereignis 2010, die EM Ende Juli in Barcelona, weiß Holzdeppe, an welchen Trainingsschrauben er noch ein wenig drehen muss, um im Sommer in der spanischen Metropole eine gute Rolle spielen zu können.

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Krauel: „Eher Hürden als Weitsprung bei DM“

Donnerstag, 25. Februar 2010 8:18

Vier deutsche Weitspringerinnen haben schon die Norm von 6,60 Metern für die Hallen-WM in Doha (12.-14. März) überboten. Darunter auch Sophie Krauel vom TuS Jena. Ob die Deutsche Meisterin allerdings bei der Hallen-DM an diesem Wochenende in Karlsruhe starten und sich so um ein WM-Ticket bewerben kann, ist noch nicht klar. Falls eine Fußverletzung das nicht zulassen sollte, hat die 24-Jährige aber schon „Plan B” parat.

Frau Krauel, am 13. Februar haben Sie sich beim Meeting in Leipzig den Fuß gestaucht und mussten den Wettkampf abbrechen. Ist ein Weitsprung-Start am Sonntag bei der Hallen-DM in Karlsruhe denn überhaupt möglich?
Das kann ich noch nicht sagen. Mein Trainer Stefan Poser und ich müssen das kurzfristig entscheiden. Am Samstag ist eine Vorbelastung geplant. Danach sehen wir weiter. Momentan sieht es allerdings nicht so gut aus.

Angeschlagen werden Sie also nicht springen?
Nein. Ich möchte auf keinen Fall die Sommersaison mit der Europameisterschaft aufs Spiel setzen. Ich war in meiner Karriere schon lange genug verletzt. Das will ich nicht noch einmal erleben. Außerdem kann die Verletzung schnell wieder auftreten und schlimmer werden, wenn ich wie in Leipzig keinen Halt auf dem Plastilin finde.

Schon bei den Deutschen Meisterschaften 2009 in Ulm haben Sie sich im ersten Versuch den Fuß gestaucht und haben dann doch noch mit 6,70 Metern Gold geholt. Warum sind Sie so anfällig für diese Art von Verletzung?
Stauchungen kommen durch die enormen Kräfte beim Absprung ja öfter vor. Bei mir hängt es aber auch mit der Technik zusammen. Ich setze den Fuß nicht sauber auf, sodass er leichter umknickt. Daran haben wir aber schon viel gearbeitet, technische Fortschritte sind da. Außerdem ist die Stauchung nicht so schlimm wie im Sommer in Ulm.

Sprinten ist also möglich?
Schnelle Läufe konnte ich im Training problemlos absolvieren. Aber natürlich war der rechte Fuß dabei ordentlich getaped.

Dann wäre ja der Weg frei für einen Start über 60 Meter Hürden.
Genau. Ich bin gemeldet und das ist unser „Plan B” für Karlsruhe. Ich habe ja in diesem Winter schon einige Hürdenrennen bestritten… [...]

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