Tag-Archiv für » DM «

Holzdeppe springt nach Barcelona

Samstag, 17. Juli 2010 21:38

Stabhochsprung-Youngster Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) ist bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig souverän auf den EM-Zug nach Barcelona aufgesprungen. Mit 5,70 Metern belegte der 20-Jährige im Eintracht-Stadion nicht nur Platz zwei, sondern meisterte auch zum zweiten Mal die doppelte geforderte Normhöhe für die kontinentalen Meisterschaften vom 27. Juli bis zum 1. August in der spanischen Metropole.

„Ich bin sehr zufrieden. Ich wollte die zweite EM-Norm springen und das ist mir gelungen. Am Ende haben Malte Mohr und ich dann ein bisschen gepokert. Da hatte Malte das bessere Ende für sich”, freute sich Holzdeppe, nach 2008 bei den Olympischen Spielen wieder bei einer großen Meisterschaft dabei zu sein. Dabei verpasste der Pfälzer seinen ersten DM-Titel bei den Erwachsenen nur knapp. Da er 5,70 Meter im ersten Versuch nahm und Mohr riss, musste dieser 5,75 Meter springen. Diese Höhe überquerte der Münchner aber erst im letzten Versuch.

Da Holzdeppe dann dreimal an 5,80 bzw. 5,85 Metern scheiterte, feierte Malte Mohr seinen ersten DM-Titel im Freien. „Die Versuche waren nicht schlecht. Aber einmal war mein Stab zu weich und beim anderen Mal hat es mit dem Anlauf nicht ganz gepasst”, analysierte Holzdeppe. Rang drei und das dritte EM-Ticket sicherte sich Fabian Schulze (LG Stadtwerke München). Mohrs Vereinskamerad übersprang 5,60 Meter. 

Mit dem undankbaren vierten Platz musste Anne-Kathrin Elbe bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig Vorlieb nehmen. Die Hürdensprinterin vom TSV Bayer 04 Leverkusen erreichte nach 13,35 Sekunden das Ziel. „Leider hat mich ein eingeklemmter Nerv beim Start behindert, sonst wäre eine schnellere Zeit möglich gewesen”, sagte die 23-Jährige.

Gold holte sich die Top-Favoritin. Mit 12,71 Sekunden stellte Carolin Nytra (Bremer LT) nicht nur einen neuen Meisterschaftsrekord auf, sondern bewies bei Gegenwind auch, dass sie bei der EM in Barcelona für die Goldmedaille gut ist. Hinter der Bremerin gingen die weiteren Medaillen an Cindy Roleder (LAZ Leipzig) und Nadine Hildebrand (LAZ Salamander Kornwestheim). Für beide wurden 13,08 Sekunden gestoppt.

Keine Chance aufs Finale hatte Niklas Zender. Der 400-Meter-Läufer von der LG OVAG Friedberg-Fauerbach war bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig mit einer schmerzhaften Sehnenverletzung im Knie gestartet. So blieben die Uhren im Vorlauf erst nach 47,71 Sekunden stehen. Für das Finale hätte der 19-Jährige 46,97 Sekunden laufen müssen. „Ich wollte kontrolliert anlaufen und hinten heraus Boden gutmachen. Das haben die Schmerzen im Knie aber nicht zugelassen”, sagte Zender.

Ohne Probleme zog Robin Schembera ins DM-Finale über 800 Meter ein. Der Leverkusener dominierte seinen Vorlauf nach Belieben und gewann in Braunschweig nach 1:51,71 Minuten. Im Kampf um den dritten Titel in Folge wird sich der 21-Jährige am Sonntag allerdings mit starker Konkurrenz auseinandersetzen müssen. Sowohl Lokalmatador Sören Ludolph als auch der Erfurter Sebastian Keiner hinterließen in anderen Vorläufen einen guten Eindruck.

Thema: News | Kommentare (0) | Autor: mbn

Hallen-DM: Freud und Leid gehen Hand in Hand

Sonntag, 28. Februar 2010 18:43

Robin Schembera und Anne-Kathrin Elbe strahlten bei den 57. Deutschen Hallen-Meisterschaften in Karlsruhe nach Gold und Bronze um die Wette. Bei Sophie Krauel und Till Helmke lief hingegen nichts zu machen. Die Wettkämpfe im Überblick: [...]

Thema: News | Kommentare (0) | Autor: mbn

Krauel: „Eher Hürden als Weitsprung bei DM“

Donnerstag, 25. Februar 2010 8:18

Vier deutsche Weitspringerinnen haben schon die Norm von 6,60 Metern für die Hallen-WM in Doha (12.-14. März) überboten. Darunter auch Sophie Krauel vom TuS Jena. Ob die Deutsche Meisterin allerdings bei der Hallen-DM an diesem Wochenende in Karlsruhe starten und sich so um ein WM-Ticket bewerben kann, ist noch nicht klar. Falls eine Fußverletzung das nicht zulassen sollte, hat die 24-Jährige aber schon „Plan B” parat.

Frau Krauel, am 13. Februar haben Sie sich beim Meeting in Leipzig den Fuß gestaucht und mussten den Wettkampf abbrechen. Ist ein Weitsprung-Start am Sonntag bei der Hallen-DM in Karlsruhe denn überhaupt möglich?
Das kann ich noch nicht sagen. Mein Trainer Stefan Poser und ich müssen das kurzfristig entscheiden. Am Samstag ist eine Vorbelastung geplant. Danach sehen wir weiter. Momentan sieht es allerdings nicht so gut aus.

Angeschlagen werden Sie also nicht springen?
Nein. Ich möchte auf keinen Fall die Sommersaison mit der Europameisterschaft aufs Spiel setzen. Ich war in meiner Karriere schon lange genug verletzt. Das will ich nicht noch einmal erleben. Außerdem kann die Verletzung schnell wieder auftreten und schlimmer werden, wenn ich wie in Leipzig keinen Halt auf dem Plastilin finde.

Schon bei den Deutschen Meisterschaften 2009 in Ulm haben Sie sich im ersten Versuch den Fuß gestaucht und haben dann doch noch mit 6,70 Metern Gold geholt. Warum sind Sie so anfällig für diese Art von Verletzung?
Stauchungen kommen durch die enormen Kräfte beim Absprung ja öfter vor. Bei mir hängt es aber auch mit der Technik zusammen. Ich setze den Fuß nicht sauber auf, sodass er leichter umknickt. Daran haben wir aber schon viel gearbeitet, technische Fortschritte sind da. Außerdem ist die Stauchung nicht so schlimm wie im Sommer in Ulm.

Sprinten ist also möglich?
Schnelle Läufe konnte ich im Training problemlos absolvieren. Aber natürlich war der rechte Fuß dabei ordentlich getaped.

Dann wäre ja der Weg frei für einen Start über 60 Meter Hürden.
Genau. Ich bin gemeldet und das ist unser „Plan B” für Karlsruhe. Ich habe ja in diesem Winter schon einige Hürdenrennen bestritten… [...]

Thema: News | Kommentare (0) | Autor: mbn