Samstag, 4. Juli 2009 21:26
Der erste Tag der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm hat für die Athleten des Trackteam Burg-Wächter viele Top-Leistungen aber keine Einzelmedaille gebracht. So musste sich Stabhochspringer Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) mit Rang fünf begnügen. 5,60 Meter reichten im Ulmer Donaustadion nicht zum Sprung aufs Treppchen. Trotzdem war der 19 Jahre Junioren-Weltrekordler nicht unzufrieden. „Zuerst war ich ziemlich bedient, aber dann habe ich realisiert, dass andere besser waren”, sagte Holzdeppe.
Dabei hatte der Pfälzer durchaus die Chance, aufs Treppchen zu springen. 5,40 und 5,60 Meter nahm Holzdeppe im ersten Anlauf. Doch an der WM-Norm von 5,70 Metern scheiterte der Olympia-Achte ganz knapp. „Ich weiß gar nicht, warum die Latte im zweiten Verlauf gefallen ist”, sagte Holzdeppe. Und in der Tat hatte er die Latte nur ganz knapp touchiert. Beim dritten Sprung hatte der Youngster dann keine Chance mehr, da ein verhärteter Oberschenkelmuskel keinen kontrollierten Anlauf mehr zuließ.
Die vier Springer vor Holzdeppe nahmen alle 5,70 Meter. Über den Sieg musste sogar ein Stechen entscheiden, das Alexander Straub (LG Filstal) gegen Tobias Scherbarth (TSV Bayer Leverkusen) für sich entschied. Dahinter landeten aufgrund der Fehlversuchsregel Björn Otto (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) auf Platz drei und Tim Lobinger (LG Stadtwerke München) auf Platz vier.
Obwohl Holzdeppe mit dem DM-Ergebnis die Weltmeisterschaften in Berlin (15.-23. August) verpasst hat, schaut er positiv in die Zukunft. „Ich werde jetzt noch bei einigen Meetings starten und dann steht die U23-EM an. Dort will ich natürlich um die Medaillen mitspringen”, sagte Holzdeppe. Seinen ersten großen Meeting-Start bestreitet der Abiturient schon am kommenden Dienstag beim Super-Grand-Prix am kommenden Dienstag in Lausanne (Schweiz).
Etwas niedergeschlagen schaute Anne-Kathrin Elbe (TSV Bayer Leverkusen) nach dem Ulmer 100-Meter-Hürden-Finale drein, als die Vorjahresdritte die Bronzemedaille in 13,36 Sekunden als Vierte nur knapp verpasste: „Der Start war schlecht. Der Lauf selber war dagegen gut und ich konnte noch mal etwas aufholen”, sagte die Leverkusenerin. Im Vorlauf blieb die Deutsche Juniorenmeisterin in 13,31 Sekunden nur vier Hundertstelsekunden über ihrer Bestleistung aus diesem Jahr. Gold ging an die Bremerin Carolin Nytra mit DM-Rekord von 12,78 Sekunden.
Ihren zweiten Einsatz versilberte Elbe am Ende des ersten Tages zusammen mit Cathleen Tschirch, Mareike Peters und Katrin Krause in der 4×100-Meter-Staffel. In 44,61 Sekunden mussten die Leverkusenerinnen nur der straken Mannschaft vom TV Wattenscheid (43,83 s) den Platz auf dem obersten Treppchen lassen. [...]