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Aachen: Holzdeppe vor toller Kulisse Neunter

Donnerstag, 2. September 2010 18:24

Eine historische Kulisse, ein Dutzend Weltklasse-Athleten und rund 5.000 Zuschauer: Die Bedingungen wie am Mittwochabend beim 6. NetAachen Domspringen wünschen sich Sportler häufiger. Auch Raphael Holzdeppe war vom Ambiente in der Kaiserstadt angetan. Allerdings hätte sich der Stabhochspringer vom LAZ Zweibrücken eine bessere Höhe als 5,41 Meter gewünscht. Das reichte in der Endabrechnung am Katschhof nämlich nur zum neunten Platz.

„Die 5,41 Meter waren kein Problem. Allerdings war der Belag richtig schnell, sodass ich bei 5,61 Metern immer zu dicht am Absprung war. Ich hatte zwar die nötige Höhe, bin dann aber immer von oben auf die Latte gefallen”, analysierte der 20-Jährige. Deutlich besser nutzte Malte Mohr den schnellen Steg. Fünf Tage nach seinem Triumph beim Diamond League-Finale in Brüssel meisterte der Münchner 5,90 Meter. Diese Höhe hatte vor drei Jahren mit Björn Otto letztmals ein deutscher Stabhochspringer überwunden. Hinter Mohr belegten der Pole Przemyslaw Czerwinski und der Leverkusener Richard Spiegelburg mit je 5,61 Metern die Plätze zwei und drei.

Außerdem sagte in Aachen ein arrivierter Stab-Artist „Adieu”: Lars Börgeling bestritt den letzten Wettkampf seiner Karriere. Nach längerer Verletzungspause übersprang er zum Abschluss noch einmal 5,21 Meter. „Aachen ist etwas ganz Besonderes. Für uns Springer ist es das stimmungsvollste Meeting der Welt. Deshalb habe ich es mir für den Abschluss meiner Karriere ausgesucht”, sagte der Leverkusener, der 2002 in München EM-Zweiter war.

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EM: Raphael Holzdeppe landet auf Rang neun

Samstag, 31. Juli 2010 20:45

Bei seiner ersten Europameisterschaft hat Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) eine ordentliche Leistung abgeliefert. Der Stabhochspringer überwand vor rund 40.000 Zuschauern im Olympiastadion 5,60 Meter und landete damit auf dem neunten Platz. Eine Schrecksekunde bei 5,70 Metern kostete Holzdeppe wohl einen besseren Platz. Beim ersten Sprung rutschte er vom Stab ab und landete unsanft mit dem Rücken auf der Matte. Trotzdem war er über diese Höhe nicht chancenlos. Im dritten Versuch riss er die Latte nur ganz knapp. Da er wusste, dass er diese Höhe springen kann, warf er wütend seine Sonnenbrille zu Boden und stieß den ein oder anderen Fluch aus.

Wie in der Qualifikation machte es der 20-Jährige spannend. Denn seine Anfangshöhe von 5,50 Metern meisterte der U23-Europameister erst im dritten Anlauf. Bei den ersten beiden Anläufen hatte er zwar auch die Höhe, streifte beim Herunterfallen aber jeweils mit der Brust die Latte. Besser lief es schon bei 5,60 Meter. Locker und befreit überflog er im ersten Versuch die Höhe und hatte dabei noch einige Zentimeter Luft. 

Nicht zu schlagen war im Olympiastadion Renaud Lavillenie. Der Franzose übersprang gleich im ersten Versuch 5,85 Meter. Da war ihm der Titel nicht mehr zu nehmen. Anschließend scheiterte der Europameister dreimal nur ganz knapp am neuen französischen Rekord von 6,02 Metern. Silber sicherte sich mit 5,80 Metern der Urkainer Maksym Mazuryk, Bronze ging an Przemyslaw Czerewinski (Polen; 5,75 m). Der Münchner Fabian Schulze wurde mit 5,70 Metern Sechster.

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Holzdeppe springt nach Barcelona

Samstag, 17. Juli 2010 21:38

Stabhochsprung-Youngster Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) ist bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig souverän auf den EM-Zug nach Barcelona aufgesprungen. Mit 5,70 Metern belegte der 20-Jährige im Eintracht-Stadion nicht nur Platz zwei, sondern meisterte auch zum zweiten Mal die doppelte geforderte Normhöhe für die kontinentalen Meisterschaften vom 27. Juli bis zum 1. August in der spanischen Metropole.

„Ich bin sehr zufrieden. Ich wollte die zweite EM-Norm springen und das ist mir gelungen. Am Ende haben Malte Mohr und ich dann ein bisschen gepokert. Da hatte Malte das bessere Ende für sich”, freute sich Holzdeppe, nach 2008 bei den Olympischen Spielen wieder bei einer großen Meisterschaft dabei zu sein. Dabei verpasste der Pfälzer seinen ersten DM-Titel bei den Erwachsenen nur knapp. Da er 5,70 Meter im ersten Versuch nahm und Mohr riss, musste dieser 5,75 Meter springen. Diese Höhe überquerte der Münchner aber erst im letzten Versuch.

Da Holzdeppe dann dreimal an 5,80 bzw. 5,85 Metern scheiterte, feierte Malte Mohr seinen ersten DM-Titel im Freien. „Die Versuche waren nicht schlecht. Aber einmal war mein Stab zu weich und beim anderen Mal hat es mit dem Anlauf nicht ganz gepasst”, analysierte Holzdeppe. Rang drei und das dritte EM-Ticket sicherte sich Fabian Schulze (LG Stadtwerke München). Mohrs Vereinskamerad übersprang 5,60 Meter. 

Mit dem undankbaren vierten Platz musste Anne-Kathrin Elbe bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig Vorlieb nehmen. Die Hürdensprinterin vom TSV Bayer 04 Leverkusen erreichte nach 13,35 Sekunden das Ziel. „Leider hat mich ein eingeklemmter Nerv beim Start behindert, sonst wäre eine schnellere Zeit möglich gewesen”, sagte die 23-Jährige.

Gold holte sich die Top-Favoritin. Mit 12,71 Sekunden stellte Carolin Nytra (Bremer LT) nicht nur einen neuen Meisterschaftsrekord auf, sondern bewies bei Gegenwind auch, dass sie bei der EM in Barcelona für die Goldmedaille gut ist. Hinter der Bremerin gingen die weiteren Medaillen an Cindy Roleder (LAZ Leipzig) und Nadine Hildebrand (LAZ Salamander Kornwestheim). Für beide wurden 13,08 Sekunden gestoppt.

Keine Chance aufs Finale hatte Niklas Zender. Der 400-Meter-Läufer von der LG OVAG Friedberg-Fauerbach war bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig mit einer schmerzhaften Sehnenverletzung im Knie gestartet. So blieben die Uhren im Vorlauf erst nach 47,71 Sekunden stehen. Für das Finale hätte der 19-Jährige 46,97 Sekunden laufen müssen. „Ich wollte kontrolliert anlaufen und hinten heraus Boden gutmachen. Das haben die Schmerzen im Knie aber nicht zugelassen”, sagte Zender.

Ohne Probleme zog Robin Schembera ins DM-Finale über 800 Meter ein. Der Leverkusener dominierte seinen Vorlauf nach Belieben und gewann in Braunschweig nach 1:51,71 Minuten. Im Kampf um den dritten Titel in Folge wird sich der 21-Jährige am Sonntag allerdings mit starker Konkurrenz auseinandersetzen müssen. Sowohl Lokalmatador Sören Ludolph als auch der Erfurter Sebastian Keiner hinterließen in anderen Vorläufen einen guten Eindruck.

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