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Niklas Zender verstärkt das Trackteam

Freitag, 1. Mai 2009 23:51

Das Trackteam Burg-Wächter startet personell verstärkt in die WM-Saison 2009. Mit dem jungen 400-Meter-Läufer Niklas Zender (TSV Friedberg-Fauerbach) werden in diesem Sommer erstmals zehn Athleten mit dem Logo der Firma aus Wetter auf der Brust in deutschen Stadien zu sehen sein. „Mit der Heim-WM in Berlin haben die Sportler ein hohes Ziel. Darum wollen wir mit allen bisherigen Sportlern in die Sommersaison gehen. Danach wird das Team aber wieder stärker den Charakter eines Juniorenteams erhalten”, erklärt Reinhard Lüling, Geschäftsführer der Firma Burg-Wächter. Mit 18 Jahren ist Viertelmeiler Zender nach Hochspringerin Kimberly Jeß der zweitjüngste Athlet des Trackteams.

Der Stern des jungen Langsprinters ging im vergangenen Jahr auf. Mit 46,18 Sekunden war Zender nicht nur der schnellste deutsche Jugendliche auf der Stadionrunde, sondern der Hesse lief damit auch in die Top10 bei den Männern. Aber auch auf internationaler Bühne überzeugte der Schüler. Bei der Junioren-WM in Bydgoszcz (Polen), wo er fünf 400-Meter-Rennen an sechs Tagen bestritt, stürmte Zender als bester Europäer auf Platz fünf. Mit der DLV-Staffel sicherte sich der Friedberger sogar die Bronzemedaille. Doch mehr als die Vergangenheit interessiert den 18-Jährigen die anstehende Saison. „2009 will ich konstant niedrige 46er-Zeiten laufen. Dann müsste an einem guten Tag auch eine neue Bestzeit möglich sein”, sagt der Schützling von Volker Weber.

Natürlich haben für den Hessen 2009 trotz WM in Berlin noch die Jugend-Wettkämpfe den höchsten Stellenwert. So peilt Zender bei der Junioren-Europameisterschaft in Novi Sad (Serbien, 23. bis 26. Juli) einen Top-Platz an. „Das Training ist voll auf die Junioren-EM ausgelegt. Obwohl man die Konkurrenz momentan noch nicht genau einschätzen kann, will ich um die Medaillen mitlaufen,” schaut Zender bereits auf den Juli.

Der Start in die Sommersaison verlief für den Schüler jedenfalls nach Plan. Trotz heftigem Gegenwind lief Zender über 100 Meter als Sieger bei der Bahneröffnung im heimischen Burgfeld. gute 11,19 Sekunden. Auch mit der TSV-Jugendstaffel sicherte sich der 18-Jährige den Sieg. Am 1. Juni steht dann beim Pfingstsportfest in Rehlingen für ihn das erste wichtige 400-Meter-Rennen der Saison auf dem Programm.

Natürlich wird sich das läuferische Mulitalent aber auch in diesem Jahr wieder auf den Über- und Unterdistanzen probieren. Denn sowohl über 200 Meter (Bestzeit 21,45 Sekunden; Zweiter bei der Jugend-DM 2008) als auch über 800 Meter (Bestzeit 1:49,71 Minuten) zählt Zender zu den schnellsten deutschen Jugendlichen. „Die 800 Meter helfen mir, die Zielgerade über 400 Meter besser durchzustehen. Vielleicht passt es in diesem Jahr terminlich, ein richtig schnelles 800-Meter-Rennen zu absolvieren”, erklärt der Hesse.

Das Trackteam Burg-Wächter 2009: Sabrina Buchrucker (TSV Bayer 04 Leverkusen, 800 Meter), Christian Duma (LG Eintracht Frankfurt, 400 Meter Hürden), Anne-Kathrin Elbe (TSV Bayer 04 Leverkusen, Sprint und Hürdensprint), Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach, Sprint), Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken, Stabhochsprung), Kimberly Jeß (LG Rendsburg/ Büdelsdorf, Hochsprung), Sophie Krauel (TuS Jena, Weitsprung), Jana Neubert (SC Potsdam, 400 Meter), Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen, 800 Meter), Niklas Zender (TSV Friedberg-Fauerbach, 400 Meter).

Thema: News | Kommentare (0) | Autor: mbn

Winter trifft Sommer: Top-Talente im Dialog

Mittwoch, 23. April 2008 16:26

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.“ Das Zitat des britischen Komponisten Benjamin Britten (1913–1976) bildete den Rahmen für das diesjährige Treffen des Trackteam Burg-Wächter. Denn so talentiert und erfolgreich junge Sportler auch sind, ein Blick nach links und rechts bringt sie noch weiter.

Deshalb nutzten die von Burg-Wächter unterstützten Leichtathleten (Sabrina Buchrucker, Anne-Kathrin Elbe, Sophie Krauel, Jana Neubert, Christian Duma, Till Helmke, Raphael Holzdeppe, Robin Schembera) das Team-Wochenende im Sauerland, um von Talenten aus anderen Sportarten zu lernen. Und was böte sich dort besseres an als die Winterberger Wintersport-Asse?

Gleich sechs Biathleten und Nordisch Kombinierer sowie Fritz Becker, der ehemalige Trainer von Langlauf-Legende Jochen Behle, suchten den Dialog mit den jungen Leichtathleten. Wo sind unsere Gemeinsamkeiten? Wo die Unterschiede? Welche Erfahrungen kann man mitnehmen? Nach einer kurzen Vorstellungsrunde entwickelte sich ein reges Gespräch. Dabei wurde eins schnell klar: Die Herausforderung, den Leistungssport mit Schule, Uni oder Ausbildung zu verbinden, ist bei jungen Winter- genauso aktuell wie bei Sommersportlern.

Auch der „Trainingstourismus“ war ein Thema. Während die Leichtathleten im Winter und Frühjahr einige Wochen im Süden Europas oder in diversen Höhentrainingslagern verbringen, sind die Skisportler ständig auf der Suche nach Schnee. Deshalb trainieren viele Winterberger in den Alpen – und das neben Schule und Uni. Trotz der Doppelbelastung feiern die Sauerländer Erfolg um Erfolg. Allein die Biathletinnen Janin und Maren Hammerschmidt gewannen in diesem Winter vier Titel bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Ruhpolding.

Darüber hinaus schwor Team-Manager Edgar Itt die Athleten im Sauerland auf die Olympia-Saison ein. Der Dritte der Spiele von Seoul 1988 über 4×400 Meter erläuterte bewährte Strategien, wie ein Sportler mit süßen Siegen und bitteren Niederlagen gleichermaßen umgehen kann. Außerdem zeigte Itt, der sonst Manager und Führungskräfte für den Job motiviert, fit macht und so den Teamgeist in Unternehmen stärkt, dass man trotz aller Herausforderungen und Hindernissen an seinen sportlichen Zielen festhalten muss. „Und das sind die Olympischen Spiele in Peking und die WM 2009 in Berlin. Dafür arbeitet Ihr“, gab das ehemalige Hürden-Ass den Sportlern mit auf den Weg.

Einen weiteren Blick über den sportlichen Tellerrand wagte Simon Gühring. Der 24-jährige Baseballer war 2002 und 2003 Profi bei den Milwaukee Brewers in den USA. Während sich die Leichathleten auf zwei Wettkampfperioden im Jahr einstellen können, spielen die Profis allein in der regulären Spielzeit 162 Mal, was bedeutet, jeden Tag im Stadion zu stehen. „Baseball ist nicht so eine intensive Sportart wie Leichtathletik. Der Reiz bei uns entsteht durch die Taktik. Jedes Spiel kann bis zum Ende kippen, sodass eine enorme Spannung herrscht“, erklärte Gühring.

Bei den Olympischen Spielen in Peking wird sich der Catcher, der mittlerweile für die Heidenheim Heideköpfe in der Bundesliga spielt, aber nicht erneut mit dem ein oder anderen Trackteam-Athleten austauschen können. Bei der WM in Taiwan verpasste die deutsche Baseball-Nationalmannschaft knapp die Teilnahme. Da haben es die Leichtathleten besser: Die Chance „mit dem Strom zu rudern“ und in Peking zu starten, besteht bis zur DM am 5. und 6. Juli in Nürnberg.

Thema: News | Kommentare (0) | Autor: mbn