Alina Reh bei der Cross-DM eine Klasse für sich

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Nur die ersten Meter ließ es Alina Reh (SCC Berlin) bei der Cross-DM am Samstag in Sonsbeck über 6,1 Kilometer etwas lockerer angehen und lief im Feld mit. Dann löste sich die klare Favoritin eine Woche nach ihrem starken dritten Rang bei der Cross-EM in Dublin von den nationalen Konkurrentinnen und lief als Solistin einem ungefährdeten Sieg entgegen. Am Ende ihrer dritten Runde überrundere sie sogar Läuferinnen der Seniorenklasse.

Alina Reh mit souveränem Start-Ziel-Sieg

Alina Reh lief bei der Cross-DM in Sonsbeck den Konkurrentinnen auf und davon.
Alina Reh lief bei der Cross-DM in Sonsbeck den Konkurrentinnen auf und davon. (Foto: Iris Hensel)

Obwohl die Strecke den Läuferinnen alles abverlangte, absolvierte Alina Reh die Distanz äußerst ruhig im Oberkörper und dadurch kräftesparend. Gleichzeitig schaffte die 24-Jährige es, ihren frequenten Laufschritt bis zum Ziel durchzuziehen. Im Ziel hatte Alina Reh mit 21:44 Minuten 41 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Lea Meyer (VfL Löningen). „Der Plan war, vom ersten Schritt an Druck zu machen. Nach dem Erfolg vergangene Woche in Dublin konnte ich das natürlich auch. Mein Trainer hat mich das ganze Rennen über angefeuert und bestärkt“, erklärte Alina Reh.

Die Hindernisspezialistin hatte sich etwa in der Mitte des Rennens von den weiteren Medaillenkandidatinnen gelöst und sicherte sich so die Silbermedaille. Acht Sekunden dahinter wurde das Rennen um Bronze zur Zentimeterentscheidung. Während Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg) auf dem Zielstrich schon jubelte, warf Eva Dieterich (Laufteam Kassel; beide 22:33 min) sich noch einmal nach vorn. Schlussendlich wurden beide mit Bronze belohnt.

Zweimal Bronze nach spannendem Ziel-Spurt

Eva Dieterich konnte die Heimreise sogar mit zwei Medaillen antreten. Die 22-Jährige setzte sich bei ihrem letzten Start bei einer U23-Meisterchaft in dieser Wertung klar vor den Schwestern Sara (23:06 min) und Selma Benfares (23:09 min) auf den Plätzen acht und neun durch. Zusammen mit Miriam Marx als 19. gewannen die Rehlingerinnen damit auch die Teamwertung mit 36 Punkten.

Für Alina Reh waren die vergangenen Wochen ein versöhnlicher Abschluss eines schwierigen Jahres. Denn aufgrund einer Fußverletzung konnte sie trotz erbrachter Qualifikationsnorm nicht bei den Olympischen Spielen in Tokio starten. Doch unterkriegen ließ sich die Laichingerin nicht. Ganz im Gegenteil: Speziell der unerwartete dritte Platz bei der Cross-EM in Dublin gegen starke Konkurrentinnen hat gezeigt, dass sie in der europäischen Spitze angekommen ist.

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