Alina Reh und Blanka Dörfel: Doppel-Gold und Silber bei 10-km-DM

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Alina Reh und Blanka Dörfel bei der 10-Kilometer-DM in Uelzen.
Jubelten gemeinsam über zweimal Gold plus einmal Silber: Alina Reh (li.) wurde bei den Frauen mit starken 31:43 Minuten Zweite, Blanka Dörfel gewann überlegen die U20-Wertung mit 33:15 Minuten. Gemeinsam sicherten beide dem SCC Berlin den Mannschaftstitel.

Auf der Strecke der 10-Kilometer-DM in Uelzen am Sonntagmittag kämpften Alina Reh (SCC Berlin) und Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen) um jeden Meter, um jede Sekunde. Im Ziel am Alten Rathaus lagen sich die beiden Läuferinnen in den Armen und gratulierten sich gegenseitig zu ihren starken Rennen. Neun Kilometer hatte sich Alina Reh als „Lokomotive“ betätigt, abschütteln konnte sie ihre Rivalin nicht.

So zog Hanna Klein dank ihrer enormen Grundschnelligkeit auf dem letzten Kilometer der fünf Zwei-Kilometer-Runden vorbei und lief mit Bestzeit von 31:40 Minuten zum Titel. Alina Reh folgte drei Sekunden später. Zwei Top-Zeiten im Rahmen der 10-Kilometer-DM, die bei tollen Bedingungen mit 15 Grad, Sonnenschein und nur leichtem Wind ausgetragen wurde.

„Ich habe mich die ersten fünf, sechs Kilometer nicht so gut gefühlt. Darum bin ich nicht nach vorn gegangen. Erst am Ende des Rennens bin ich richtig ins Rollen gekommen“, sagte Hanna Klein, die in Uelzen ihre Bestzeit um 30 Sekunden steigerte. Insgeheim habe die 1.500- und 5.000-Meter-Spezialistin mit ihrer ersten Zeit unter 32 gerechnet. Schließlich hatte sich die Olympia-Starterin vor drei Wochen in München schon auf 32:10 Minuten verbessert.

Alina Reh kann Hanna Klein nicht abschütteln

Nicht ganz glücklich war Alina Reh mit dem Rennen. Schließlich wollte die EM-Dritte über 10.000 Meter in Uelzen den Titel gewinnen. „Mir war klar, dass ich Hanna vor dem letzten Kilometer abschütteln muss. Leider ist es mir nicht gelungen“, sagte die Frontrunnerin nach ihrem Silber-Lauf. Die 24-Jährige hatte von Beginn an aufs Tempo gedrückt, sodass schon nach drei Kilometern nur noch Hanna Klein folgen konnte.

„Auf der Zielgeraden bin ich noch mal etwas herangekommen. Vielleicht hätte ich zwischendurch noch die eine oder andere Tempospitze setzten sollen“, so Alina Reh. Ihre Zeit klar unter 32 Minuten zeigt aber, dass sie nach überstandener Verletzung auf dem besten Weg zurück ist.

Nächstes Ziel von Alina Reh: Cross-EM

Nun stehen für die Laichingerin in den kommenden Wochen einige Cross-Rennen an. Höhepunkt soll die Cross-EM am 12. Dezember in Dublin werden. Dass die Formkurve dafür stimmt, bewies die 24-Jährige in Uelzen. Schließlich lief sie bis auf 17 Sekunden an ihre Bestzeit heran. Und das quasi im Alleingang von der Spitze. „Meine Beine waren nach dem Rennen nicht so müde, wie ich angenommen hätte. Ich denke, das ist ein gutes Zeichen für eine gute Form“, so Alina Reh.

Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg) konnte dem Tempo-Diktat des Spitzen-Duos nicht folgen. Die Führende der deutschen Bestenliste sicherte sich in 32:49 Minuten die Bronzemedaille. „Ich hatte ein paar muskuläre Probleme auf der Strecke“, sagte die Regensburgerin. Für sie war es das letzte Rennen vor ihrem Marathon-Debüt in fünf Wochen in Valencia. Aufgrund der hohen Umfänge im Training fehlte daher die Spritzigkeit auf den „kurzen“ 10 Kilometern.

Als Vierte kam Kristina Hendel (LG Braunschweig) nach 33:08 Minuten ins Ziel. Sieben Sekunden später folgte Blanka Dörfel (SCC Berlin), die souverän die U20-Wertung vor Mia Jurenka (VfL Sindelfingen; 34:01 min) und Anneke Vortmeier (ASV Duisburg; 34:08 min) für sich entschied. „Meine Beine waren nicht so frisch wie beim Halbmarathon vor zwei Wochen. Trotzdem war es ein schönes Rennen bei toller Stimmung“, so Blanka Dörfel, die auch zum siegreichen Frauen-Team des SCC Berlin zählte.

Alina Reh und Blanka Dörfel jubeln über Team-Gold

Zusammen mit Alina Reh und Agnes Thurid Gers (34:32 min) setzte sich Blanka Dörfel mit dem SCC-Trio in der Mannschaftswertung vor der lokalen Konkurrenz der LG Nord Berlin (1:42:00 h) mit Rabea Schöneborn (33:40 min), Luisa Boschan (34:08 min) und Deborah Schöneborn (34:12 min) durch. Bronze ging angeführt von Hanna Klein sowie Jule Vetter (34:51 min) und Katja Fischer (35:52 min) an die LAV Stadtwerke Tübingen (1:42:22h). Gold in der U18 sicherte sich Sofia Benfares (LC Rehlingen) mit 35:06 Minuten.

Blanka Dörfel genoss das Rennen durch die Uelzener City sichtlich. „Überall wurde man angefeuert, es hat richtig Spaß gemacht“, sagte die 19-Jährige, die nach dem Titel bei der Halbmarathon-DM in Hamburg ihre zweite DM-Goldmedaille innerhalb von zwei Wochen einheimste. Zwar klappte es nicht ganz mit der ersten 32-Minuten-Zeit ihrer Karriere. Doch für Lauf-Talent Blanka Dörfel scheint es nur eine Frage von Monaten, bis sie auch diese Marke unterbietet.

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