5846 Punkte: Leffler dominiert die WM-Quali

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Bestleistung, U20-WM-Norm, souveräner Sieg: Beim 3. Internationalen Mehrkampf-Meeting am Wochenende in Ulm lief für Celina Leffler (SCC Koblenz-Karthause) alles nach Wunsch. Die U18-Weltmeisterin legte zwei perfekte Siebenkampftage hin und steigerte ihren Hausrekord um exakt 99 Zähler auf 5846 Punkte.

Ihre alte Bestmarke stammte noch aus der U18-Klasse, in der mit leichteren Gewichten (Kugel und Speer) geworfen und über niedrigere Hürden gesprintet wird. In der Endabrechnung hatte die 18-Jährige einen klaren Vorsprung vor Louisa Grauvogel (LG Saar; 5580 Punkte) und der Österreicherin Verena Preiner (5386). Übrigens: Mit Lefflers Punktzahl hätte man vergangenes Jahr bei der U20-EM Bronze gewonnen!

Den Grundstein zum starken Endergebnis legte die Koblenzerin mit vier Einzelbestleistungen über 100 Meter Hürden (13,87 sec), im Kugelstoß (12,48 m) sowie über 200 Meter (23,96 sec) und 800 Meter (2:18,03 min). „Speziell mit den Laufergebnissen bin ich sehr zufrieden. An den Technikdisziplinen müssen wir noch ein bisschen arbeiten. Aber insgesamt war es ein wichtiger Schritt Richtung Eugene“, freute sich Leffler nach den beiden Tagen im Donaustadion.

Mit „Richtung Eugene“ spielt die Koblenzerin auf die U20-WM Ende Juli im „Leichtathletik-Mekka“ der USA an. Dort dürfen nur zwei Siebenkämpferinnen pro Nation starten. Durch die starke Punktzahl ist Leffler der Startplatz fast nicht mehr zu nehmen. Nur wenn zwei deutsche Siebenkämpferinnen bei der zweiten Qualifikation am 14./15. Juni in Bernhausen besser sind, würde die U18-Weltmeisterin den Startplatz noch einbüßen.

Doch danach sieht es momentan nicht aus. Speziell in den Sprintdisziplinen hat sich die Koblenzerin weiter verbessert und ist der nationalen Konkurrenz einen Schritt voraus. Ihre Zeiten über 100 Meter Hürden und 200 Meter würden selbst bei den Frauen zur nationalen Mehrkampfspitze zählen! Nachholbedarf sieht die 18-Jährige in den Sprungdisziplinen. Während in Ulm 1,67 Meter im Hochsprung in Ordnung waren, haderte Leffler ein wenig mit 5,93 Metern im Weitsprung, ihrer eigentlichen Spezialdisziplin: „Durch den Wind war die Anlaufgestaltung sehr schwierig. Da habe ich einige Punkte verloren.“

Die ansonsten sichere Sechs-Meter-Springerin wurde am Sonntag von 1,8 Metern pro Sekunde Gegenwind gebremst. Am Samstag hatte sie noch vom leichten Rückenwind bei den Sprints profitiert. Doch das nicht optimale Weitsprung-Ergebnis war nur eine Randnotiz eines sonst perfekten Siebenkampfs.

Regen und Stabhochsprung. Das passt ganz und gar nicht zusammen. Das musste Desiree Singh (LG Lippe-Süd) am Samstag in Lemgo erleben. Nach starken Schauern wurden die Lippischen Spezialmeisterschaften für zwei Stunden unterbrochen. Keine optimalen Voraussetzungen für Höhenflüge. So musste sich die Schülerin mit 3,90 Metern begnügen. 4,10 Meter waren zu hoch.

Für die U18-Weltmeisterin von 2011 sind die ersten Wettkämpfe in diesem Sommer aber ohnehin als „verschärftes Training“ zu betrachten. Nach einer Nasen-Operation im Frühjahr hatte Singh einen Großteil der Saisonvorbereitung verpasst. Diesen Trainingsrückstand will sie nun schnellstmöglich aufholen. „Dann sind hoffentlich wieder Höhen um 4,30 Meter möglich“, umschreibt Singh ihre Saisonziele.

Das Stabhochsprung-Meeting in Wipperfürth war für Lilli Schnitzerling (TSV Bayer 04 Leverkusen) schneller zu Ende als geplant. Am Samstag musste sich die Medizinstudentin mit glatten 4,00 Metern begnügen. „Das war heute absolut nicht mein Tag“, sagte Schnitzerling. In der kommenden Woche soll es deutlich höher gehen. Die Leverkusenerin startet gleich doppelt: an Christi-Himmelfahrt in Bönnigheim und am Samstag in Soest.

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