Alina Reh: „Ich hoffe in Glasgow auf ein schnelles Rennen“

Eingetragen bei: Alina Reh, News | 1
Alina Reh vor Konstanze Klosterhalfen bei der Hallen-DM 2019 in Leipzig
Ist bereit für ein schnelles Rennen bei der Hallen-EM: Alina Reh startet als Nummer fünf der Meldeliste am Freitag in Glasgow. Gold-Kadidatin über 3000 Meter ist die hinter ihr laufende Konstanze Klosterhalfen (Foto: Iris Hensel)

Zwei 3000-Meter-Rennen hat Alina Reh (SSV Ulm 1846) in dieser Hallensaison bisher bestritten. Zweimal lief die 21-Jährige Bestzeit. Mit ihrem Hausrekord von 8:43,72 Minuten liegt die Laichingerin auf Platz fünf der Meldeliste für die Hallen-EM an diesem Wochenende in Schottlands größter Stadt Glasgow. Im Interview spricht Alina Reh über ihre Ziele für die EM-Entscheidung am Freitagabend, den erhofften Rennverlauf und die beiden Top-Favoritinnen auf den Titel.

Alina Reh, am Freitag starten Sie bei der Hallen-EM in Glasgow über 3000 Meter. Wie fühlen Sie sich vor der ersten großen Meisterschaft des Jahres?
Ich bin schon ziemlich nervös und angespannt. Dieses Gefühl zieht sich irgendwie durch die ganze Hallensaison. Aber ich freue mich natürlich auf das Rennen. Vielleicht ist die Nervosität ja ein gutes Omen. Schließlich liefen die letzten Rennen ziemlich gut.

Vorläufe gibt es über 3000 Meter der Frauen in Glasgow nicht, sondern es geht am Freitagabend um 22:40 Uhr deutscher Zeit gleich um die Medaillen. Hätten Sie gern einen Vorlauf „zum Einrollen“ gehabt?
Darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht. Ich nehme es einfach so, wie es kommt. Und dieses Mal geht es halt direkt zur Sache!

Alina Reh: „Ich werde alles herausholen“

Mit Ihrer vor zehn Tagen bei der Hallen-DM aufgestellten Bestzeit von 8:43,72 Minuten liegen Sie auf Platz fünf der Meldeliste. Was rechnen Sie sich für Glasgow aus?
Ja, von der Bestzeit her liege ich auf Platz fünf. Aber zwischen 8:43 und 8:48 Minuten tummeln sich sehr viele Läuferinnen. Da es ein Meisterschaftsrennen ist und es um die Plätze geht, ist die Bestzeit ohnehin nicht so relevant. Das macht es schwer, sich eine bestimmte Platzierung vorzunehmen. Ich bin gespannt auf den Rennverlauf. Wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde ich mir ein schnelles Rennen wünschen, in dem nicht nur ich Führungsarbeit leisten muss. Im Ziel will ich einfach alles aus mir herausgeholt haben.

Könnten denn bei einem schnellen Rennen sogar die Medaillen in Reichweite kommen?
Da müsste schon sehr viel gut laufen, nicht nur ich (lacht). Nein, dass ich um eine Medaille laufe, ist doch eher unwahrscheinlich und auch nicht mein Ziel. Ich will einfach aus dem Rennverlauf das Optimum herausholen.

Die britischen Fans drücken Laura Muir die Daumen. Die hat in der Ausrichterstadt Glasgow ihr Studium der Tiermedizin absolviert und 2018 abgeschlossen. Ist die Europarekordlerin mit einer Bestzeit von 8:26,41 Minuten die Top-Favoritin?
Laura Muir ist im Vorfeld starke Zeiten gelaufen. Aber trotz Heimvorteil würde ich sie nicht als uneingeschränkte Top-Favoritin bezeichnen. Ich bin mir sicher, dass es ihr Konstanze Klosterhalfen nicht leicht machen wird. Was Konstanze drauf hat, konnte man ja bei der Hallen-DM sehen.

„Zwei werden um Gold laufen“

Sie sprechen das Rennen in Leipzig an: Bei der Hallen-DM haben Sie 2400 Meter lang quasi als „Edel-Hase“ Konstanze Klosterhalfen zum deutschen Rekord von 8:32,47 Minuten geführt. Wird Gold zwischen der Leverkusenerin und Laura Muir vergeben?
Davon gehe ich aus. Klar kann es eine Überraschung geben. Aber momentan sehe ich keine Läuferin, die den beiden gefährlich werden könnte.

Sie selbst sind bei der Hallen-DM ebenfalls Bestzeit gelaufen und haben sich mit 8:43,72 Minuten auf Platz drei der ewigen deutschen Bestenliste geschoben. Wie lief Ihr Training seit dem starken Auftritt?
Zwischen der Hallen-DM und der Hallen-EM liegen ja nur 13 Tage. So viel Zeit blieb also nicht. Aber ich denke, dass ich die knapp zwei Wochen gut genutzt habe und mein Trainer Jürgen Austin-Kerl die richtigen Reize gesetzt hat. Ich starte auf jeden Fall gut vorbereitet in Glasgow.

Kann es in einem schnellen Rennen am Freitag für Sie wieder Richtung Bestzeit gehen?
Wenn alles optimal läuft vielleicht schon.

Hinweis: „Eurosport 2“ zeigt am Samstag (2. März) zwischen 7:30 und 9:45 Uhr eine Aufzeichnung vom ersten Wettkampftag der Hallen-EM.

  1. Kornelia

    Alina ich drück Dir ganz fest die Daumen. Ich hoffe man kann das Rennen irgendwo sehen. Außer Eurosport

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.