Alina Reh stürmt in Braunschweig zum DM-Titel

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Alina Reh zündet nach zwei Kilometern den Turbo

Die 120. Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft am Wochenende in Braunschweig war wohl die außergewöhnlichste in der langen Tradition der Sportart: Abstand, Hygienevorschriften und maximal 999 Personen auf dem Stadiongelände waren die Regeln aufgrund der Corona-Pandemie. Für den nötigen Abstand sorgte auch Alina Reh (SSV Ulm 1846) im 5000-Meter-Rennen bei heißen 36 Grad am Sonntagnachmittag.

Nach zwei Kilometern hatte die EM-Vierte über 10.000 Meter genug und legte einen Zwischenspurt ein. Dem konnte keine Konkurrentin folgen. So sicherte sich die 23 Jahre alte Laichingerin in 16:08,33 Minuten ganz souverän ihren zweiten DM-Titel nach 2015. Silber ging im Spurt an Rabea Schöneborn (LG Nord Berlin; 16:18,57 min), Bronze an Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg; 16:19,00 min).

Hitzeschlacht im Eintracht-Stadion

„Es war ein spezielles Rennen, eine spezielle Meisterschaft, die trotz aller Vorschriften top organisiert war. Meine Taktik war es, zwei Kilometer mitzulaufen und dann die Attacke zu setzen“, sagte Alina Reh nach ihrem Gold-Coup. Das gelang ihr. Auch wenn es der Langstrecklerin wie allen anderen Konkurrentinnen schwer fiel, bei der Hitze im Eintracht-Stadion die Pace zu halten. „Klar wäre ich gern schneller gelaufen, aber die Zeit war nicht wichtig. Was zählt ist der Titel“, so Alina Reh. Um ihre Leistung einzuordnen: Bei den meisten Rennen über 10 Kilometer absolviert sie beide Streckenhälften schneller als am Sonntag bei der DM die 5000 Meter.

Für Alina Reh geht die „Late Season“ am kommenden Sonntag bei den #TrueAthletics Classics in Leverkusen weiter. Dann testet die Langstrecklerin auf der Meile (1609 m) ihre Grundschnelligkeit. Im Manforter Stadion werden andere Läuferinnen in der Favoritenrolle sein. Für Alina Reh wird es darum gehen, eine gute Gruppe zu finden und die Beine bei der schnellen Mittelstrecken-Pace zu fordern. Die ZDF-Sportreportage überträgt am 16. August das Meeting in Leverkusen, zu dem aufgrund der Corona-Pandemie keine Zuschauer zugelassen sind.

Luis Brandner verpasst mit 10,50 Sekunden das Finale

Er hatte mit dem Finale geliebäugelt. Doch am Ende reichte es für Luis Brandner knapp nicht. Der Sprinter vom LAC Erfurt – Top-Team musste sich bei der 120. Leichtathletik-DM am Samstag in Braunschweig in seinem 100-Meter-Halbfinale mit 10,50 Sekunden und Rang fünf begnügen. Sieben Hundertstel fehlten dem 19-Jährigen damit zum Finaleinzug.

„Das war natürlich nicht die Zeit, die ich mir vorgestellt hatte. Aber leider hat es im Rennen gar nicht gepasst“, sagte der Schüler, der sich vor zwei Wochen in Regensburg auf 10,36 Sekunden gesteigert hatte. Diese Zeit hätte im Finale in Braunschweig zu Platz sechs gereicht. Schnellster Sprinter war im Eintracht-Stadion Deniz Almas (VfL Wolfsburg), der sich in starken 10,09 Sekunden souverän vor Joshua Hartmann (ASV Köln; 10,23 sec) und dem deutschen Rekordhalter und Luis Brandners Trainingspartner Julian Reus (10,26 sec) durchsetze. Der dritte LAC-Sprinter Julian Wagner lief in den Halbfinals auch 10,50 Sekunden. Er verpasste ebenfalls knapp das Finale.

Tom Meier ohne 70-Meter-Wurf

Das Speerwurf-Finale bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am Sonntag in Braunschweig wurde für Tom Meier zum Zielwerfen. Der Athlet vom LC Jena platzierte alle seine sechs Versuche zwischen 66,62 und 68,12 Metern. Damit belegte der Medizinstudent in der Endabrechnung Platz acht. „Klar habe ich mein Ziel Top-8-Platz erreicht. Doch technisch waren die Würfe richtig schlecht. So fehlt dann auch die Weite“, gab sich Tom Meier selbstkritisch. Schließlich war sein Ziel, die persönliche Bestleistung von 73,19 Metern bei der DM zu verbessern.

Wäre ihm das gelungen, hätte es sogar zum Sprung aufs Podium gereicht. Denn aufgrund einiger Absagen war das Speerwurf-Feld nicht so stark besetzt wie in den vergangenen Jahren. So sicherte sich Maurice Voigt (LG Ohra Energie) Bronze mit „nur“ 70,84 Metern. Silber ging bei seinem Saisondebüt nach Verletzung an Vize-Europameister Andreas Hofmann (MTG Mannheim; 77,35 m). Eine Klasse für sich im Eintracht-Stadion war Johannes Vetter. Der WM-Dritte von der LG Offenburg warf den 800-Gramm-Speer auf 87,36 Meter. Kein Athlet weltweit hat in diesem Sommer eine größere Weite erzielt.

Marie Scheppan von Knieverletzung ausgebremst

Für Marie Scheppan (LC Cottbus) war die Leichtathletik-DM am Wochenende in Braunschweig schon vor dem ersten Startschuss beendet. Das 19 Jahre alte 400-Meter-Talent konnte aufgrund einer Knieverletzung nicht am Samstag im Vorlauf antreten. Die entsprechenden MRT-Bilder werden in dieser Woche ausgewertet und werden Aufschlüsse über die Schwere der Verletzung geben. Marie Scheppans Ziel ist es, bei den Deutschen Jugendmeisterschaften vom 4.-6. September in Heilbronn ihren U20-Titel über 400 Meter zu verteidigen.

2 Antworten

  1. Michael Daun

    Liebe Alina,
    herzlichen Glückwunsch zum zweiten DM-Titel nach 2015 über 5000 Meter
    in 16:08,33 Minuten. Meine Freude ist riesig du sahst wie immer ganz toll aus liebe Alina und an deinem Laufstil der ganz hervorragend ist, aber auch gar nichts auszusetzen ist, es gibt nicht Langstreckenläuferinnen in Europa die einen schöneren Laufstil haben. Vor dem Fernseher habe ich mitgefiebert aber wie ich vorhergesagt habe du warst für mich als „total begeisterter Fan“ von dir kaum im Bild weil technische Disziplinen Vorrang hatten.Die 5000 Meter der Männer waren mehr im Bild am Vortag. Die Speerwerfer und Malaiko Mihambo auch wiederholt wie Malaiko aus der Sandgrube steigt. Und zum Trainer geht und sich den Sand abstreift, Speerwerfer in Zeitlupe. So sah ich dich liebe Alina im Läuferinnen Feld durch das Bild huschen und nach circa 8 Minuten Laufzeit habe ich dich allein gesehen und bei 4000m die Digitalanzeige und dann beim nächsten Schwenk zu den 5000 Meter Läuferinnen hörte ich die Glocke und du liebe Alina warst im Bild ich freute mich sehr für dich liebe Alina und deine Befürchtungen Denise Krebs könnte deinen Sieg gefährden traf ja auch nicht zu.Und dein Trainer Andre Höhne hatte im Ziel gleich Wasser für dich zur Abkühlung und für dich die erforderliche Wasserflasche alles erdenklich Gute wünsche ich dir gute Erholung bis zum Sonntag in Leverkusen über die Meile 1609 Meter.
    Viele herzliche Grüße
    Michael

  2. Michael Daun

    Mir ist leider ein Druckfehler unterlaufen natürlich muss es in dem obigen Artikel heißen Malaika Mihambo.
    Viele Grüße
    Michael Daun

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