Amanal Petros: Trotz Ausstieg winkt das EM-Ticket

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Für Amanal Petros endete die Diamond League-Premiere am Donnerstagabend in Oslo vorzeitig. Nach etwas mehr als der Rennhälfte stieg der Langstreckler vom SV Brackwede über 10.000 Meter aus. Denn anders als so häufig in Norwegens Hauptstadt waren die Bedingungen für die Langstreckler nicht günstig. So zeigte das Thermometer beim Start um 19:10 Uhr im Bislett-Stadion noch 27 Grad an. Von der 13 gestarteten Läufern kamen nur sieben ins Ziel. „Es war wirklich richtig heiß. Trotzdem lief es bis 5000 Meter ganz gut. Doch dann hat die Rückseite des linken Beins zugemacht. Da konnte ich meinen Schritt nicht mehr ziehen“, nannte Amanal Petros den Grund für seinen Ausstieg. Neben dem Sportsoldaten ging auch Arne Gabius (Therapie Bottwartal) frühzeitig aus dem Rennen.

Auch Arne Gabius kommt nicht ins Ziel

Der Ausstieg ist gleichbedeutend mit dem EM-Aus für den deutschen Marathon-Rekordler. „Drei Wochen Vorbereitung waren einfach zu wenig, um die EM-Norm zu knacken. Damit wird die EM in Berlin ohne mich stattfinden“, schrieb Arne Gabius auf Instagram. Damit dürfte Amanal Petros die EM-Fahrkarte über 10.000 Meter nicht mehr zu nehmen sein. Schließlich hatte der 23-Jährige Ende April in Portugal seine Bestzeit auf 28:29,78 Minuten gesteigert.

Nur Richard Ringer schneller als Amanal Petros

Da momentan in Deutschland nur Europacup-Sieger Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen) schneller ist, dürfte dem Bielefelder der EM-Start sicher sein. Denn bis zum Ende des Nominierungszeitraums am 1. Juli gibt es für die Berlin-Aspiranten wie Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt) kaum eine Chance mehr auf ein schnelles 10.000-Meter-Rennen, um die Norm von 28:55,00 Minuten zu unterbieten. Die längste Bahndistanz wird traditionell im April und Mai gelaufen, wenn die Temperaturen noch nicht so hoch sind.

Die 10.000 Meter wurden in Oslo für Norwegens neuen Lauf-Star Sandre Moen ins Programm genommen. Der Marathon-Europarekordler (2:05:48 h) lief in für ihn ordentlichen 28:37,92 Minuten auf Rang fünf. Der Sieg ging an den eigentlich als Pacemaker vorgesehenen Kenianer Dominic Kiptarus (28:05,34 min). Er setzte sich knapp vor Stewart McSweyn (Australien; 28:05,37 min) und dem starken Schweizer Julien Wanders (28:07,15 min) durch.

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