Bestzeit für Blanka Dörfel, gute Rennen von Sina Kammerschmitt

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Blanka Dörfel lässt sich auch vom Regen nicht stoppen

Selbst ein heftiger Regenschauer mitten im Rennen konnte Blanka Dörfel am Freitagabend nicht stoppen: Die Langstrecklerin vom SCC Berlin biss im heimischem Mommsenstadion trotz widriger Bedingungen beim „Summer Run & Jump“ die Zähne zusammen und stürmte mit 16:13,47 Minuten zu einer neuen 5.000-Meter-Bestzeit.

Damit blieb die 19-Jährige gleich unter zwei wichtigen Normen: Sowohl die Vorgabe für die U20-Europameisterschaften vom 15. bis 18. Juli in Tallinn (Estland) von 16:45,00 Minuten als auch die Vorgabe für die U20-Weltmeisterschaften vom 17. bis 22. Juli in Nairobi (Kenia) von 16:26,00 Minuten unterbot die Schülerin klar. In diesem Jahr sind ausnahmsweise zwei internationale U20-Meisterschaften geplant, da die U20-WM aufgrund der Corona-Pandemie von 2020 auf dieses Jahr verschoben werden musste. Gleichzeitig verbesserte Blanka Dörfel den fast 30 Jahre alten Berliner U20-Rekord von SCC-Läuferin Constanze Effler um 3,08 Sekunden.

„Es hat zwischendurch komplett runtergeschüttet. Klar, dass es dadurch am Ende hart wurde. Trotzdem war das Rennen insgesamt sehr flüssig“, sagte eine völlig durchnässte Blanka Dörfel nach ihrem ersten Zwölfeinhalb-Runden-Rennen der Saison. Mit ihrer Siegerzeit schob sich die SCC-Läuferin auf Platz zwei der europäischen U20-Jahresbestenliste. Nur die Spanierin Carla Dominguez ist mit 16:09,05 Minuten in diesem Jahr bisher schneller gelaufen.

Sina Kammeschmitt sprintet 11,76 Sekunden mit zu viel Rückenwind

Mit ordentlich Wind und kühlen Temperaturen hatten die Sprinter am Samstag bei der „B&S Kurpfalzgala“ in Weinheim zu kämpfen. Da die Laufbahn in beide Richtungen nutzbar ist, wehte der Wind bei den meisten Läufen von hinten – allerdings häufig stärker als die für die Bestenlisten erlaubten 2,0 Meter/Sekunde. So hatte Sina Kammerschmitt (TG Worms) im 100-Meter-Finale der U20 gleich eine Unterstützung von 3,6 Meter pro Sekunde.

„So extrem habe ich das aber gar nicht gespürt. Ich dachte vielmehr, dass der Wind von der Seite kommt“, so die Schülerin nach ihrem 11,76-Sekunden-Sprint. Damit musste sich die 17-Jährige nur Antonia Dellert (Sprintteam Wetzlar; 11,56 sec) geschlagen geben. Die mit ihr zeitgleiche Sophie Bleibtreu (TV Wattenscheid 01) fing Sina Kammerschmitt dank ihrer starken letzten Meter noch quasi auf dem Zielstrich ab.

Im Vorlauf eine knappe Stunde zuvor hatte die Schülerin das Rennen bei nahezu herrschender Windstille in 11,90 Sekunden für sich entschieden. „In diesem Lauf war mein Finish sogar noch ein bisschen stärker“, sagte der Schützling von Fabian Weiland. Auf ihre Stärke im „fliegenden Bereich“ kann sich Sina Kammerschmitt also weiterhin verlassen. An der Reaktionszeit und den ersten Beschleunigungsschritten wird sie weiter arbeiten. Bis zu den entscheidenden Qualifikationsrennen für die U20-EM und U20-WM am ersten Juli-Wochenende bei der Junioren-Gala in Mannheim bleiben noch einige Wochen Zeit, um weiter an der Form zu feilen.

Muskelproblem bremst Luis Brandner aus

Für Luis Brandner war das 100-Meter-Rennen beim top-besetzten „Anhalt-Meeting“ am Freitagabend in Dessau schon nach wenigen Schritten beendet. Der Sprinter vom Top Team Thüringen spürte bei frischen Temperaturen und böigem Wind, dass die Adduktoren-Muskeln an diesem Abend nicht für Höchstleistungen in Form waren.

„Ich habe schnell eine Verhärtung im Oberschenkel gespürt. Da war an Weiterlaufen nicht mehr zu denken“, sagte der 20-Jährige. Zugleich gab der Erfurter direkt Entwarnung. „Es ist dürfte nichts Gravierendes sein. Bis zu den Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen dürfte ich wieder voll fit sein“, sagte Luis Brandner. Der Sieg im Finale ging in Dessau an Mudiyanselage Abeykoon. Der Sprinter aus Sri Lanka setzte sich bei ordentlich Rückenwind (+2,2 m/sec) vor Joris van Gol (Niederlande; 10,25 sec) und dem schnellsten Deutschen Yannick Wolf (LG Stadtwerke München; 10,31 sec) durch.

Dass auch bei Luis Brandner die Form passt, hat der Student vergangene Woche bei seinem Saisoneinstand in Mannheim mit 10,41 Sekunden bewiesen. Nur zweimal war der Sprinter in seiner Karriere schneller. Gleichzeitig verpasste er damit die Norm für die U23-EM Mitte Juli in Bergen (Norwegen) nur um eine Hundertstelsekunde. Wobei seit Freitag fraglich ist, ob in diesem Jahr eine U23-EM ausgetragen wird. Grund sind strenge Quarantänevorschriften für Einreisen aus dem Ausland nach Norwegen, eine Ausnahmeregelung für die EM gibt es nicht. Der veranstaltende europäische Leichtathletik-Verband EA kündigte daraufhin an, die Suche nach einem alternativen Ausrichter für die Titelkämpfe aufzunehmen. Wenn möglich soll die U23-EM nach den Olympischen Spielen Mitte August ausgetragen werden.

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