Desiree Singh fliegt zur Bestleistung

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Sie war richtig geschafft – und trotzdem überglücklich. Als Stabhochspringerin Desiree Singh (LG Lippe-Süd) am Samstag bei der Hallen-DM in Leipzig den Innenraum verließ, hatte sie Großes vollbracht. Trotz einer hartnäckigen Erkältung schraubte sich die 19-Jährige im dritten Versuch über 4,26 Meter – Bestleistung und Rang acht! „Das ist ein tolles Ergebnis. Ich war wirklich richtig heftig erkältet und wusste am Vormittag noch gar nicht, ob ich überhaupt starten könnte. Erst der Arzt hat mir grünes Licht gegeben“, sagte die Schülerin.

Die jüngste DM-Starterin im Stabhochsprung-Feld war – typisch Erkältung – nur schwer in den Wettkampf gekommen. Für 3,91 Meter brauchte sie zwei, für 4,06 Meter sogar drei Anläufe. Doch dann lief es vor rund 4000 Zuschauern plötzlich besser. Singh setzte die Vorgaben ihres Trainers Olaf Hilker um und schraubte sich gleich im ersten Anlauf über 4,16 Meter – die zweitbeste Hallen-Höhe ihrer Karriere. Doch das sollte noch nicht alles sein. Als sie im dritten Versuch über 4,26 Meter flog, schallte ihr lauter Jubelschrei durch die Leipziger Arena.

„Ich kann so langsam wieder das Technikbild umsetzen. Das ist eine tolle Vorlage für den Sommer“, freute sich die angeschlagene Desiree Singh nach Platz acht und ergänzte: „Das war ein genialer Wettkampf, ich wollte nur nicht Letzte werden und nun fahre ich mit einer neuen Bestleistung nach Hause.“ Der Sieg ging in Leipzig an die favorisierte Silke Spiegelburg. Aber die Leverkusenerin musste lange kämpfen, um sich mit 4,61 Metern durchzusetzen. Nach dem Wettkampf musste sie sogar mit Kreislaufproblemen behandelt werden. Silber ging höhengleich an Kristina Gadschiew (LAZ Zweibrücken). Sie hatte in der Endabrechnung einen Fehlversuch mehr auf dem Konto. Bronze sicherte sich Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen) mit 4,51 Metern. Dieselbe Höhe übersprang die Leverkusenerin Katharina Bauer als Vierte.

Als Vorlaufschnellster ist Patrick Zwicker ins 800-Meter-Finale der Hallen-DM eingezogen. Am Samstag rannte er 1:49,30 Minuten und empfahl sich für eine Medaille am Sonntagnachmittag. „Das wird aber ein ganz enges Rennen. Doch ich bin optimistisch. Ich habe mich gut gefühlt und das Rennen offensiv gestaltet“, sagte der Rehlinger nach seiner DM-Premiere bei den Männern.

Während am Wochenende in Leipzig die Titel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften vergeben wurden, war Maya Rehberg (SC Rönnau) am Wochenende viele Tausend Kilometer weit entfernt im Einsatz. Und das mit Erfolg. Die Langstrecklerin lag bei den regionalen Hochschulmeisterschaften am Freitag in New York vorn. Über 5.000 Meter war sie in 17:17,57 Minuten nicht zu schlagen. Außerdem lag sie mit der Medley-Staffel des Iona College vorn (12:00,77 min). Sie hatte ihr Team über die 1600-Meter-Distanz ins Rennen geschickt. Überbewerten wollte sie die Siege aber nicht. „Das war eher ein Trainingswettkampf, auch wenn es über 5000 Meter nicht einfach war. Schließlich sind es 25 Hallenrunden, die ich fast komplett allein absolvieren musste“, sagte Rehberg zu ihrem Hallen-Debüt auf dem ganz langen Kanten.

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