DM in Braunschweig: Blanka Dörfel mit Bestzeit Sechste, Luis Brandner im Pech

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Blanka Dörfel vom Trackteam BURG-WÄCHTER läuft bei der DM in Braunschweig über 5000 m auf Platz sechs
Mittendrin in der deutschen Laufspitze: Blanka Dörfel behauptet sich bei den Deutschen Meisterschaften als Sechste über 5.000 Meter mit Bestzeit. (Foto: Iris Hensel)

Ihre Feuertaufe auf großer Leichtathletik-Bühne hat Blanka Dörfel mit Bravour gemeistert. Das 19 Jahre alte Lauf-Talent vom SCC Berlin ließ sich von der starken Konkurrenz bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig nicht schocken und lief am Sonntagnachmittag mit neuer 5.000-Meter-Bestzeit von 15:56,74 Minuten auf Rang sechs. Damit steigerte die Schülerin ihre erst wenige Wochen alte Bestleistung um knapp 17 Sekunden.

Blanka Dörfel findet die perfekte Gruppe

„Es war eine super Stimmung, da ja wieder Zuschauer ins Stadion durften. Im Rennen habe ich eine perfekte Gruppe erwischt und konnte gut mitlaufen. Dass es aber unter 16 Minuten werden würde, damit habe ich nicht gerechnet“, jubelte Blanka Dörfel nach dem Rennen, in das sie als jüngste Starterin gegangen war. Selbst der Bronzerang von Denise Krebs (TSV Bayer 04 Leverkusen; 15:51,29 min) war nur knapp fünf Sekunden entfernt.

Ganz vorn entschied Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) das Rennen mit einem pfeilschnellen letzten Kilometer in 15:26,74 Minuten für sich. Die Hindernislauf-Europameisterin hatte am Samstag im Eintracht-Stadion schon ihre Spezialstrecke gewonnen und ließ am Sonntag den zweiten Titel folgen. Silber ging an die lange Zeit Führungsarbeit leistende Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg; 15:39,33 min). Hinter der drittplatzierten Denise Krebs belegten mit Bestzeit Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg; 15:52,95 min) und Rabea Schöneborn (LG Nord Berlin; 15:53,88 min) die weiteren Plätze.

Nächstes Ziel: U20-EM

Während es für viele Top-Athleten in Braunschweig um die Olympia-Tickets für Tokio ging, hat Blanka Dörfel für die kommenden Wochen natürlich andere Ziele. Für sie stehen Mitte Juli die U20-Europameisterschaften in Tallinn (Estland) und im August die U20-Weltmeisterschaften in Kenias Hauptstadt Nairobi auf dem Programm. Für beide Meisterschaften hat das momentan stärkste deutsche Lauf-Talent die geforderten Normen natürlich klar unterboten.

Er war der achtschnellste 100-Meter-Sprinter in den Vorläufen der Deutschen Meisterschaften am Samstag in Braunschweig. Doch die 10,47 Sekunden von Luis Brandner (Top Team Thüringen) sollten im Eintracht-Stadion nicht für einen Platz im Finale der besten Acht reichen. Grund war der Qualifikations-Modus, da sich die ersten beiden Läufer der drei Vorläufe direkt fürs Finale qualifizierten und es nur zwei Sprinter über die Zeit in den Endlauf schafften. Luis Brander war „nur“ Drittschnellster über die Zeitregel.

Luis Brander kann nicht voll durchziehen

„Das ist natürlich schade. Allerdings hätte ich wohl zum Finale gar nicht mehr antreten können, weil meine Adduktoren geschmerzt haben. Ich konnte im Vorlauf gar nicht voll durchziehen, weil ich keine gravierendere Verletzung riskieren wollte“, sagte der Student, der aufgrund der muskulären Probleme auch auf die 200 Meter am Sonntag verzichtete.

Nun heißt es, in den kommenden Tagen die Ursache für die Adduktorenprobleme ausfindig zu machen. Denn eigentlich passt die Form. Auch in Braunschweig waren Start und Beschleunigung sehr gut. „Ich habe mich super gefühlt im Training. Nur leider kann man im Training nicht die volle Belastung aus dem Wettkampf simulieren“, so Luis Brandner. Sein nächstes großes Ziel sind die Deutschen U23-Meisterschaften in drei Wochen in Koblenz. Dann geht’s um die Tickets für die U23-Meisterschaften Mitte Juli in Estlands Hauptstadt Tallinn.

Schnellster Sprinter im Braunschweiger DM-Finale war Marvin Schulte. Der Leipziger lief in 10,19 Sekunden zu seinem ersten DM-Titel knapp vor Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV; 10,20 sec), Bronze ging zeitgleich an Niels Torben Giese (VfL Wolfsburg) und Joshua Hartmann (ASV Köln, beide 10,30 sec). Luis Brandners Vereins- und Trainingspartner Julian Reus lief im Finale in 10,37 Sekunden auf Platz sieben.

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