Jugend-DM: Doppel-Gold mit Silber-Rand

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Zwei Titel, einmal Rang zwei: So lautet die beachtliche Bilanz des Trackteam-Trios bei den Deutschen Jugendmeisterschaften am Wochenende in Mönchengladbach. Nach den zwei Silbermedaillen vor Wochenfrist bei der U20-WM in Barcelona war die DM-Ausbeute schon das zweite Top-Resultat binnen weniger Tage.

Hochsprung-Überflieger Falk Wendrich (LAZ Soest) war in Mönchengladbach auch von der nassen Anlaufbahn nicht zu stoppen. Mit 2,13 Metern setzte sich der 17-Jährige am Freitagabend mit zwölf Zentimetern Vorsprung durch. „Soweit ich weiß, ist noch nie ein Deutscher U18-Meister höher gesprungen“, sagte Wendrich nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung.

Dass es mit den 2,18 Metern im Grenzlandstadion nicht klappte, lag auch einem Wolkenbruch kurz vor dem Hochsprung-Finale. „Bei zwei Versuchen war es im Anlauf zu rutschig, um eine Chance zu haben. Der dritte Sprung war deutlich besser und nur knapp gerissen“, beschrieb der Schüler seinen Wettkampf.

Neben der Gold-Medaille gab es für Falk Wendrich noch zwei weitere Auszeichnungen. So wurde er vom Förderverein „Freunde der Leichtathletik“ für die beste U18-Leistuneg geehrt. Außerdem verpflichtete ihn Meeting-Chef Peter Schramm für den Hochsprung-Klassiker in Eberstadt Mitte August – für das Männer- nicht das Jugendfeld wohlgemerkt!

„Ich freue mich wahnsinnig, dort dabei zu sein. Schon 2011 war die Atmosphäre beim Jugendspringen gigantisch“, schaut der U20-Vize-Weltmeister schon auf den 18. August. Bei der geplanten Olympiarevanche unterm Eberfürst wird der 17-Jährige natürlich nicht um Sieg mit mitspringen. Dafür kann er sich das ein oder andere technische Details bei den Top-Stars aus der ersten Reihe abschauen.

Den besten Versuch hob sich Lena Malkus – natürlich – bis zum Ende auf. Als ihr der Weitsprung-Titel bei der Jugend-DM nicht mehr zu nehmen war, katapultierte sich die Münsteranerin im Grenzlandstadion auf 6,54 Meter und krönte das gelungene „Projekt Titelverteidigung“. „Ich wollte unbedingt noch einmal eine Top-Weite anbieten, das ist mit gelungen“, jubelte die Abiturientin. Schon beim mit Silber belohnten WM-Finale vor einer Woche in Barcelona hatte sie mit 6,80 Metern (2,7 m/sec Rückenwind) einen fantastischen sechsten Versuch hingelegt.

Lena Malkus sprang als Jugendmeisterin übrigens fünf Zentimeter weiter als die Deutsche Frauen-Meisterin Mitte Juni in Wattenscheid. Silber ging mit 6,28 Metern an die Deutsche Jugend-Hallenmeisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz), Bronze sicherte sich Siebenkämpferin Annika Gärtz (LV 90 Erzgebirge) mit einer Steigerung auf starke 6,24 Meter.

Nach U20-WM und Jugend-DM ist für die 18-Jährige die Saison aber noch lange nicht zu Ende. Am kommenden Wochenende springt Lena Malkus bei der Junioren-DM in Kandel um den nächsten Titel. An diese U23-Meisterschaften hat sie gute Erinnerungen. Schließlich gewann die Münsteranerin schon 2011 den deutschen Junioren-Titel. Und das mit ihrer bis heute gültigen persönlichen Bestleistung von 6,70 Metern.

Nach ihrem enttäuschenden neunten Platz bei der U20-WM in Barcelona hat sich Lilli Schnitzerling bei der Jugend-DM in Mönchengladbach eindrucksvoll rehabilitiert. Mit 4,15 Metern musste sich die Stabhochspringerin im Grenzlandstadion nur Anjuli Knäsche geschlagen geben. Hätte die Kielerin die Siegeshöhe von 4,20 Metern im dritten Anlauf nicht gemeistert, wäre die Springerin der LG Lippe-Süd nach zwei Titeln in der Halle erstmals im Freien Deutsche Jugendmeisterin geworden. „Wir haben nach der WM in Barcelona ganz normal trainiert. Da hat Lilli schon gezeigt, dass sie viel drauf hat“, wusste Trainer Olaf Hilker um die Stärke seiner Athletin.

Lilli Schnitzerling hätte sich natürlich gern mit DM-Gold aus der Jugendklasse verabschiedet, doch mit einer Steigerung ihres Hausrekords um zehn Zentimeter auf 4,30 Meter und mit JDM-Gold in der Halle liegt trotzdem ein sehr gutes Jahr hinter der Schülerin. „Nach den beiden Höhepunkten ist nun die Saison für mich zu Ende. Das war vorher so abgesprochen“, sagte Lilli Schnitzerling. Ihren nächsten Wettkampf wird die 18-Jährige damit im kommenden Jahr in der Frauen-Klasse bestreiten. Nach ihren Höhenflügen in Wettkampf und Training in diesem Jahr darf man schon auf 2013 gespannt sein.

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