Drei Goldmedaillen an DM-Tag zwei

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Nach drei Bronzemedaillen am Samstag legte das Trackteam Burg-Wächter am zweiten Tag der Deutschen Meisterschaften in Nürnberg noch eine Schippe drauf. Robin Schembera (800 Meter), Sophie Krauel (Weitsprung) und Sabrina Buchrucker mit der Jugendstaffel des TSV Bayer 04 Leverkusen errangen den Titel.

Schembera trotzte vor rund 15.000 Zuschauern dem großen Regen und lief in 1:51,47 Minuten zum ersten Freiluft-Gold. Erst auf den letzten 50 Metern rang der 19-Jährige vom TSV Bayer 04 Leverkusen den sechsmaligen Titelträger René Herms nieder. Der Braunschweiger holte wie 2007 Silber (1:52,65) vor seinem Vereinskameraden Sören Ludolph (1:52,12). „Wenn ich hinter René laufe, habe ich immer Angst nicht mehr vorbeizukommen. Es war ein harter Kampf“, sagte Schembera. Zusammen mit Herms hatte er im Vorlauf am Tag zuvor die Norm für die Olympischen Spiele (1:45,50) attackiert und verpasst.

Die schlechte Nachricht gab’s bei der Weitsprungkonkurrenz bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg vorweg: Bianca Kappler (LC asics Rehlingen) riss sich beim Aufwärmen die Achillessehne und wird lange ausfallen. Von dieser Meldung war auch die Konkurrenz geschockt. Fehlversuch reihte sich an Fehlversuch. „Wir haben natürlich mitbekommen, dass Bianca sich verletzt hat und waren alle ziemlich durch den Wind“, sagte Sophie Krauel (TuS Jena).

Die 23-Jährige legte ihre Unsicherheit bei ihrer ersten DM aber rechtzeitig ab. Nach zwei ungültigen Versuchen sprang sie mit 6,37 Meter ins Finale. Die Weite hätte schon zum Sieg gereicht, aber sie legte noch 6,40 Meter nach. Überraschend ging Silber mit 6,30 Meter und Saisonbestweite an Kathrin van Bühren (Kevelaerer SV). Zwei Zentimeter weniger reichten Angela Dies (Bayer Leverkusen) zu Bronze. „Ich bin ziemlich glücklich. Ich habe zwar mit einer Medaille geliebäugelt, aber nie an Gold gedacht“, sagte Krauel.

Dass sie von einer Verletzung ihrer Konkurrentin profitierte, machte Krauel aber auch ein wenig traurig. „Bianca war die Favoritin und sie hätte sicher gewonnen. Es tut mir so leid für sie.“ Tröstende Worte einer Athletin, die selbst zwischen Juli 2004 und Januar 2008 keinen Wettkampf bestreiten konnte.

Einen souveränen Sieg für die 3×800-Meter-Staffel des TSV Bayer 04 Leverkusen brachte Schlussläuferin Sabrina Buchrucker nach Hause. Mit 6:38,19 Minuten lag das Trio mehr als sechs Sekunden vor der LG Tuttlingen Fridingen (6:44,77) und dem LAV Rostock (6:49,99).

„Ich wollte unbedingt den Titel mit unserer Staffel. Das hat geklappt und ich bin ziemlich glücklich“, sagte die 19-Jährige. Neben der Abiturientin zählten Lena Klaassen, Christina Kröckert und die im Vorlauf eingesetzte Julia Grüter zum Leverkusener Team. Nun bereitet sich Buchrucker auf die Jugend-DM in zwei Wochen in Berlin vor. Dort startet sie wieder über ihre Spezialstrecke, die 800 Meter.

Knapp an einer Medaille vorbei schrammte Till Helmke. Dem Sprinter vom TSV Friedberg-Fauerbach blieb über 200 Meter in 20,87 Sekunden nur der undankbare vierte Platz. Gold ging an Titelverteidiger Daniel Schnelting (20,54 s) vor Alexander Kosenkow (20,57 s) und Aleixo Platini Menga (20,70). „Ich habe wirklich alles gegeben und bin am Ende noch ein bisschen aufgekommen“, analysierte Helmke das Rennen. Trotzdem war es ein bisschen frustriert, dass er nicht an seine Saisonbestzeit von 20,71 Sekunden heran.

Obwohl es nicht zur Medaille reichte, wird Helmke wohl zu den sechs deutschen Sprintern zählen, die zum Staffelpool für die Olympischen Spiele im August gehören. „Darauf habe ich hintrainiert.“ Nach den Spielen in Athen vor vier Jahren könnte Peking der zweite Olympia-Auftritt für den 24-Jährigen Hessen werden.

Auf dem Weg zu seinem vierten Deutschen Meistertitel nach 2003 bis 2005 wurde Christian Duma (LG Eintracht Frankfurt) in Nürnberg nach der fünften Hürde unsanft aus der Bahn geworfen. Nach dem Überlaufen zog es im Beuger – vermutlich ein Muskelfaserriss. Der 26-Jährige musste so alle Medaillenambitionen begraben. Den Sieg sicherte sich Lars Birger Hense (TSV Friedberg-Fauebach) 50,81 Sekunden.

Eine neue persönliche Bestzeit stelle Anne-Kathrin Elbe über 200 Meter auf. Nach 23,92 Sekunden lag sie im Vorlauf geplättet auf dem Boden. „Für mich ist diese Strecke echt lang“, sagte die Sprinterin vom TSV Bayer 04 Leverkusen. Im Finale war dann die Luft raus: 24,32 Sekunden und Platz acht. Der Sieg ging im strömenden an Elbes Vereinskameradin Mareike Peters (23,62 s).

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