Trio trumpft auf: Top-Zeit, EM-Norm, Bestweite

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Starker Saisonauftakt von Gina Lückenkemper: Die Sprinterin vom LAZ Soest startete am Sonntag mit der deutschen U20-Staffel beim Meeting in Pliezhausen in den Leichtathletik-Sommer 2015. Über 4×100 Meter lief die Schülerin zusammen mit Lisa-Marie Kwayie (Neuköllner SF), Lisa Mayer (LG Langgöns-Oberkleen) und Chantal Butzek (LC Paderborn) 43,82 Sekunden und damit eine absolute Weltklassezeit für die U20-Klasse. Den 2011 von einer deutschen Staffel aufgestellten Europarekord verpasste das Quartett nur um vier Zehntel.

Der Start in Pliezhausen war der Abschluss eines Kaderlehrgangs der besten deutschen Nachwuchssprinterinnen. Dort sollte die Norm für die U20-EM Mitte Juli in Eskilstuna (Schweden) unterboten werden. Das gelang Lückenkemper & Co. deutlich. Mehr als anderthalb Sekunden blieb das DLV-Quartett unter der Vorgabe und schob sich mit der Spitzenzeit von 43,82 Sekunden in die Favoritenrolle für Eskilstuna.

Damit aber noch lange nicht genug: Vier Stunden später brillierte Lückenkemper auf den 300 Metern. Für die selten gelaufene Distanz benötigte die 18-Jährige lediglich 37,11 Sekunden und setzte sich damit sogar in der Frauen-Konkurrenz durch. Rang zwei ging an die 400-Meter-Spezialistin Laura Müller (LSG Saarbrücken-Sulzbachtal; 37,55 sec). Die Deutsche 800-Meter-Meisterin Christina Hering (LG Stadtwerke München; 39,06 sec) wurde Vierte.

Trotz der starken Leistung auf der Überdistanz liebäugelt die 200-Meter-Spezialistin keineswegs mit dem Wechsel auf die Stadionrunde. „Es waren zwei tolle Rennen, aber trotz der guten 300-Meter-Zeit bleibe ich den kurzen Sprintstrecken treu“, sagte Lückenkemper. In welche Zeit sie ihre gute Form auf den 200 Metern umsetzen kann, wird die Soesterin in zwei Wochen zeigen. Dann plant Gina Lückenkemper in Weinheim mit einem Start auf ihrer Spezialstrecke.

Klasse-Siebenkampf im kalten Kreuztal: Celina Leffler (SSC Koblenz-Karthause) hat am Wochenende einen bravourösen Saisoneinstand in ihrer Spezialdisziplin hingelegt und ganz locker die Norm für die U20-EM Mitte Juli in Eskilstuna (Schweden) übertroffen. Die 19-Jährige siegte souverän mit 5835 Punkten, damit sammelte die U18-Weltmeisterin nur elf Zähler weniger als bei ihrer Bestleistung im vergangenen Jahr. „Ich hätte gern eine neue Bestleistung aufgestellt. Doch dazu habe ich speziell im Weitsprung zu viele Punkte liegen gelassen. Wichtig ist jedoch, dass ich die Norm für die U20-EM deutlich übertroffen habe. Dort möchte ich in Topform antreten“, sagte die Vierte der U20-WM von 2014.

Trotz kühler Witterung hatte Celina Leffler am ersten Tag des Siebenkampfes die Grundlage für 5900 Punkte plus X gelegt. Nach 13,96 Sekunden über 100 Meter Hürden folgten 1,73 Meter im Hochsprung und ihr erster 13-Meter-Stoß mit der Kugel (13,19 m). Zum Abschluss ließ die sprintstarke Siebenkämpferin glatte 24,00 Sekunden über 200 Meter folgen. Das machte nach Tag eins 3596 Zähler und damit mehr als je zuvor für die Koblenzerin. „Die Hürden haben sich sogar noch ein wenig schneller angefühlt. Glücklich bin ich über die Bestleistung mit der Kugel und der 200-Meter-Zeit bei wirklich nicht guten Bedingungen“, sagte Leffler.

Am zweiten Tag ärgerte sich die Medizinstudentin etwas über ihre Weitsprung-Leistung: „Die 5,83 Meter haben mir sonst sichere Punkte gekostet“, sagte die 6,32-Meter-Springerin. Zufrieden war sie hingegen mit ihrer Speerwurf-Leistung von 41,05 Metern, bevor Leffler den Siebenkampf mit 2:25,21 Minuten über 800 Meter zu Ende gehen ließ. „Auch das geht deutlich schneller“, gab sich die Koblenzerin selbstkritisch. Doch insgesamt hinterließ die Mehrkämpferin in Kreuztal einen starken Eindruck. Schließlich setzte sich Leffler klar gegen ihre stärkste deutsche Konkurrentin Louisa Grauvogel (TV Ottweiler; 5653 Punkte) durch und stellte einmal mehr unter Beweis, dass sie schon in diesem Jahr für eine Leistung im Bereich von 6000 Punkten gut ist.

Mit einer Bestleistung im Gepäck hat Tom Meier die Rückreise von den Halleschen Werfertagen angetreten. Das Speerwurf-Talent des LC Jena beförderte am Samstag das 800-Gramm-Gerät gleich im ersten Anlauf auf 65,56 Meter und damit einen halben Meter weiter als zuvor. Das reichte im gut besetzten Feld zu Platz drei. Nur der Potsdamer Dominic Strauß (66,89 m) und Marian Spannowsky (TuS Metzingen; 66,55 m) waren auf der Sportanlage Brandenberge besser.

„Ich freue mich über die Bestleistung, auch wenn ich von der perfekten Technik weit entfernt war“, sagte der Deutsche U18-Meister. Speziell der Übergang vom Stemmen zum Abwurf macht Meier momentan Probleme. „Ich stelle das Stemmbein zu weit nach außen. Dadurch verliere ich an Spannung und der Oberkörper knickt weg“, erklärt der ehemalige Inhaber der deutschen U18-Bestleistung. Meiers Marke von 76,80 Metern wurde am zweiten Tag der Halleschen Werfertage regelrecht pulverisiert. Niklas Kaul (USC Mainz) warf den 700-Gramm-Speer am Sonntag auf 83,94 Meter und damit weiter als alle anderen U18-Athleten Europas jemals zuvor.

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