Erfurt: Blanka Dörfel schnell wie nie, Marie Scheppan mit Comeback

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Blanka Dörfel steigert sich um fünf Sekunden

Blanka Dörfel (SCC Berlin) vom Trackteam Burg-Wächter
Blanka Dörfel lief im ersten Hallenrennen des Jahres gleich eine neue Bestzeit.

Erster Start im neuen Dress, erste Bestzeit: Langstrecklerin Blanka Dörfel hat bei ihrem ersten Rennen im Trikot des SCC Berlin direkt überzeugt. Die 18-Jährige steigerte am Dienstagnachmittag beim 8. Erfurt Indoor ihre 3000-Meter-Bestzeit gleich um knapp fünf Sekunden auf 9:20,61 Minuten. Auch im Freien war sie noch nie schneller.

Damit belegte die 18-Jährige als beste U20-Starterin in der Hartwig-Gauder-Halle Platz drei. Im Spurt um den Sieg setzte sich die WM-Dritte im Sprint-Triathlon Laura Lindemann (SC Potsdam) in 9:14,67 Minuten vor Kristina Hendel (LG Braunschweig; 9,17,90 min) durch. Beide stellten wie Blanka Dörfel eine neue Bestzeit auf. „Das Rennen hat sich schon ziemlich gut angefühlt, auch wenn das Tempo zu Beginn sehr schnell war“, sagte Blanka Dörfel.

Erstes Rennen für den SCC Berlin

Die Läuferin war Ende 2020 vom LC Cottbus zum SCC Berlin gewechselt. Dort trainiert die 18-Jährige bei Dieter Hogen. Der 67-Jährige ist ein erfahrener Langstreckentrainer und führte bereits in den 1990er-Jahren Uta Pippig in die Marathon-Weltspitze und zu drei Siegen beim prestigeträchtigen Boston-Marathon. Ob und wann Blanka Dörfel in diesem Winter weitere Hallenrennen bestreitet, steht momentan noch nicht fest. Aufgrund der Corona-Pandemie finden nur sehr wenige Meetings und Meisterschaften statt. So werden auch die Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in diesem Winter nicht ausgetragen.

Marie Scheppan dicht dran an der Bestzeit

Nach überstandener Verletzungspause hat sich Marie Scheppan am Dienstag beim 8. Erfurt Indoor zurückgemeldet. Die Viertelmeilerin vom LC Cottbus belegte in einem extrem starken Wettbewerb, der einer Deutschen Meisterschaft würdig war, in der Endabrechnung von drei 400-Meter-Zeitläufen Rang neun. In 55,17 Sekunden verpasste die 19-Jährige ihre Hallenbestzeit nur um knapp zwei Zehntelsekunden. Durch die ungünstige Innenbahn musste die 1,82 Meter große Läuferin mit dem extrem engen Kurvenradius klarkommen und konnte so nicht ihren langen Schritt ziehen.

„Klar wäre ich gern schneller gelaufen. Für das erste Rennen nach den Oberschenkelproblemen war es aber in Ordnung. Auf der zweiten Runde habe ich gezeigt, dass die Sprintausdauer passt. Auf der anderen Seite gibt es natürlich bei der Spritzigkeit noch Nachholbedarf“, sagte die Cottbuserin, die in Erfurt ihr erstes offizielles Rennen in der Frauenklasse bestritt. Ihr Ziel: Im Sommer wieder in Bereiche unter 53 Sekunden laufen.

Corinna Schwab macht das Rennen

Das gelang in Erfurt Corinna Schwab (LAC Erdgas Chemnitz). Die momentan beste deutsche 400-Meter-Läuferin setzte sich mit starken 52,27 Sekunden durch und stellte damit exakt ihre erst zwei Wochen alte Bestzeit ein. Dahinter folgten mit ebenfalls guten Hallenzeiten Laura Müller (SV Saar 05 Saarbrücken; 53,14 sec), Olympia-Halbfinalistin Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß (VfL Oldenburg; 53,19 sec) und Alica Schmidt (SCC Berlin; 53,68 sec). Das 8. Erfurt Indoor wurde unter strengen Hygienebestimmungen und natürlich ohne Zuschauer ausgetragen.

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