Fans wählen Gina Lückenkemper zur „Leichtathletin des Jahres“

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Die Leichtathletik-Fans in Deutschland haben entschieden: Sprinterin Gina Lückenkemper (2018: TSV Bayer 04 Leverkusen; ab 2019: SCC Berlin) ist „Leichtathletin des Jahres“. Bei der gemeinsamen Wahl des Internetportals „leichtathletik.de“, der Fachzeitschrift „Leichtathletik“ und dem Verein „Freunde der Leichtathletik“ setzte sich die EM-Zweite über 100 Meter mit 27,3 Prozent der Stimmen vor den beiden Europameisterinnen Gesa Krause (Hindernislauf; Silvesterlauf Trier e.V.) und Weitspringerin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) durch. Auf die beiden entfielen 21,6 bzw. 9,9 Prozent der Stimmen.

„Wir hatten 2018 in der deutschen Leichtathletik viele herausragende Leichtathletinnen. Von daher war es für mich schon eine Überraschung, dass ich mich mit meiner Silbermedaille bei der EM über 100 Meter gegen diese starke Konkurrenz wie zum Beispiel Gesa Krause, Malaika Mihambo und Christin Hussong, die alle Europameisterin geworden sind, durchsetzen konnte. Auf der anderen Seite bin ich aber die einzige deutsche Athletin, die mit zwei Medaillen nach Hause gefahren ist. Von daher denke ich, dass die Wahl nicht komplett unverdient ist“, ordnete die 10,95-Sekunden-Sprinterin im Interview mit „Leichtathletik“ den Sieg ein.

Gina Lückenkemper: „EM-Silber über 100 Meter war das Größte, was ich erreichen konnte“

Bei der EM im August in Berlin blieb Gina Lückenkemper binnen weniger Stunden zweimal unter der prestigeträchtigen Elf-Sekunden-Marke und gewann Silber über 100 Meter sowie Bronze mit der deutschen 4×100-Meter-Staffel. „Silber über 100 Meter war das Größte, was ich erreichen konnte. Denn Europameisterin Dina Asher-Smith war in der Form ihres Lebens und einfach viel zu stark. Ich habe performt, als es drauf ankam. Darauf bin ich sehr stolz“, sagte die Soesterin.

Momentan bereitet sich Deutschlands „Leichtathletin des Jahres“ im Trainingslager auf Teneriffa auf die Hallensaison vor. Allerdings ist bisher erst ein Start geplant: beim ISTAF Indoor am 1. Februar in Berlin. „Wir wollen erstmal vernünftig trainieren und zusehen, dass ich gesund bleibe. Dann schauen wir weiter“, blickt Gina Lückenkemper auf die kommenden Wochen. Läuft es gut, könnte die Deutsche 100-Meter-Meisterin auch eine komplette Hallensaison bestreiten.

Alina Reh überrascht als Vierte

Auf Platz vier der Fan-Wahl landetet überraschend Alina Reh. Die Langstrecklerin vom SSV Ulm steigerte im Herbst ihre eigenen deutschen U23-Bestleistungen über 10 Kilometer (31:23 min) und im Halbmarathon (69:31 min). Zuvor hatte sie bei der EM in Berlin über 10.000 Meter Platz vier belegt. Die 21-Jährige bekam 7,0 Prozent der Stimmen und rangiert in der Fan-Gunst dabei beispielsweise vor Hürdensprint-Vize-Europameisterin Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid 01; 6,4 Prozent) und Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong (LAZ Zweibrücken; 5,1 Prozent).

Bei den Männern machte Alina Rehs Vereinskamerad Arthur Abele das Rennen. Der Zehnkampf-Europameister setzte sich mit 39,3 Prozent der Stimmen deutlich vor zwei weiteren Europameistern durch. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Hochspringer Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen; 20,4 Prozent) und Speerwerfer Thomas Röhler (LC Jena; 8,2 Prozent). Bei den „Jugend-Leichtathleten des Jahres“ setzten sich zwei Stabhochspringer durch: Jugend-Olympiasiegerin Leni Freyja Wildgrube (SC Potsdam) und der U20-WM-Vierte und Deutsche Männer-Meister Bo Kanda Lita Baehre (TSV Bayer 04 Leverkusen). Insgesamt wurden bei der Wahl rund 27.000 Stimmen abgegeben. Die Sieger werden bei den Deutschen Hallenmeisterschaften am 16./17. Februar in Leipzig geehrt.

„Leichtathleten des Jahres“: Alle Ergebnisse im Überblick

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