Gelungene Generalproben

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Eine Woche vor der Hallen-Mehrkampf-DM in Hamburg hat Celina Leffler eine solide Generalprobe abgeliefert. Die Siebenkämpferin vom SSC Koblenz-Karthause teste die Form am Samstag bei den Hallenmeisterschaften von Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen in vier Disziplinen. Besonders zufrieden war die 19-Jährige mit dem Hürdensieg in 8,55 Sekunden. „Das lief wieder sehr gut“, meinte die Medizinstudentin. Eine gute Sprint-Form ist wichtig. Schließlich sind die 60 Meter Hürden die erste Disziplin bei der Fünfkampf-DM kommendes Wochenende.

Den zweiten Titel schnappte sich Celina Leffler im Weitsprung. 5,99 Meter standen nach vier Versuchen zu Buche, auf die zwei finalen Sprünge verzichtete sie. „Endlich läuft es im Weitsprung wieder besser“, sagte die Koblenzerin, die im Freien schon 6,32 Meter weit gesprungen ist. Über die Sechs-Meter-Marke soll es dann wieder am kommenden Wochenende in Hamburg gehen. Auch im Hochsprung will die U18-Weltmeisterin von 2013 ein paar Zentimeter raufpacken. Mit 1,63 Metern belegte Leffler in Ludwigshafen Platz zwei hinter Justine Weiß (TB Oppau; 1,76 m). Dazu gab’s für den Schützling von Holger Klein Platz drei im Kugelstoß mit 13,30 Metern.

Kann Celina Leffler die gezeigten Leistungen bei der Mehrkampf-DM bestätigen oder in der einen oder anderen Disziplin verbessern, ist der Youngster in Hamburg Medaillenkandidat in der Frauen-Konkurrenz. In ihrem ersten Fünfkampf seit zwei Jahren – damals kam sie auf 3968 Punkte – will Celina Leffler die 4000-Punkte-Marke deutlich überbieten. Favoritin auf den Titel ist allerdings Anna Maiwald. Die Studenten-Weltmeisterin vom TSV Bayer 04 Leverkusen hatte sich 2015 im Siebenkampf auf 6111 und im Hallen-Fünfkampf auf 4157 Punkte verbessert. Damit ist die 25-Jährige die von der Papierform stärkste DM-Starterin.

„Sprinteinheit“ zum Saisoneinstieg > Gern wäre Alina Reh (SSV Ulm 1846) bei den Hallenmeisterschaften von Baden-Württemberg ein paar Sekunden schneller gelaufen. Doch im 1500-Meter-Rennen am Samstagvormittag war die 18-Jährige in Karlsruhe komplett auf sich allein gestellt. So blieben die Uhren nach 4:27,16 Minuten stehen, knapp zweieinhalb Sekunden fehlten der zweifachen U20-Europameisterin zu ihrer Hallenbestzeit. Der Sieg in der U20-Klasse war trotzdem ungefährdet. Knapp 85 Meter Vorsprung hatte Alina Reh im Ziel.

Ohnehin sind die 1500 Meter für Alina Reh mehr eine „Sprintstrecke“ als eine Spezialdistanz. Doch geht es ihr darum, in diesem Jahr vermehrt an der Grundschnelligkeit zu arbeiten. Denn nur wenn die Unterdistanzleistungen stimmen, können auch auf den langen Strecken neue Bestzeiten ins Visier genommen werden. Aber bevor es auf die 3000 Meter geht, wird sich Alina Reh kommendes Wochenende bei den Süddeutschen Meisterschaften in Sindelfingen einem weiteren Tempo-Test über 1500 Meter unterziehen.

Dänin fordert Kielerin > Einen großen Vorsprung hatte auch Maya Rehberg (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) bei den Landesmeisterschaften von Hamburg und Schleswig-Holstein am Sonntag über 3000 Meter. Allerdings war ihr am Ende klarer Triumph in 9:30,49 Minuten in der Hamburger Leichtathletikhalle alles andere als selbstverständlich. Denn da die dänische Gaststarterin Line Katsrup Schulz den ersten Kilometer unter drei Minuten zurücklegte, musste Maya Rehberg deutlich schneller angehen als geplant. Bei zwei Kilometern (6:12 min) überholte die Hindernis-Spezialsitin die Dänin und nahm ihr bis zum Ziel noch mehr als 20 Sekunden ab.

„Ich wäre lieber langsamer angelaufen und hinten raus schneller geworden als umgekehrt“, sagte die Deutsche Hindernis-Vizemeisterin. So hätte sie auch mehr Rückschlüsse über ihren Trainingsstand ziehen können als durch dieses deutlich zu forsch angelaufenen Rennen. Doch ohnehin spielt die Hallensaison für Maya Rehberg nur eine untergeordnete Rolle. Ihr Hauptziel im Winter ist die Cross-DM am 7. März in Herten (Westfalen). Auf die Hallen-DM eine Woche zuvor in Leipzig verzichtet sie deswegen. Nach der Cross-DM beginnt für die Kielerin auch schon die Vorbereitung auf die Sommer-Höhepunkte mit den Europameisterschaften in Amsterdam und den Olympischen Spielen in Rio.

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