Gina Lückenkemper mit Staffel WM-Fünfte

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Das „Küken“ im deutschen Team kehrt als WM-Fünfte von Peking nach Hause zurück: Gina Lückenkemper (LAZ Soest) lieferte am Samstag im „Vogelnest“ zusammen mit Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge) und den beiden Mannheimerinnen Alexandra Burghardt und Verena Sailer zwei starke Rennen über 4×100 Meter ab. Sowohl im Vorlauf als auch im Finale wurden 42,64 Sekunden für das DLV-Quartett gestoppt. Letztmals schneller war eine deutsche Sprint-Staffel vor drei Jahren. Beim EM-Triumph in Helsinki lief das DLV-Team 42,51 Sekunden.

Die 18-jährige Lückenkemper war sehr zufrieden mit ihrer Leistung und der des gesamten Teams – und dankbar für die vielen Erfahrungen. „Es war der Hammer, in diesem Stadion vor so vielen Menschen unter Flutlicht zu starten“, sagte Lückenkemper nach dem Finale. Auch von der Präsentation der Staffeln war sie begeistert. Die Teams wurden vor dem Endlauf nacheinander durch ein Tor ins Stadion geführt und einzeln vorgestellt. „Davon wussten wir gar nichts“, gestand Lückenkemper. Sowohl im Vorlauf als auch im Finale rannte die Schülerin an Position drei. In der zweiten Kurve spielte sie ihre starke Technik aus und übergab den Stab sicher an Schlussläuferin Verena Sailer. „Ich gehe heute Abend mit einem strahlenden Lächeln ins Bett. Ich bin so dankbar für diese Erlebnisse“, ließ Gina Lückenkemper den Emotionen nach dem ersten WM-Finale ihrer Karriere freien Lauf.

Zweitschnellstes Rennen aller Zeiten

 

Deutlich mehr Erfahrung in großen Rennen hat Shelly-Ann Fraser-Pryce. Die 100-Meter-Weltmeisterin führte die Staffel Jamaikas als Schlussläuferin im „Vogelnest“ zum Sieg und zu einer ganz Starken Zeit. Die Karibik-Girls liefen 41,07 Sekunden und damit die zweitbeste Zeit der Geschichte. Nur die US-Sprinterinnen waren im Olympia-Finale 2012 in London schneller. Zum Vergleich: Den WM-Titel 2001 in Edmonton (Kanada) hatte die deutsche Staffel in 42,32 Sekunden gewonnen. Das zeigt: Der Frauen-Sprint hat in den vergangenen Jahren einen wahren Leistungssprung hingelegt.

Auch hinter der Weltmeister-Staffel wurden starke Zeiten erzielt: Silber ging in 41,68 Sekunden an die USA. Dahinter folgten jeweils mit Landesrekord Trinidad & Tobago (42,03 sec) sowie die Staffel Großbritanniens (42,10 sec). Nicht ausgeschlossen, dass auch bald wieder ein deutsches Quartett an die 42-Sekunden-Marke heran läuft. Die WM-Staffel von Peking war schließlich mit einem Durchschnittsalter von 22,5 Jahren noch extrem jung. Die deutschen Sprinterinnen stehen damit vor einer aussichtsreichen Zukunft – und Gina Lückenkemper könnte diese mit gestalten. Wie stark sie schon mit 18 Jahren ist, hat das deutsche „WM-Küken“ in den Tagen von Peking auf jeden Fall eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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