Gina Lückenkemper ist bereit für die WM in Eugene

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Mit 25 Jahren erlebt Gina Lückenkemper (SCC Berlin) ab dem Wochenende in Eugene (USA) bereits ihre vierte Leichtathletik-WM. Die Sprinterin greift in der Nacht zu Sonntag (2:10 Uhr, MESZ) in den 100-Meter-Vorläufen ins WM-Geschehen ein. Halbfinale und Finale in der „Königsdisziplin der Leichtathletik“ folgen in der Nacht zu Montag um 2:33 Uhr bzw. 4:50 Uhr. Die Zeitverschiebung zu Eugene beträgt neun Stunden. Als zweite deutsche Starterin ist Olympia-Halbfinalistin Alexandra Burghardt (LG Gendorf Wacker Burghausen) über 100 Meter dabei.

Der Vorlauf wird für die Deutsche Meisterin bereits zur Bewährungsprobe. Zwar ist Gina Lückenkemper in diesem Jahr mit 10,99 Sekunden zum vierten Mal in ihrer Karriere unter der prestigeträchtigen Elf-Sekunden-Marke geblieben. Doch das ist 2022 sage und schreibe 20 WM-Starterinnen gelungen. Und fürs Halbfinale stehen nur 24 Startplätze bereit. Es ist also schon in den Vorläufen eine Top-Leistung gefragt.

Gina Lückenkemper sehr zufrieden mit den letzten Einheiten

Genau dafür ist Gina Lückenkemper bereit. „Die letzten Einheiten im Trainingslager in Santa Barbara liefen wirklich gut. Ich bin bereit für die WM“, blickt die Sprinterin optimistisch voraus auf den WM-Start. Mittlerweile ist die EM-Zweite bereits in der WM-Stadt Eugene eingetroffen, dort wird sie auch wieder die finalen Einheiten zusammen mit ihrem US-Trainer Lance Brauman absolvieren. „Ich freue mich darauf, auch wenn Lance natürlich stets über meine Trainingseinheiten informiert ist, wenn ich nicht in der Gruppe in Clermont trainiere“, so Gina Lückenkemper.

Untergebracht sind die Teams in Eugene in Studentenwohnungen der renommierten Universität von Oregon unweit des legendären Hayward Field. „Meine Eindrücke sind sehr positiv, auch das Essen in der Mensa ist sehr gut“, so Gina Lückenkemper, die sich wie schon so oft bei Großveranstaltungen ein Doppelzimmer mit Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar) teilt. Beide werden zum Ende der WM zusammen mit der deutschen 4×100-Meter-Staffel im Einsatz sein. Da haben die deutschen Sprinterinnen natürlich Finalchancen.

Jamaika-Trio in der Favoritenrolle

Die größten Chancen auf die „Sprintkrone“ über 100 Meter haben am Wochenende die Starterinnen aus Jamaika. Die Startliste führt mit Shelly-Ann Fraser-Pryce (10,67 sec), Shericka Jackson (10,77 sec) und Elaine Thompson-Herah (10,79 sec) ein Trio aus der Karibik-Nation an. Dahinter machen sich natürlich auch die US-Sprinterinnen um Aleia Hobbs (10,81 sec) und Melissa Jefferson (10,82 sec) Hoffnungen auf Medaillen. Die stärkste Europäerin ist aktuell die Schweizer Rekordhalterin Mujinga Kambundji (10,89 sec). Auch für sie ist das Finale möglich.

Ob auch Gina Lückenkemper erstmals in ein WM-Finale im Einzel vorrücken kann? „Ich will mich in jedem Fall nicht limitieren“, so Deutschlands Sprint-Ass. Man darf also gespannt sein, was die 100 Meter in Eugene, der „Hauptstadt der US-Leichtathletik“, am kommenden Wochenende bringen.

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