Gina Lückenkemper sprintet zu DM-Silber

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War mit DM-Silber zufrieden, denn Tatjana Pinto war im DM-Finale einfach besser: Gina Lückenkemper nach den 100 Metern im Interview (Foto: Beautiful Sports)

Mit einer Energieleistung hat sich Sprint-Ass Gina Lückenkemper (SCC Berlin) die Silbermedaille über 100 Meter bei der Leichtathletik-DM im Berliner Olympiastadion gesichert. Im Finale vor 26.200 Zuschauern kam die Vize-Europameisterin am Samstagabend nur schwer in Tritt und musste dem Feld hinterherhetzen. Am Ende musste die Titelverteidigerin in 11,20 Sekunden nur Tatjana Pinto den Vortritt lassen. Die Paderbornerin zeigte ein starkes Rennen und setzte sich in der neuen deutschen Jahresbestzeit von 11,09 Sekunden durch. Bronze sicherte sich Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz; 11,21 sec) vor Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF), die in 11,22 Sekunden erstmals die WM-Norm für Doha (11,24 sec) unterbieten konnte.

„Meine ersten Meter waren im Finale nicht gut, der Vorlauf war deutlich besser. Trotzdem habe ich ordentliche Rennen abgeliefert“, gab sich Gina Lückenkemper selbstkritisch. Im Vorlauf sprintete sie als Siegerin 11,22 Sekunden und musste am Ende nicht voll durchziehen. Gleichzeitig erkannte sie neidlos an, dass Tatjana Pinto im Finale die bessere Sprinterin war: „Sie hat verdient gewonnen. Vor ihrer Leistung ziehe ich meinen Hut!“ Zuletzt war bei den Meetings in Luzern (Schweiz) und London (Großbritannien) der Einlauf noch andersherum: Gina Lückenkemper vor Tatjana Pinto.

Gina Lückenkemper: Bei WM in Top-Form sein

Für Gina Lückenkemper waren die Deutschen Meisterschaften allerdings nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften in acht Wochen in Doha (Katar). „Dort geht es darum, die Top-Leistung abzurufen“, sagte die 22-Jährige. Auf dem Weg dorthin wird sie mit dem deutschen Sprint-Kader ein Staffel-Trainingslager in Kienbaum absolvieren. „Darauf freue ich mich sehr. Es sind sehr intensive Einheiten, die mich weiterbringen“, so die 10,95-Sekunden-Sprinterin aus Soest.

In vier Wochen kehrt Gina Lückenkemper dann wieder ins Berliner Olympiastadion zurück. Beim Traditionsmeeting ISTAF trifft sie auf starke Konkurrenz. „Die Stimmung ist einfach immer toll hier“, sagte die Vize-Europameisterin. Dann sollen bei der Sprinterin auch die ersten Meter wieder passen. Denn ihre schnellste Zeit des Jahres sollen die 11,14 Sekunden vom Diamond League-Meeting in London noch nicht gewesen sein. „Die Saisonbestzeit soll bei der WM fallen“, so Gina Lückenkemper. Dass Trainer Uli Kunst die Top-Sprinterin zum Saisonhöhepunkt in Topform bringen kann, hat er in den vergangenen Jahren schon oft bewiesen.

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