Gina Lückenkemper triumphiert mit DLV-Staffel in Zürich

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Traditionell ist die „Zürich Trophy“ der krönende Abschluss von „Weltklasse Zürich“. Die Macher des Diamond League-Finals der Leichtathleten laden viele der besten Sprint-Staffeln der Welt ein. Diesmal waren die Frauen über 4×100 Meter am späten Donnerstagabend an der Reihe. Und der letzte Wettbewerb im mit knapp 25.000 Zuschauern ausverkauften Letzigrund endete mit einer dicken Überraschung. Denn in der Besetzung Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF), Yasmin Kwado (TSV Bayer 04 Leverkusen), Tatjana Pinto (LC Paderborn) und Gina Lückenkemper (SCC Berlin) sprintete die deutsche Staffel in 42,22 Sekunden sensationell zum Sieg vor den Niederlanden (42,28 sec) und China (42,60 sec).

Gina Lückenkemper mit enstpannter Zielgeraden

Um die Zeit einzuordnen: Die Weltjahresbestzeit einer US-Staffel verpasste das DLV-Quartett nur um eine Hundertstelsekunde. Gleichzeitig waren die deutschen eine Hundertstel schneller als bei ihrem Lauf zu EM-Bronze 2018 in Berlin. Allerdings sollte man aus der tollen Vorstellung in Zürich nicht gleich Medaillenambitionen für die Weltmeisterschaften in einem Monat in Doha (Katar) ableiten. Denn in Zürich fehlten die beiden Top-Staffeln aus den USA und Großbritannien. Zudem schickte die Sprint-Nation Jamaika (Sechste in 42,93 sec) abgesehen von Doppel-Olympiasiegerin Elaine Thompson nur eine „B-Auswahl“ an den Start.

Für Gina Lückenkemper wurde mit „Weltklasse Zürich“ die finale Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften in Doha eingeleitet. Mit einer starken Zielgeraden, bei der sie die niederländische Schlussläuferin Marije van Hunenstijn auf Distanz hielt, bewies die Vize-Europameisterin, dass der Fahrplan Richtung Doha passt. „Der Lauf hat sich gut angefühlt. Es ist natürlich entspannt, wenn man von seinen Kolleginnen in einer solch guten Position ins Rennen geschickt wird“, sagte die Soesterin.

Von Zürich zum ISTAF und zum Diamond League-Finale nach Brüssel

Schon am Sonntag steht der nächste Formtest gegen Weltklasse-Konkurrenz für Gina Lückenkemper an. Beim ISTAF in Berlin startet die 22-Jährige über 100 Meter und erneut mit der deutschen 4×100-Meter-Staffel. Fünf Tage später startet sie als erste deutsche Flachsprinterin überhaupt bei einem Diamond League-Finale starten. Denn nach Zürich wird die zweite Hälfte der Sieger am 6. September in Brüssel ermittelt. In Belgiens Hauptstadt trifft die 10,95-Sekunden-Läuferin auf die Crème de la Crème der internationalen Sprintszene.

Unter anderem sind für Brüssel qualifiziert: Elaine Thompson (Doppel-Olympiasiegerin von Rio), die zweimalige Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (beide Jamaika), Dreifach-Europameisterin Dina Asher-Smith (Großbritannien) und die zweimalige 200-Meter-Weltmeisterin Dafne Schippers (Niederlande). Auf schnellere Konkurrenz kann man in der WM-Vorbereitung nicht treffen.

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