Hallen-DM: Comeback und Debüt für Luis Brandner

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Luis Brandner mit guten Trainingswerten nach überstandener Verletzung

Eigentlich hatte er gar nicht mit Hallenrennen in diesem Winter geplant. Doch da das Training in den vergangenen Wochen so gut lief, hat sich Luis Brandner (LC Top Team Thüringen) kurzfristig dazu entschieden, bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften am Wochenende in Dortmund anzutreten. Nach überstandenen Oberschenkelproblemen wird sich der Sprinter über 60 Meter mit den schnellsten Männern Deutschlands messen.

Für den 20-Jährigen wird es das erste Rennen seit einem halben Jahr. Am 15. August hatte sich der Erfurter beim Meeting im Dortmunder Stadion Rote Erde – direkt neben dem DM-Austragungsort Helmut-Körnig-Halle – bei seinem 10,36-Sekunden-Sprint (100-Meter-Bestzeit eingestellt) einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen. Die Verletzung ist mittlerweile komplett auskuriert und Luis Brandner bereit für schnelle Rennen bei seiner Hallen-DM-Premiere in der Männerklasse.

Vorfreude auf die Rückkehr in den Sprint-Zirkus

Eine bestimmte Zeit oder Platzierung hat sich der Student für Dortmund nach sechs Monaten Wettkampfpause nicht vorgenommen. „Ich freue mich einfach, wieder dabei zu sein und Spaß beim Rennen zu haben. Das Training hat gezeigt, dass ich fit bin. Das will ich nun natürlich auch im Wettkampf zeigen“, sagt Luis Brandner. Um eine Chance auf den Finaleinzug am Samstagabend (19:00 Uhr) zu haben, muss der Thüringer wahrscheinlich schon im 60-Meter-Vorlauf an seine Bestzeit von 6,72 Sekunden heranlaufen. Ein schwieriges Unterfangen im ersten Hallenrennen.

Und die Konkurrenz ist stark in Dortmund: Gleich acht Athleten sind in diesem Winter über 60 Meter bereits unter 6,70 Sekunden geblieben. Zum Vergleich: Mehr waren es auch 2020 nach der kompletten, deutlich umfangreicheren Hallensaison nicht. Konstant schnell präsentierte sich in den vergangenen Wochen Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar). Der 22-Jährige absolvierte in diesem Winter bisher sechs 60-Meter-Rennen. Alle beendete er zwischen 6,59 und 6,63 Sekunden. Damit führt der Hesse die deutsche Hallenbestenliste an und ist Favorit auf die Sprint-Krone in der nach dem Weltklasse-Sprinter der 1920/1930er-Jahren benannten Helmut-Körnig-Halle.

Julian Wagner Medaillenkandidat, Julian Reus muss passen

Ebenfalls schon unter der Hallen-EM-Norm für Torun (Polen; 4. bis 7. März) von 6,63 Sekunden ist Julian Wagner geblieben. Der Sprint-Aufsteiger und Trainingskamerad von Luis Brandner führt mit 6,62 Sekunden ein breites Verfolgerfeld an. Mit Titelverteidiger Deniz Almas (VfL Wolfsburg), Michael Pohl (Sprintteam Wetzlar), Yannick Wolf (LG Stadtwerke München) und Marvin Schulte (SC DHfK Leipzig) lauert ein Quartett mit Vorleistungen von 6,65 bzw. 6,66 Sekunden auf seine Chance. Nicht in Dortmund dabei ist Julian Reus, der in diesem Winter 6,68 Sekunden vorzuweisen hat. Der deutsche Hallenrekordler, der zusammen mit Luis Brandner und Julian Wagner trainiert, verzichtet aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start bei der Hallen-DM.

Die komplette Hallen-DM verfolgen Sie am Samstag ab 13:30 Uhr und am Sonntag ab 11:30 Uhr im Livestream bei leichtathletik.de.

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