Hoch und weit nach Barcelona

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Weitsprung-Youngster Lena Malkus hat sich nach kurzer Verletzungspause fulminant zurückgemeldet. Die 18-Jährige von der LG Ratio Münster steigerte bei der Junioren-Gala in Mannheim ihre Saisonbestleistung um 21 Zentimeter auf 6,57 Meter und sicherte sich am Sonntagnachmittag trotz starker Konkurrenz den Sieg.

Lange hatte Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) den Wettkampf angeführt. Die Deutsche Jugend-Hallenmeisterin sprang im zweiten Versuch bei irregulärem Rückenwind 6,50 Meter weit, U20-Europameisterin Malkus konterte erst im letzten Versuch. Bis dato hatte die Abiturientin 6,41 Meter zu Buche stehen. „Da ich in den vergangenen Wochen mit einer Fersenprellung zu kämpfen hatte, wollte ich zunächst auf den letzten Versuch verzichten. Aber dann habe ich mich zum Glück doch anders entschieden“, freute sich die Jugend-Olympiasiegerin.

Wie gut das Ergebnis von Lena Malkus ist, zeigt auch ein Blick zurück. Bei den Deutschen Meisterschaften vor Wochenfrist ging der Titel bei den Frauen mit 6,49 Metern weg. In Mannheim waren gleich zwei Jugendliche besser. Das Duo Malkus/Mihambo wird auch die deutschen Farben bei den U20-Weltmeisterschaften in Barcelona (10. bis 15. Juli) vertreten. In der Form von Mannheim dürften beide im Olympiastadion von 1992 eine gute Rolle spielen.

Wie stark die internationale U20-Konkurrenz ist, hat Hochspringer Falk Wendrich (LAZ Soest) bei der Juniorengala in Mannheim erfahren. Trotz einer guten Leistung und 2,17 Metern musste sich der 17-Jährige am Sonntagnachmittag mit Rang drei begnügen. Besser als der Deutsche Jugend-Hallenmeister waren Jugend-Olympiasieger Dmitry Kroyter (Israel; Bestleistung: 2,28 m) mit 2,21 Metern und der nur 1,75 Meter große Däne Jannick Klausen (Bestleistung: 2,27 m) mit 2,19 Metern. „Ich habe mich irgendwie schlapp gefühlt“, bewerte Wendrich seinen Auftritt im MTG-Stadion. Dabei verpasste der Schüler seine Bestleistung bei schwierigen Bedingungen nur um drei Zentimeter. Auch Sieger Kroyter blieb bei böigem Wind unter seinen Möglichkeiten, da er dreimal an der angepeilten Olympianorm von 2,28 Metern scheiterte.

Nach geschaffter Qualifikation schaut Falk Wendrich schon auf die U20-WM Mitte Juli in Barcelona, wo er erneut auf den Dänen und den Israeli treffen wird. „Zunächst heißt es die Quali zu überstehen. Wenn das geschafft ist, will ich im Finale richtig einen raushauen“, sagte der Teenager. Der Weg bis dahin wird aber nicht einfach, denn momentan gibt es mit Falk Wendrich weltweit rund zehn U20-Hochspringer, die 2,20 Meter oder höher springen können.

Ebenfalls in Barcelona dabei ist Lilli Schnitzerling (LG Lippe-Süd). Die Stabhochspringerin hatte sich schon am Samstag in Mannheim mit neuer Bestleistung (4,30 m) für die U20-WM qualifiziert.

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