Holzdeppe bei WM dabei, Schembera hofft

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Mit der WM-Nominierung im Rücken setzt Raphael Holzdeppe zu neuen Höhenflügen an: Der Stabhochspringer vom LAZ Zweibrücken meisterte beim 17. Internationalen Meeting in Jockgrim erneut 5,72 Meter. Die Höhe entspricht exakt der Norm für die Weltmeisterschaften in Daegu (Südkorea), die in der letzten Augustwoche beginnen. Bereits bei der Junioren-DM Ende Juni in Bremen nahm der 21-Jährige diese Marke. Das brachte ihm die fixe WM-Nominierung am Dienstag durch den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) ein.

Beim stark besetzten Meeting in Jockgrim belegte Holzdeppe mit 5,72 Metern allerdings nur Platz vier. Insgesamt sechs Springer überquerten diese Höhe, an 5,80 Metern scheiterte dann das gesamte Sextett. So musste die Fehlversuchsregel über den Sieg entscheiden. Eine „weiße Weste“ wies Karsten Dilla auf. Der Dormagener nahm alle Höhen einschließlich der 5,72 Meter im ersten Anlauf. Damit war der Zweite der U23-EM nicht zu schlagen.

Außerdem hat Dilla nun alle Trümpfe in der Hand, den dritten deutschen WM-Startplatz zu ergattern. Denn bis zum 13. August haben die DLV-Springer noch Zeit, die Daegu-Norm abzuliefern. Allerdings geht es nur noch um ein WM-Ticket. Neben Holzdeppe wurde auch schon der Münchner Malte Mohr, der in Jockgrim dreimal seine Anfangshöhe von 5,60 Metern riss, für die Weltmeisterschaft nominiert. Besser lief es für Konstadinos Filipidis (Griechenland) und Jeremy Scott (USA). Beide übersprangen ihre Saisonbestleistung von 5,72 Metern und belegten in der Pfalz die Plätzte zwei und drei.

Auch Robin Schembera liebäugelt noch ein wenig mit der WM in Südkorea. Nach seiner Muskelverletzung vor dem 800-Meter-DM-Finale am vergangenen Sonntag in Kassel erhielt er von den Ärzten grünes Licht. „Ich konnte am Dienstag und Mittwoch schon wieder Dauerläufe bestreiten. Wenn es weiter bergauf geht, sind vielleicht schon bald wieder Tempoläufe möglich“, sagte der Leverkusener. Der 22-Jährige hatte sich nicht wie befürchtet einen Muskelfaserriss zugezogen, sondern kam mit einer massiven Muskelverhärtung in der linken Wade davon.

Den Sprung zur WM will Robin Schembera am 13. August in Angriff nehmen. In Mannheim organisiert der DLV ein Meeting, um am letzten Tag der Meldefrist aussichtsreichen Athleten in unterschiedlichen Disziplinen noch eine WM-Chance zu ermöglichen. Um in der „Verlängerung“ nach  Daegu zu reisen, muss er wenn möglich die A-Norm von 1:45,40 Minuten unterbieten. „Ich war vor der DM in Kassel in einer guten Form. Wenn es ein gutes Rennen gibt und das Wetter passt, ist eine Zeit in diesem Bereich durchaus möglich“, sagte Schembera.

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