ISTAF Indoor: Gina Lückenkemper Dritte, Luis Brandner lernt

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Gina Lückenkemper beim ISTAF Indoor 2019Gina Lückenkemper präsentierte sich im Ziel des ISTAF Indoor am Freitagabend in Berlin als faire Verliererin. Nach ihrem ersten Auftritt im Trikot des SCC Berlin beglückwünschte die EM-Zweite die Siegerin Kristal Awuah. Die Britin hatte sich wenige Augenblicke zuvor mit 7,19 Sekunden vor mehr als 12.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena durchgesetzt. Dahinter folgten Klara Seidlova (Tschechien; 7,27 sec) und eben Gina Lückenkemper mit 7,30 Sekunden.

Gina Lückenkemper nicht zufrieden

„Klar bin ich nicht zufrieden. Aber trotzdem ist Berlin wie eine zweite Heimat für mich“, sagte Gina Lückenkemper nach dem Finale. Deutlich zufriedener war natürlich Kristal Awuah nach ihrem deutlichen Triumph. „Immer wenn ich nach Berlin komme, laufe ich eine Bestleistung. 2018 beim ISTAF habe ich noch den C-Lauf über 100 Meter gewonnen“, freute sich die 19-Jährige, die ihre Bestzeit um elf Hundertstel steigerte.

Im Vorlauf konnte Gina Lückenkemper ihre Stärken im fliegenden Bereich noch besser ausspielen als im Finale. Mit 7,26 Sekunden lief die Soesterin die zweitschnellste Zeit und setzte sich an die Spitze der deutschen Bestenliste. „Dabei hatte ich noch ein paar technische Fehler im Lauf“, sagte Gina Lückenkemper. Das ISTAF Indoor wird übrigens der einzige Start der 10,95-Sekunden-Sprinterin in dieser Hallensaison bleiben. „Die Off-Season war durch den Vereinswechsel sehr stressig. Darum bin ich vom Kopf her nicht bereit für eine komplette Hallensaison“, sagte die schnellste Deutsche seit 1991.

Luis Brandner jüngster Starter beim ISTAF Indoor

Er war der jüngste männliche Starter beim ISTAF Indoor. Doch davon ließ sich Luis Brandner nicht aus der Ruhe bringen. Bei seinem ersten großen Meeting-Start am Freitagabend vor mehr als 12.000 Zuschauer hat sich der Sprinter vom LAC Erfurt Top-Team achtbar aus der Affäre gezogen. In der Mercedes-Benz-Arena in Berlin sprintete der 18-Jährige im 60-Meter-Vorlauf in 6,82 Sekunden auf Platz sechs. Zwar verfehlte der Schüler damit das Finale um 15 Hundertstel. Doch was man nicht vergessen darf: 6,82 Sekunden hätten vor drei Wochen noch Egalisierung der Bestzeit für Luis Brandner bedeutet. Mittlerweile steht sein Hausrekord schon bei 6,72 Sekunden. So schnell war im letzten Jahrzehnt kein deutscher U20-Sprinter über 60 Meter.

Klar wäre der Erfurter auf großer Bühne in Berlin gern ein wenig schneller gelaufen. Doch dafür war der Lauf nicht rund genug. Nach einem ordentlichen Start musste der U18-WM-Dritte über 200 Meter die Konkurrenz ziehen lassen. Im Ziel hatte Arthur Cissé (Elfenbeinküste) in 6,57 Sekunden die Nase vorn. Es folgte der Deutsche 100-Meter-Meister Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) in neuer Bestzeit von 6,60 Sekunden. Im Finale steigerte sich der Sprinter von der Elfenbeinküste noch einmal um vier Hundertstel, musste sich aber um Zentimeter dem zeitgleichen Briten Reece Prescod geschlagen geben. Kevin Kranz wurde mit 6,61 Sekunden Vierter.

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