ISTAF Indoor: Nach verpatztem Start noch 7,19 sec für Gina Lückenkemper

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Lisa Mayer, Tatjana Pinto und Gina Lückenkemper beim ISTAF Indoor
Die drei schnellsten deutschen Sprinterinnen plus Berlino beim ISTAF Indoor (v. re.): Gina Lückenkemper, Tatjana Pinto, Lisa Mayer (Foto: Top Sportmarketing)

Über 7,19 Sekunden hätte Gina Lückenkemper vor einem Jahr ausgiebig gejubelt. Schließlich wäre es eine neue 60-Meter-Bestzeit für sie gewesen. Am Freitagabend ärgerte sich die Sprinterin vom TSV Bayer 04 Leverkusen sichtlich über exakt diese Zeit beim ISTAF Indoor in Berlin. „Ich wollte schneller laufen. Doch dafür war ich zu schlecht am Start, darüber ärgere ich mich richtig“, sagte die 21-Jährige nach dem Finale.

„Der Vorlauf war noch schlechter“, so Gina Lückenkemper. Da hatte sie mit 7,21 Sekunden noch den Sprung ins Finale geschafft. Dort wurde sie mit besagten 7,19 Sekunden Fünfte. Vor fünf Tagen in Dortmund hatte die Deutsche Hallenmeisterin zum Saisonauftakt noch mit 7,11 Sekunden und einer neuen Bestzeit geglänzt. „Ich habe vorn Mist gebaut. Das kann man nicht schönreden. Ich muss lernen, konstanter zu werden. Das dauert aber noch ein bisschen“, bewerte der Schützling von Uli Kunst die Leistung in der Mercedes-Benz-Arena vor 12.100 Zuschauern.

Reaktionszeit nicht optimal bei Gina Lückenkemper

Deutlich besserer Laune war Tatjana Pinto (LC Paderborn). Erst stellte sie mit 7,08 Sekunden im Vorlauf eine neue Bestzeit auf, dann sprintete sie im Finale mit 7,13 Sekunden zum Sieg. Dahinter folgten die Schweizer Rekordlerin Mujinga Kambundji (7,14 sec) und Michelle-Lee Ahye (Trinidad & Tobago; 7,16 sec). Als Vierte stellte Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar) in 7,17 Sekunden ihre Bestzeit ein. Zwei Hundertstel dahinter folgte Gina Lückenkemper. Das Rennen gegen ihre Staffelpartnerin Lisa Mayer hatte sie schon am Start verloren. Die Soesterin reagierte auf den Startschuss erst nach 0,187 Sekunden, die Hessin war gleich acht Hundertstel schneller. Diesen Rückstand konnte Gina Lückenkemper auf den kurzen 60 Metern nicht mehr aufholen.

Trotz der nicht optimalen Rennen war die Bayer-Sprinterin begeistert vom ISTAF Indoor. „Die Stimmung war super, für mich ist es das beste Meeting der Welt“, zollte Gina Lückenkemper den Meeting-Machern in Berlin Respekt. Für die 21-Jährige geht es nun darum, in den kommenden Wochen ihre gute Form mit einem guten Start zu verknüpfen. Die nächsten Chancen warten bei den Meetings in Karlsruhe (3. Februar) und Düsseldorf (6. Februar) sowie bei der Hallen-DM in Dortmund (17./18. Februar). „Läuferisch waren die Rennen gut. Ich muss halt nur die Startleistungen aus dem Training wieder im Wettkampf zeigen“, blickt Gina Lückenkemper auf die nächsten Rennen der Hallensaison. Dann will auch sie wieder jubeln.

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