JDM: Tom Meier fehlen nur neun Zentimeter zu Gold

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Mit voller Kraft zurück: Tom Meier gewann ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss DM-Silber mit 70,03 Metern. (Foto: Dirk Gantenberg)

2015 beim JDM-Heimspiel in Jena hatte sich Tom Meier (LC Jena) das Kreuzband gerissen, Gold gab’s damals mit Verspätung in der Klinik. Der 19-Jährige ließ sich davon aber nicht unterkriegen und investierte viel Kraft und Zeit in die monatelange Rehabilitation. In Mönchengladbach wurde diese Arbeit mit Silber bei den Deutschen U20-Meisterschaften und dem ersten 70-Meter-Wurf nach der Verletzung gekrönt. Auf 70,03 Meter flog das 800-Gramm-Gerät am Sonntagmittag im ersten Durchgang. Der 1,96-Meter-Hüne streckte den rechten Zeigefinger als Zeichen des Jubels Richtung Himmel.

Obwohl sich der Jenaer dem Deutschen U20-Meister Nils Fischer nur um neun Zentimeter geschlagen geben musste, war er sehr zufrieden: „Klar ist das Knie noch nicht wieder so weit wie vor der Verletzung. Da fehlt noch einiges.“ Angst vor den Würfen auf dem regennassen Anlauf hatte er nicht. „Wir haben so oft im Regen trainiert, das macht mir nichts aus“, sagte Tom Meier. Im kommenden Jahr will der Neunte der U20-EM, der bei seiner Mutter Petra Felke trainiert, deutlich weiter werfen und seine Bestleistung von 73,15 Metern übertreffen.

Top motiviert war der Deutsche U20-Meister Nils Fischer. „Auch nach der Regenpause wusste ich, dass die 70 Meter möglich sind“, sagte der Düsseldorfer. Der Schützling von Ingrid Thyssen haderte lediglich mit seiner Technik. Ich habe einfach zu viel aus dem Arm gerissen. Daran muss ich arbeiten“, sagte der Rheinländer. Lobende Worte fand er für Tom Meier: „Nach einer so schweren Verletzung zurückzukommen, ist eine Klasse-Leistung.“ Bronze ging mit Respektsabstand an Malte Eilers (SC Magdeburg; 64,12 m). Niklas Kaul (USC Mainz), U20-Weltmeister im Zehnkampf und 71-Meter-Speerwerfer – beendete nach einem Wurf auf 55,64 Meter den Wettkampf. „Ich habe meinen Ellenbogen wieder ein wenig gespürt. Darum wollte ich kein Risiko eingehen. Die Luft war nach der U20-WM natürlich auch raus“, sagte Niklas Kaul.

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