Jeß und Holzdeppe in Leipzig geehrt

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Als die momentan besten deutschen Stabhochspringer die 5,80 Meter angriffen, musste Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig bereits zuschauen. Der Junioren-Weltmeister belegte in der Endabrechnung mit ordentlichen 5,50 Metern Rang sieben.

DLV-Top-TalenteDabei war durchaus ein besserer Platz für den 19-Jährigen möglich. Denn bei 5,60 Metern hatte er im zweiten Versuch die Latte bereits überflogen, als er sie beim Hinunterfallen doch noch touchierte. Besser machte es da Danny Ecker. Der WM-Dritte aus Leverkusen meisterte 5,80 Meter und sicherte sich damit den DM-Titel vor Alexander Straub (Filstal), der dieselbe Höhe übersprang. Rang drei sicherte sich überraschend Malte Mohr (Leverkusen) mit 5,75 Metern.

Trotzdem gab es für Raphael Holzdeppe in Leipzig noch einen Grund zum Feiern. Der Junioren-Weltrekordler wurde von den „Freunden der Leichtathletik“ mit dem Tischi-Martens-Preis für den besten Nachwuchs-Leichtathleten 2008 ausgezeichnet.

Aus den Händen von Präsident Hans G. Schulz wurde auch Kimberly Jeß geehrt. Als Holzdeppes weibliches Pendant wurde die Hochspringerin von der LG Rendsburg/Büdelsdorf mit dem Maria-Jeibmann-Preis ausgezeichnet. Die 17-Jährige hatte überraschend 2008 als eine der jüngsten Teilnehmerinnen überhaupt in Bydgoszcz den Junioren-WM-Titel gewonnen.

Bei der Hallen-DM wurde Sabrina Buchrucker für ihren Mut im Vorlauf nicht belohnt. Über 800 Meter schied die Leverkusenerin im Vorlauf als Fünfte in 2:11,82 Minuten knapp aus. Dabei hatte die 19-Jährige Pech in Leipzig, dass sie das deutlich langsamere Rennen erwischte. Den Vorlaufsieg sicherte sich die Wattenscheiderin Janina Goldfuß in 2:09,47 Minuten.

Bis 100 Meter vor dem Ziel konnte Buchrucker noch auf einen der ersten beiden Plätze hoffen. Doch die dahinterlaufenden Athletinnen nutzten die Gelegenheit, um auf der Zielgeraden noch vorbeizuziehen. „Ich habe alles probiert, aber die anderen waren am Ende vielleicht ein kleines Stück stärker“, sagte die Mittelstrecklerin, die zudem von einer Hüftverletzung behindert wurde.

Ähnlich wie der Leverkusenerin erging es auch der DM-Favoritin Claudia Hoffmann. Die mit Abstand sprintstärkste deutsche 800-Meter-Läuferin kam nur knapp vor Buchrucker ins Ziel und verpasste mit 2:11,19 Minuten ebenso das Leipziger Finale.

Als „Aufgalopp“ für ihre Spezialstrecke, die 60 Meter Hürden, sprintete Anne-Kathrin Elbe über 60 Meter mit 7,46 Sekunden bei der Hallen-DM im Vorlauf zu einer Saisonbestzeit. Für den Einzug ins Leipziger Finale fehlte der Leverkusenerin im Zwischenlauf (7,58 s) nur ein Platz.

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