Krauel und Helmke kratzen an der WM-Norm

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Toller Saisoneinstand für Sophie Krauel (TuS Jena): Die Deutsche Weitsprungmeisterin flog bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim nicht nur zum Sieg, sondern stellte mit 6,60 Metern auch ihre Freiluftbestleistung von der Mannheimer Junioren-Gala 2003 ein. Nur in der Halle war die 24-Jährige im Winter 2004 einmal zwei Zentimeter weiter gesprungen. Gleichzeitig verpasste die Jenaerin die B-Norm (zweimal zu erfüllen) für die Weltmeisterschaften in Berlin (15. bis 23. August) lediglich um zwei Zentimeter. Die A-Norm liegt bei 6,72 Metern.

„Dass ich die B-Norm nur so knapp verpasst habe, ärgert mich wirklich nicht. Für mich war es wichtig, zum Saisonstart einen ordentlichen Wettkampf zu machen“, sagte Krauel. In Weinheim hatte die Dritte der Hallen-DM bei wechselnden Winden sogar noch zwei Versuche dabei, die sich „noch viel besser angefühlt haben als der Siegessprung“ – aber knapp ungültig waren.

In einer starken Konkurrenz mit den besten deutschen Weitspringerinnen setzte sich Krauel am Ende deutlich durch. Hinter der Pharmazie-Studentin landete etwas überraschend Beatrice Marscheck (Gießen; 6,46 m) auf Platz zwei vor Bianca Kappler (Rehlingen). Für die WM-Fünfte von 2007 wurden zehn Monate nach ihrem Achillessehnenriss 6,44 Meter gemessen. Dass Krauel in diesem Sommer ihre Bestleistung angreifen kann, ahnte ihr Coach Stefan Poser schon nach den letzten Trainingseinheiten. „Sophie hat in den vergangenen Wochen einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, erklärte Poser kurz vor der Kurpfalz-Gala. Wie gut Krauels langjähriger Wegbegleiter seinen Schützling kennt, bestätigte die TuS-Athletin mit ihrem 6,60-Meter-Sprung äußerst eindrucksvoll.

Sein erstes 200-Meter-Rennen der Freiluftsaison hat Till Helmke in sehr guten 20,66 Sekunden zurückgelegt. Bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim belegte der Sprinter des TSV Friedberg-Fauerbach damit den dritten Platz und verpasste die zweimal zu erbringende WM-Norm nur um sieben Hundertstel. Schneller waren nur der Leverkusener Platini-Alex Menga, der in einem anderen Lauf bei 1,3 Metern pro Sekunde Rückenwind nach 20,57 Sekunden eine Hundertstel vor dem Schweizer Marco Cribari ins Ziel sprintete. Helmke hatte in seinem Zeitlauf, den er vor dem Wattenscheider Alexander Kosenkow (20,77 s) gewann, hingegen leichten Gegenwind. „Meine Trainingswerte haben auf eine ordentliche Zeit hingedeutet. Aber mit 20,66 Sekunden habe ich nicht gerechnet“; sagte Helmke nach dem viertschnellsten 200-Meter-Rennen seiner Karriere.

Seinen zweiten Einsatz hatte der Hesse in Weinheim mit der DLV-Staffel. Über 4×100 Meter wurden zusammen mit Stefan Schwab (Schwarzenbeck), Kosekow und Menga 38,89 Sekunden gestoppt. Damit steigerte sich das Quartett im Vergleich zu den Penn Relays im April um eine gute Sekunde. Zur WM-Norm fehlen den schnellsten deutschen Sprintern nun nur noch acht Hundertstel.Anne-Kathrin Elbe ist in Weinheim mit 13,34 Sekunden über 100 Meter Hürden in die Sommersaison gestartet. Diese Zeit lief die Sprinterin vom TSV Bayer 04 Leverkusen schon im Vorlauf der Kurpfalz Gala. Im Finale wurden dann „nur“ 13,54 Sekunden für die 22-Jährige gestoppt. „Bis zur achten Hürde sah es ziemlich gut aus. Aber dann hatte ich einen technischen Fehler und das Rennen war gelaufen“, sagte Elbe nach Rang drei. Besser erging es Nadine Hildebrand (Kornwestheim). Die Hallenmeisterin siegte mit 13,16 Sekunden vor der Schweizerin Lisa Urech (13,44 s). Im Vorlauf war Hildebrand sogar noch sieben Hundertstel schneller.

Ihren zweiten Auftritt hatte Elbe in Weinheim mit der DLV-Sprintstaffel. In 45,37 Sekunden lief die Leverkusenerin zusammen mit Hildebrand, Katja Wakan (Wattenscheid) und Julia Sutschet (Mannheim) auf Platz zwei. Der Sieg ging ans erste DLV-Quartett, das 43,89 Sekunden sprintete.

Christian Duma (LG Eintracht Frankfurt) hat sich beim 14. Sparkassen-Jugendmeeting in Jena den „Nike Langhürden-Cup“ gesichert. Der 27-Jährige legte nach seinem Sieg über 300 Meter Hürden vor Wochenfrist in Pliezhausen die 400 Meter Hürden im Ernst-Abbe-Sportfeld in 51,10 Sekunden zurück und setzte sich damit vor dem Dresdner Silvio Schirrmeister (51,37 s) durch. Aus beiden Wettbewerben wurde der Sieger des erstmals ausgetragenen „Nike Langhürden-Cup“ ermittelt.

Am 12. August 2007 hatte Jana Neubert ihr letztes Rennen bestritten. Nun ist die Neu-Potsdamerin nach einer langwierigen Fußverletzung wieder zurück. In Jena stellte sich die 24-Jährige der Konkurrenz und absolvierte die 100 Meter in 12,54 Sekunden. Damit belegte die Olympia-Teilnehmerin von 2004 im Vorlauf Rang fünf. Einen ersten Formtest über die Unterdistanzen hatte Neubert schon am vergangenen Mittwoch beim Abendsportfest in Potsdam absolviert. Sowohl über 100 (12,27 s) als auch über 200 Meter (24,96 s) belegte die Bundespolizistin Rang zwei hinter der Berlinerin Janin Lindenberg.

Schon am Donnerstag hat Niklas Zender bei den Hessischen Langstaffel-Meisterschaften in Friedberg zusammen mit Julius Schmidt, Sven Langer und Jan-Philipp Schmiedeknecht für einen Paukenschlag gesorgt. Über 4×400 Meter steigerte das Quartett vom TSV Friedberg-Fauerbach den 25 Jahre alten Hessischen Jugendrekord des TV Gelnhausen (Ralf Ossenbühl, Hermann Rack, Edgar Itt, Peter Knaf) um 33 Hundertstel auf 3:17,17 Minuten.

Wie gut diese Zeit einzuschätzen ist, zeigt ein Blick in die DLV-Bestenliste des Vorjahrs. Denn 2008 war mit dem SC Potsdam (3:15,36) lediglich eine Jugendstaffel schneller als das TSV-Quartett. Mit dieser Vorleistung im Rücken zählen die Hessen natürlich zu den Titelaspiranten bei den Deutschen Jugend-Staffelmeisterschaften, die im Rahmen der Deutschen Meisterschaften am 4. und 5. Juli in Ulm ausgetragen werden. Einen „Sprinttest“ über 100 Meter absolvierte der Viertelmeiler am Samstag in Weinheim als Vorlaufsieger in 10,98 Sekunden. Schneller war er in diesem Jahr noch nicht unterwegs gewesen. Aufs Finale verzichtete der 18-Jährige.

Eine Woche vor seinem 800-Meter-Saisondebüt beim Grand-Prix-Meeting in Hengelo (Niederlande) teste Robin Schembera in Jena seine Schnelligkeit. Der Deutsche 800-Meter-Meister war mit einer „Mittelstreckler-Staffel“ über 4×400 Meter am Start. Für den Leverkusener wurden zusammen mit Pascal Nabow (Rönnau), Sebastian Swillims (Wattenscheid) und Sebastian Keiner (Erfurt) 3:09,73 Minuten gestoppt. Damit liefen setzte sich das erste DLV-Quartett mit rund sechs Zehnteln Vorsprung vor der zweiten DLV-Staffel durch.

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