Kugel-Kracher und Langstrecken-Solo

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Das Kugelstoßen ist für viele Siebenkämpferinnen nicht gerade die Lieblingsdisziplin. Selbst Olympiasiegerin Jessica Ennis-Hill (Großbritannien) hatte noch vor wenigen Jahren mit dem vier Kilo schweren Eisenball zu kämpfen. Seit Sonntag zählt die Disziplin wohl zu den liebsten von Celina Leffler. Die 19-Jährige vom SSC Koblenz-Karthause beförderte die Kugel bei den Hallenmeisterschaften des Saarlands auf 14,25 Meter und steigerte damit ihre Bestleistung um mehr als einen Meter. Weiter kam keine andere Athletin. „Meisterin“ wurde Leffler trotzdem nicht, da sie als Starterin eines Rheinland-Vereins in Saarbrücken außer Konkurrenz antrat.

Damit konnte die U18-Weltmeisterin von 2013 allerdings bestens leben. „Im Training lief es im Kugelstoßen auch schon gut, aber mit einer solchen Weite hatte ich nicht gerechnet“, sagte die Medizinstudentin. Um die Leistung einzuordnen: 14,25 Meter sind selbst für Weltklasse-Siebenkämpferinnen eine Top-Weite! Dazu legte die Koblenzerin in ihrem zweitbesten Versuch 14,16 Meter nach und bewies ihre Konstanz. Damit aber nicht genug: Auch im Hürdensprint zeigte die Koblenzerin ihr Können. 8,52 Sekunden wurden über 60 Meter mit fünf Hindernissen gestoppt. Nur einmal war die 19-Jährige bisher schneller: 2015 mit 8,47 Sekunden als Dritte der U20-DM. „Damit bin ich sehr zufrieden“, sagte Leffler, die sich im Vergleich zur Vorwoche um zwölf Hundertstel steigerte.

Beide Leistungen unterstreichen: Das Siebenkampf-Talent geht gut vorbereitet in die Deutschen Mehrkampf-Hallenmeisterschaften in zwei Wochen in Hamburg. Dann soll es auch mit dem Hochsprung besser klappen. In Saarbrücken war für Leffler nach 1,64 Metern Endstation. „Da hat nicht viel gepasst. Der Abstand zur Latte und die Technik generell nicht“, bilanzierte Leffler. Bei der Hallen-DM in Hamburg soll es dann Richtung 1,70 Meter und höher gehen – und natürlich mit der Kugel wieder an die 14 Meter.

Tempotest geglückt > Freitagnacht kehrte Patrick Zwicker (LC Rehlingen) aus dem Trainingslager in Portugal zurück, knapp 36 Stunden später war er am Sonntag in Saarbrücken über 3000 Meter am Start. Und das mit Erfolg. Die verschärfte Trainingseinheit absolvierte der 800-Meter-Spezialist mit Ambitionen über 1500 Meter als Solist in 8:26,39 Minuten. „Damit bin ich sehr zufrieden. Es sollte Richtung 8:30 Minuten gehen. Das hat gut gepasst, und auf den letzten 200 Metern habe ich noch ein bisschen angezogen“, sagte  Zwicker.

Zum Abschluss der Saarländischen Hallenmeisterschaften wollte der Student eigentlich noch mit der 4×200-Meter-Staffel des LC Rehlingen auf Titeljagd gehen. Doch ein Vereinskamerad fiel verletzt aus und damit die Staffel ins Wasser. Einen 200-Meter-Tempotest absolviert Zwicker trotzdem noch als Finale der Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen. „Jetzt heißt es weiter hart trainieren, bis die Hallensaison in die heiße Phase geht“, sagte der U20-Europameistern von 2013. Wie gut das Training angeschlagen hat, wird sich endgültig am 30. Januar beweisen. Dann startet Patrick Zwicker beim gut besetzten Meeting in Luxemburg über 1500 Meter – die Spezialstrecke des Rehlingers in diesem Winter.

Weitsprung-Ass Lena Malkus (SC Preußen Münster) hat am Samstag die Hallensaison eingeläutet. Bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften in Dortmund war die 22-Jährige allerdings nicht in ihrer Spezialdisziplin am Start, sondern „nur“ mit der 4×200-Meter-Staffel. In 1:40,22 Minuten war das Preußen-Quartett mit Luisa Bodem, Lena Malkus, Maren Silies und Judith Wessling nicht zu schlagen. Neben dem Titel gab’s auch die Qualifikation für die Hallen-DM in sechs Wochen in Leipzig. Dafür sind 1:41,50 Minuten gefordert. An dieser Marke schrammte in Dortmund das zweitplatzierte Quartett der StG Annnen-S04-Landstrop 1:42,88 Minuten knapp vorbei.

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