Lena Malkus freut sich auf DLV-Debüt

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Weitspringerin Lena Malkus (SC Preußen Münster) feiert am Samstag ihr Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft. Im Interview spricht die 19-Jährige über den Ländervergleich in Glasgow gegen die USA, Großbritannien, Russland und eine Commonwealt-Auswahl sowie ihre sportlichen Ziele im Jahr 2013 und die magischen sieben Meter.

Lena Malkus, am Samstag starten Sie beim Ländervergleich in Glasgow erstmals für die A-Nationalmannschaft. Sind Sie schon nervös?
Natürlich. Aber noch mehr freue ich mich, zumal ich vom Start erst vor einer Woche erfahren habe. Ich bin einfach gespannt, wie es wird.

Sie sind am Samstag mit 6,13 Metern in die Hallensaison gestartet. Ein guter Auftakt sieht anders aus …
Das sollte man nicht überbewerten. Durch meinen Autounfall im Dezember konnte ich erst einmal Sprünge aus langem Anlauf mit richtiger Landung trainieren. Da fehlt einfach das Gefühl. Meine Trainingswerte und die 200-Meter-Zeit von 24,31 Sekunden zeigen aber, dass die Form passt.

Wie hat der unverschuldete Unfall Ihr Training eingeschränkt?

Durch das Schleudertrauma und die Prellungen an den Beinen konnte ich knapp zwei Wochen gar nicht trainieren. Danach waren wieder leichtes Krafttraining und Läufe möglich. Später folgten wieder Sprints.

Liebäugeln Sie trotz des Trainingsrückstands mit dem Start bei der Hallen-EM in Göteborg? Dafür müssten Sie sich auf 6,55 Meter steigern.
Die Hallen-EM ist höchstens eine Zugabe. Für mich ist die Hallen-DM in Dortmund der wichtigste Wettkampf im Winter. Obwohl es im Training gut läuft, hat mich die Weite vom vergangenen Samstag wieder auf den Boden gebracht.

Wie lauten Ihre Ziele für den Sommer?
Der Fokus liegt auf der U23-EM in Tampere. Dort will ich ins Finale kommen und möglichst weit vorn landen.

Ihre Bestleistung steht bei 6,72 Metern, für einen WM-Start im Sommer in Moskau müssten Sie nur drei Zentimeter weiter springen …
.. das hört sich nicht so viel an. Trotzdem steckt hinter jedem Zentimeter viel Arbeit. Vor allem geht es mir aber darum, mich bei Weiten um 6,50 Meter zu stabilisieren. Dann kann es immer einen Ausrutscher geben, der vielleicht sogar für einen WM-Start reicht.

Ihr 6,80-Meter-Sprung mit zu viel Rückenwind bei der U20-WM war effektiv länger als sieben Meter, da Sie noch vor dem Brett abgesprungen sind. Wissen Sie, wann letztmals eine Deutsche diese Marke übertroffen hat?
Nein. Damit habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht auseinandergesetzt.

Da waren Sie fünf Jahre alt: Heike Drechsler mit 7,16 Metern beim EM-Sieg 1998 in Budapest?
Das ist schon ein bisschen her (lacht).

Trauen Sie sich zu, irgendwann zum Sieben-Meter-Klub zu gehören?

Die Weite war bis vergangenen Sommer noch gar nicht in meinem Kopf. Da ist mir erstmals bewusst geworden, dass für mich sieben Meter möglich sein können. Dafür muss natürlich alles passen, auch wenn es erst in zehn Jahren so weit ist.

Ihre Stärke ist die Schnelligkeit. Vor dem Absprung erreichen Sie bis zu 9,7 Meter pro Sekunde (ca. 35 km/h). An welchen Schwächen müssen Sie noch arbeiten?
Mein Anlauf muss ganz klar deutlich konstanter werden. Außerdem hatte ich in den vergangenen Jahren Probleme, das Tempo beim Absprung mitzunehmen. Beides kann man nur mit vielen Sprüngen in Training und Wettkampf in den Griff bekommen.

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