Lena Malkus verpasst das WM-Finale

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„Man kann im ersten Moment gar nicht glauben, dass alles vorbei ist. Man fiebert die ganze Saison über auf diesen Wettkampf hin. Da ist die Enttäuschung groß.“ Lena Malkus (SC Preußen Münster) fand klare Worte für ihr Ausscheiden in der Weitsprung-Qualifikation bei der WM in Peking am Donnerstagfrüh. Ihr einzig brauchbarer Sprung landete bei 6,46 Metern – Platz 22 unter 34 Starterinnen und 22 Zentimeter zu wenig fürs Finale.

Den letzten Top-12-Platz fürs Finale ergatterte die US-Amerikanerin Janay Deloach Soukup mit 6,68 Metern. Bei den letzten drei Weltmeisterschaften hatten dafür stets Weiten um 6,55 Meter gereicht. Durch die gestiegene Leistungsdichte in der Weltspitze hatte sich aber schon im Vorfeld der WM angedeutet, dass eine solche Weite im „Vogelnest“ wohl nicht reichen würde. Es sollte sich in der Qualifikation bestätigen.

Lena Malkus startete denkbar ungünstig in den Wettkampf: mit einem ungültigen Versuch. Danach ließ die Deutsche Meisterin 6,46 Meter folgen. Da diese Weite nicht fürs Finale reichen würde, musste sie im letzten Sprung alles auf eine Karte setzen. Das klappte nicht: Malkus musste den Sprung abbrechen, dieser wurde mit 3,99 Metern notiert. „Ich habe zu viel überlegt. Meine Trainerin Elke Bartschat sieht mir an, wenn ich zweifelnd durch die Gegend renne. Das war heute der Fall. Vor dem dritten Versuch war die Anspannung da. Es hätte alles passen müssen, da ja selbst 6,60 Meter nicht gereicht haben“, sagte die 22-Jährige.

Lena Malkus, mit 6,94 Metern Siebte der Meldeliste, war nicht die einzige Top-Springerin, die in der Qualifikation die Segel streichen musste. Auch die dreimalige Weltmeisterin (2009, 2011, 2013) und Olympiasiegerin Brittney Reese (USA) verpasste mit 6,39 Metern das Finale. Ähnlich erging es der Hallen-Vize-Europameisterin Sosthene Moguenara (TV Wattenscheid; 6,23 m). Besser machte es hingegen die dritte deutsche Starterin, Malaika Mihambo (LG Kurpfalz). Die U23-Europameisterin – bei der DM in Nürnberg noch als Neunte im Vorkampf ausgeschieden – flog gleich im ersten Versuch auf ihre Saisonbestweite von 6,84 Metern. Rang drei in der Endabrechnung hinter der Serbin Ivana Spanovic (6,91 m) und Lorraine Ugen (Großbritannien; 6,84 m). Als direkte Qualifikationsweite waren in Peking 6,75 Meter gefordert.

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