Marie Scheppan: Halbfinal-Aus auf der Innenbahn

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Für Marie Scheppan war im Halbfinale der U20-EM in Boras Endstation
Für Marie Scheppan war im Halbfinale der U20-EM in Boras Endstation (Foto: Iris Hensel)

Die Aufgabe war schwierig und erwies sich am Ende als nicht lösbar: 400-Meter-Talent Marie Scheppan hat bei der U20-EM in Boras (Schweden) als Gesamt-Elfte den Finaleinzug knapp verpasst. Am Freitagabend lief die 18-Jährige vom LC Cottbus in ihrem Halbfinale in 54,74 Sekunden auf Platz sechs. Für den Endlauf hätte die Zweite der Olympischen Jugendspiele knapp sechs Zehntel schneller sein müssen. Den letzten der acht Plätze für den Endlauf am Samstag sicherte sich Elisabetta Vandi (Italien) mit 54,11 Sekunden.

Eine solche Zeit hat der Schützling von Rainer Kruk normalerweise auch in den Beinen. Doch in Boras musste die Langsprinterin im Halbfinale auf Bahn eins mit dem ungünstigsten weil engsten Kurvenradius ran. Bei einer Körpergröße von 1,80 Metern ein enormer Nachteil für Marie Scheppan. Denn ihren gewohnt langen Schritt konnte sie so in den beiden Kurven nicht ziehen.

Marie Scheppan trotz zehntbester Zeit auf der Innenbahn

Der Grund für den Start auf Bahn eins war allerdings selbstverschuldet. Denn am Donnerstagmittag hatte sich die 18-Jährige mit 54,39 Sekunden nur über die Zeit als Vierte ihres Vorlaufs in Boras für das Halbfinale qualifiziert und nicht direkt als eine der Top drei der vier Vorläufe. Die über die Zeit Qualifizierten müssen in der nächsten Runde mit den ungünstigen Innen- und Außenbahnen Vorlieb nehmen, obwohl Marie Scheppan die zehntbeste Zeit der 16 Halbfinalistinnen aufwies.

„Ich habe mir trotz Bahn eins das Finale zugetraut. Aber leider war ich weder im Vorlauf noch im Halbfinale richtig frisch. Das hat sich speziell auf der Zielgeraden gezeigt“, zog Marie Scheppan ein kritisches Fazit ihres ersten Auftritts in Boras. Doch die U20-EM ist für sie noch lange nicht zu Ende. Am Samstag stehen die Vorläufe über 4×400 Meter auf dem Programm, am Sonntag zum Abschluss der Meisterschaften das Finale. „Ich hoffe natürlich, dass es in der Staffel besser läuft“, sagte Marie Scheppan. Ob der „deutsche Vierer“ allerdings in Bestbesetzung antreten kann, ist fraglich. Die zweite deutsche Einzelstarterin Mona Mayer (MTV Ingolstadt) kam nach 54,32 Sekunden im Vorlauf in ihrem Halbfinale am Freitag nicht ins Ziel.

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