Maya Rehberg holt DM-Silber

Eingetragen bei: News | 0
rehberg_maya_DM_kassel
Silber im Blick: Maya Rehberg lieferte bei der DM in Kassel ein cleveres Rennen ab und lief auf Platz zwei über 3000 Meter Hindernis. (Foto: Gantenberg)

Das Silber-Optimum herausgeholt: Maya Rehberg hat am Samstag bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel als Zweite über 3000 Meter Hindernis überzeugt. Die 22-Jährige von der SG TSV Kronshagen/Kieler TB lief im Auestadion ein extrem cleveres Rennen und musste sich nur der Top-Favoritin Gesa Krause (LG Eintracht Frankfurt; 9:31,00 min) geschlagen geben. Maya Rehberg zog auf der letzten Runde den Spurt an und sicherte sich in 9:46,58 Minuten zum dritten Mal DM-Silber vor der Leverkusenerin Sanaa Koubaa (9:48,07 min).

„Ich habe nicht so gut ins Rennen reingefunden. Nach dem ersten Kilometer ging es besser und ich bin auch mal vorn gelaufen, um Tempoarbeit zu machen. Da bin ich mir nicht ganz sicher, ob es etwas zu langsam war. Hinten raus war ich froh, dass es wieder so gut lief, ich bin super zufrieden mit dem zweiten Platz, auch mit der Zeit, ich habe die EM-Norm noch einmal bestätigt“, freute sich die Physik-Studentin. Neben der erhofften Silbermedaille sicherte sich die 22-Jährige auch den Startplatz für die Europameisterschaften Anfang Juli in Amsterdam (die endgültige Nominierung erfolgt in der kommenden Woche). Auch im Rennen um die Startplätzte für Olympia ist sie gut dabei. Nur wenn noch zwei andere deutsche Läuferinnen bis zum 10. Juli schneller sein sollten als die 9:39,18 Minuten von Maya Rehberg aus Prag, würde sie den Rio-Flieger noch verpassen.

„Bei den Europameisterschaften ist mit meiner Vorleistung von unter 9:40 Minuten das Finale mein Ziel. Dafür muss ich in Topform sein. Daran werde ich die nächsten drei Wochen arbeiten, da jetzt gerade ein Wettkampfblock hinter mir liegt“, sagte die Kielerin, die auf Platz sieben der europäischen Bestenliste liegt. Momentan beste Europäerin ist Gesa Krause mit 9:22,33 Minuten. In Kassel steigerte die Frankfurterin als Solistin ihren Meisterschaftsrekord auf 9:31,00 Minuten.

In ihrem ersten Saisonwettkampf hatte Weitspringerin Lena Malkus keine Chance auf die Titelverteidigung. Bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel musste sich die Athletin vom SC Preußen Münster mit 6,02 Metern und Platz acht begnügen. Nicht nur für die 22-Jährige lief der Wettkampf nicht rund. Extreme Windkapriolen machten den Springerinnen zu schaffen. So drehten die Winde von 2,3 Meter pro Sekunde Gegenwind auf bis zu 3,4 Meter pro Sekunde Rückenwind. Die Folge: sehr viele ungültige Versuche. Auch Lena Malkus traf das Brett viermal nicht korrekt.

Besser machte es Malaika Mihambo. Die U23-Europameisterin der LG Kurpfalz setzte sich mit 6,72 Metern vor Alexandra Wester (ASV Köln; 6,64 m) und Maryse Luzolo (Königsteiner LV; 6,54 m). In diese Weitenbereiche kann auch Lena Malkus nach einer normalen Vorbereitung springen. Doch die war nach einer hartnäckigen Verletzung und einem Infekt im Frühjahr nicht gegeben. Welch ein großes Talent sie ist, hat die entthronte Deutsche Meisterin jedoch schon oft bewiesen.

Zum Abschluss des ersten DM-Tages ging Lena Malkus auch noch mit der Sprintstaffel des SC Preußen Münster an den Start. Zusammen mit Meike Gerlach, Luisa Bodem und Maren Silies lief sie mit 46,06 Sekunden Saisonbestzeit. In einem starken Feld bedeutete das Platz acht. Der Sieg ging in starken 43,55 Sekunden an die MTG Mannheim. Es folgten mit ebenfalls Zeiten unter 44 Sekunden der TV Wattenscheid (43,98 sec) und der LC Paderborn (43,99 sec).

Deutschlands momentan schnellste Sprinterin, Gina Lückenkemper, ließ bei den Deutschen Meisterschaften am Samstag die 100 Meter aus. Die U20-Europameisterin der LG Olympia Dortmund konzentriert sich im Einzel auf die 200 Meter. Untätig war die 19-Jährige aber trotzdem nicht. Mit der LGO-Staffel stürmte sie in starken 44,27 Sekunden auf Platz vier. „Das war ein ganz starkes Rennen von uns. Ich habe mich in der Kurve richtig gut gefühlt“, sagte Gina Lückenkemper.

Eine solche Zeit hätte in den vergangenen Jahren immer zu einer Medaille gereicht. Doch diesmal waren drei Quartetts schneller. Der Sieg ging mit 43,55 Sekunden an die MTG Mannheim. Es folgten mit ebenfalls Zeiten unter 44 Sekunden der TV Wattenscheid (43,98 sec) und der LC Paderborn (43,99 sec). Doch auch in diese Zeitenbereiche wird die extrem junge LGO-Staffel Nina Braun, Marilena Scharff, Gina Lückenkemper und Johanna Bechthold in den kommenden Jahren auch noch vorstoßen können.

Vorlauf-Aufgabe gelöst: Patrick Zwicker ist bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel souverän ins 800-Meter-Finale eingezogen. Der Mittelstreckler vom LC Rehlingen lief am Samstag im ersten Vorlauf mit 1:49,49 Minuten auf Platz drei. „Die Beine haben sich gut angefühlt. Morgen im Finale geht es darum, in eine bessere Position zu bekommen. Im Vorlauf war ich ein wenig eingeklemmt“, sagte Zwicker. Die beste Vorlaufzeit legte der Titelverteidiger hin. Dennis Krüger (VfL Fortuna Marzahn) setzte sich im zweiten Vorlauf mit 1:49,04 Minuten durch.

Alina Reh (SSV Ulm 1846) muss auf den 5000-Meter-Start bei den Deutschen Meisterschaften am Sonntag in Kassel verzichten. Die Titelverteidigerin laboriert an einer Überlastung im Fuß. „Nach einem abschließenden Test, haben wir entschieden, nicht zu starten“, sagte die 19-Jährige. Der Start bei der U20-WM in vier Wochen in Bydgoszcz (Polen) scheint aber nicht gefährdet. Bei der DM 2015 in Nürnberg hatte die damals 18-Jährige sensationell die 5000 Meter gewonnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.