Rehberg rennt Richtung Rio

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Mit Bestleistung Richtung Olympia in Rio: Maya Rehberg steigerte sich in Prag um mehr als zehn Sekunden auf 9:39,18 Minuten. Nun steht die Kielerin kurz vor ihrer Olympia-Premiere. (Foto: Gantenberg)

Über Prag nach Rio: 3000-Meter-Hindernisläuferin Maya Rehberg (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) hat am Montag mit einer famosen Leistungssteigerung die Tür zu den Olympischen Spielen ganz weit aufgeschlagen. Beim Josef Odlozil-Memorial (passenderweise ein tschechischer Laufheld und Weltrekordler der 60er-Jahre) blieb die 22-Jährige als Zweite mit 9:39,18 Minuten gut sechs Sekunden unter der Olympia-Norm, ihre Bestzeit steigerte die Deutsche Crossmeisterin sogar um exakt 10,7 Sekunden.

„Als ich die Uhr auf der Zielgeraden gesehen habe, konnte ich es noch gar nicht glauben. Bei 2000 Metern hatte ich nur etwa 6:31 Minuten, also rechnerisch knapp über der Olympia-Norm. Aber der letzte Kilometer war dann richtig schnell“, jubelte die Kielerin. Sie hatte sich zunächst im hinteren Drittel des Feldes einsortiert, im Laufe der siebeneinhalb Runden aber immer mehr an Boden gutgemacht und am Ende sogar einen Podiumsplatz erkämpft.

Platz vier in der ewigen deutschen Bestenliste > Beim Prager Traditionsmeeting gelang Maya Rehberg der Sprung in eine neue Leistungsliga. Denn nur drei deutsche Hindernisläuferinnen waren überhaupt jemals schneller: die amtierende Europameisterin Antje Möldner-Schmidt (9:18,25 min), die WM-Dritte Gesa Felicitas Krause (9:19,25 min) und die ehemalige deutsche Rekordhalterin Melanie Schulz (9:38,31 min). „Die Trainingswerte in Sachen Ausdauer und Tempo haben zuletzt Wochen gepasst. Da wusste ich, dass eine Zeit Richtung Olympia-Norm von 9:45 Minuten möglich ist. Allerdings musste ich mir schon gut zureden, da das Rennen vor zwei Wochen in Hamburg mit 9:57 Minuten ja nicht so doll für mich lief“, sagte Maya Rehberg.

In Prag musste sich Maya Rehberg auf der letzten Runde nur der Brasilianerin Juliana Paula dos Santos geschlagen geben, die mit 9:38,63 Minuten Landesrekord lief. Rang fünf ging ebenfalls mit Olympia-Norm an die Hamburgerin Jana Sussmann (9:43,65 min). „Auf den letzten 200 Metern hatte ich noch richtig Power. Vielleicht war es mein Glück, dass ich anderthalb Runden vor Schluss noch eingeklemmt war, so habe Kraft gespart“, sagte die Kielerin. Schon zuvor hatte Gesa Felicitas Krause die Olympia-Norm abgehakt (9:22,33 min). Damit kann der Deutsche Leichtathletik-Verband alle drei Rio-Startplätze ausschöpfen.

Projekt Rio geglückt > Als Maya Rehberg im Ziel war, ging der Blick sofort Richtung Videoleinwand. Die Physik-Studentin wollte wissen, ob auch Jana Sussmann unter der Rio-Norm bleiben würde. Sie schaffte es! „Es ist unser Projekt, wir wollen zusammen nach Rio. Dafür haben wir auch extra die ersten Wettkämpfe in Kiel und Hamburg zusammen absolviert und haben uns gemeinsam das Rennen in Prag ausgesucht“, sagte eine strahlende Maya Rehberg.

Genauso wie ihre Läuferinnen strahlten Rehbergs Trainer Andreas Fuchs und Sussmanns Trainerin Beate Conrad in Prag um die Wette. Sie haben es geschafft, dass ihre Schützlinge am entscheidenden Tag topfit waren. Laufen nicht andere deutsche Hindernisläuferinnen schneller, werden Maya Rehberg und Jana Sussmann Mitte August in Rio ihre olympische Premiere feiern. Und zum „Aufgalopp“ Mitte Juli geht’s sehr wahrscheinlich zur EM nach Amsterdam. Denn auch diese Norm (9:48,00 min) haben beide in Prag deutlich unterboten.

2 Responses

  1. Dr.Jochen und Manon Eigenherr

    Liebe Maya,
    herzlichen Glückwunsch zur Norm-sensationelle Zeit!!
    Wir drücken die Daumen für verletzungsfreie Wochen,
    die Nominierung und dass Du Deinen Olympiatraum
    leben darfst!
    Herzliche Grüße auch an die Eltern,sowie Andreas und Beate!!
    Jochen und Manon Eigenherr

    • Maya Rehberg

      Vielen Dank! Ich blicke mit Vorfreude auf den weiteren Verlauf dieser Saison!

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