Schembera verpasst WM-Ticket

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Es war seine letzte Chance. Und er konnte sie nicht nutzen. Robin Schembera hat beim Last-Minute-Qualifikationswettkampf in Mannheim den Sprung zur WM nicht geschafft. Zwar siegte der 800-Meter-Mann aus Leverkusen in einem Rennen der deutschen Spitze mit 1:46,60 Minuten. Das war aber exakt sechs Zehntel zu langsam, um doch noch über die WM-B-Norm nach Daegu zu reisen.

„Man lernt aus jeder Niederlage. Nun bin ich froh, dass das Seuchenjahr endlich vorbei ist“, sagte der 22-Jährige zum verkorksten WM-Sommer. Auch die Spitzenposition in Deutschland mit 1:46,36 Minuten konnte ihn nicht trösten. Denn schon in der Halle war er im Februar eine Hundertstel schneller unterwegs und die Nummer sieben in der Weltrangliste. Durch die engen Kurven in der Halle geht man zirka von einem Zeitverlust von einer bis anderthalb Sekunden aus.

Im Sommer konnte der Leverkusener an diese Leistungen nicht anschließen. Nach zwei Muskelverletzungen verpasste Schembera das DM-Finale in Kassel und das World Challenge-Meeting in Heusden. So war das Rennen am Samstag in Mannheim seine letzte Chance, die WM-Norm zu unterbieten.

Nach einer durchwachsenen Saison lieferte Till Helmke (LG Ovag Friedberg-Fauerbach) in Mannheim noch einmal ordentliche Zeiten ab. In zwei 100-Meter-Rennen sprintete der 27-Jährige 10,59 und 10,53 Sekunden. Da vier Zeitläufe ausgetragen wurden, bedeute das in der Endabrechnung die Plätze 16 und 10. Allerdings sind die erzielten Zeiten nur schwer vergleichbar, da der Wind mit 0,8 bis 3,7 m/sec die Sprinter sehr unterschiedlich anschob. Am schnellsten war Alex Schaf auf der bekannt guten Mondo-Bahn unterwegs. Für den Stuttgarter wurden im ersten Zeitendlauf 10,20 Sekunden (+1,9 m/sec) gestoppt.

Über 200 Meter sprintete Till Helmke in 21,12 Sekunden auf Platz sieben. Bei gültigem Rückenwind von 1,0 Metern pro Sekunde ging der Sieg an den deutschen Hallenrekordler Sebastian Ernst. Der Wattenscheider legte die halbe Stadionrunde in 20,51 Sekunden zurück und unterbot damit in letzter Minute die WM-Norm um drei Hundertstel.

Schon vor dem Meeting in Mannheim hatte Stabhochspringer Raphael Holzdeppe das WM-Ticket in der Tasche. Die letzte Formüberprüfung vor den Titelkämpfen in Daegu (Südkorea; 27. August bis 4. September) beendete der Zweibrücker als Dritter mit 5,52 Metern. An der WM-Norm-Höhe von 5,72 Metern scheiterte der EM-Neunte von Barcelona dreimal.

Besser lief es für Björn Otto und Karsten Dilla. Die beiden Dormagener überflogen exakt die Norm-Höhe. Da dies dem 33-jährigen Otto schon im ersten Versuch gelang, holte er sich in Mannheim den Sieg. Nun wird der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) am Sonntag entscheiden, ob Routinier Björn Otto oder sein elf Jahre jüngerer Vereinskamerad Karsten Dilla neben den bereits nominierten Stab-Artisten Raphael Holzdeppe und Malte Mohr zur WM reist.

Über 400 Meter war Niklas Zender in Mannheim am Start. Nach einer krankheitsbedingt durchwachsenen Saisonvorbereitung musste sich der Frankfurter mit 47,42 Sekunden und Rang neun begnügen. Die schnellste Stadionrunde legten gleich zwei Athleten im MTG-Stadion hin. Für den Kölner Miguel Rigau und den Münchner Kamghe Gaba wurden 46,35 Sekunden gestoppt.

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