Siebenmal Gold bei Landesmeisterschaften

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Erfolgreiche Goldschürfer: Bei den Meisterschaften mehrerer Landesverbände – dem traditionellen Startschuss für die heiße Phase der Leichtathletik-Hallensaison – haben die Athleten des Trackteam Burg-Wächter gleich sieben Titel abgeräumt.

Nicht nur ihr sportliches Können, sondern auch ihr Talent als Frühaufsteherin musste Sophie Krauel (TuS Jena) in Erfurt beweisen. Bei den Thüringer Meisterschaften sicherte sich die 24-Jährige nämlich schon jeweils am Vormittag die Titel über 60 Meter Hürden um im Weitsprung. Am ersten Tag war die Pharmazie-Studentin mit 8,41 Sekunden im Hürdenwald nicht zu bezwingen. Damit verbesserte sich Krauel im Vergleich zur Vorwoche um zwei Hundertstel.

Obwohl es ihre schnellste Zeit seit den Deutschen Hallen-Jugendmeisterschaften 2003 in Leverkusen war – nach einer langwierigen Schienbeinverletzung startete sie fast fünf Jahre lang nicht über die Hürden -, erkannte sie noch Steigerungspotenzial: „Mir hat einfach die Konkurrenz gefehlt. Die Form für schnellere Zeiten habe ich“, sagte Krauel nach dem Hürdenfinale mit nur zwei Läuferinnen. So ging Silber an die zweite TuS-Athletin Lisa Wolf (8,97 s).

Auch beim Weitsprung am Sonntag war Krauel fast Alleinunterhalterin. Nur wieder zwei Athletinnen stellten sich der Konkurrenz, sodass die Springerinnen kaum eine Pause zwischen den einzelnen Versuchen hatten. Natürlich holte sich die Deutsche Meisterin den Titel und war mit ihrer Siegesweite von 6,20 Meter nicht unzufrieden, obwohl sie eine Woche zuvor schon auf 6,41 Meter gekommen war. „Einige Versuche waren im Bereich zwischen 6,50 und 6,60 Meter, aber leider um ein paar Millimeter übergetreten“, analysierte Krauel. Schon in zwei Wochen wird sie erneut versuchen, die Norm von 6,60 Metern für die Hallen-WM vom 12. bis 14. März in Doha (Katar) zu attackieren. Krauel startet dann bei den Süddeutschen Meisterschaften in Erfurt, da beim Ländervergleich in Glasgow (Schottland) der Frauen-Weitsprung kurzfristig aus dem Programm gestrichen wurde. Als momentan jahresbeste Deutsche hatte sich die Thüringerin eigentlich den Startplatz für den Vergleich mit den Teams aus den USA, Großbritannien, Schweden und einer Commonwealth-Auswahl gesichert.

Bei den Hessischen Meisterschaften in Frankfurt feierte Till Helmke (LG OVAG Friedberg Fauerbach) einen gelungenen Saisoneinstand über die 200 Meter. Auf seiner Spezialstrecke war der 25-Jährige nicht zu schlagen und stürmte in 21,48 Sekunden zum Titel. „Ich habe in den vergangenen Wochen gespürt, dass die Form stimmt“, sagte der Olympia-Fünfte von Peking mit der DLV-Staffel, der im Vorlauf sogar noch eine Hundertstel schneller unterwegs war.

Am ersten Tag hatte sich Helmke schon über die kürzeste Sprintstrecke, die 60 Meter, die Goldmedaille gesichert. Mit 6,84 Sekunden verwies er seinen Trainingskollegen Nils Müller (6,90 s) auf Rang zwei, Bronze ging mit 6,91 Sekunden an den Hattersheimer Niko Taavitsainen. Zum Ende der Titelkämpfe holte Helmke mit der LG-Sprintstaffel seinen dritten Titel. Mit 1:27,60 Minuten setzte sich das Quartett mit Helmke, Müller, Julian Waschbüsch und Michael Weber über 4×200 Meter klar vor der LG Stadt Hattersheim (1:30,66) durch.

Bei den Nordrhein-Meisterschaften in Leverkusen gelang Lokalmatadorin Anne-Katrin Elbe ein optimaler Saisonstart. 7,45 Sekunden bedeuteten nicht nur die Goldmedaille über 60 Meter, sondern auch die viertschnellste Zeit ihrer Karriere. Nur bei den Deutschen Meisterschaften 2008 in Sindelfingen war die Hürdenspezialistin mit 7,43 und zweimal 7,44 Sekunden schneller gewesen. Außerdem steigerte die 22-Jährige die Bestzeit auf ihrer „Hausbahn“ um stattliche sieben Hundertstel. Obwohl Elbe durch die Ausbildung bei der Bundespolizei die vergangenen Monate nicht optimal trainieren konnte, kann sie nun selbstbewusst in die ersten Hürdenrennen gehen.

Für Hochspringerin Kimberly Jeß (TSV Bayer 04 Leverkusen) lief es dagegen nicht wie gehofft. Die 17-Jährige setzte sich zwar erwartungsgemäß in der weiblichen Jugend A durch, blieb aber mit 1,76 Meter deutlich unter ihren Möglichkeiten. „Ich hatte diese Woche Probleme mit dem linken Fuß und konnte kaum laufen“, erklärte die amtierende U20-Weltmeisterin nach den LVN-Meisterschaften. Vor Wochenfrist hatte Jeß in Unna noch 1,82 Meter überquert.

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