Sina Kammerschmitt überzeugt mit der Staffel – Marie Scheppan mit Saisondebüt

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Sina Kammerschmitt erstmals unter 44 sec über 4×100 m

Das lange Pfingst-Wochenende ist traditionell auch ein langes Leichtathletik-Wochenende. Von Freitag bis Montag stehen viele renommierte nationale und internationale Meetings auf dem Programm. Dazu gehört seit Jahren auch die Sparkassen-Gala in Regensburg. Dort war Sprint-Talent Sina Kammerschmitt (TG Worms) gleich an zwei Tagen im Einsatz.

Bereits am Freitagabend testeten die schnellsten deutschen Sprinter mit den 4×100-Meter-Staffeln. Sina Kammerschmitt zählte zur schnellsten deutschen U20-Staffel. Zusammen mit Viola John, Marlene Körner und Holly Okuku blieb die Westhofenerin mit 43,80 Sekunden erstmals unter der 44-Sekunden-Marke. Mit dieser Top-Zeit zählt die deutsche Staffel zum erweiterten Kreis der Medaillenkandidaten bei der U20-WM im Sommer in Cali (Kolumbien).

Im Einzel unter Wert

Um die Leistung einzuordnen: Zum deutschen U20-Rekord von 43,27 Sekunden fehlte dem schnellen Quartett nur eine knappe halbe Sekunde. Gleichzeitig waren die Sprint-Talente zwei Hundertstel schneller als eine deutsche Frauen-Staffel. In der Endabrechnung der drei Zeitläufe setzte sich die schnellste deutsche Frauen-Staffel mit Lisa Marie Kwayie, Lisa Mayer, Gina Lückenkemper und Rebekka Haase mit 42,54 Sekunden vor der zweiten DLV-Staffel (43,30 sec) durch.

„Das Staffel-Rennen lief richtig gut. Leider konnte ich meine Form am Samstag in den Einzelrennen nicht bestätigen“, blickte Sina Kammerschmitt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Starts in Regensburg zurück. Denn am Samstag musste sich die 18-Jährige mit 11,84 Sekunden und Platz drei über 100 Meter in der U20 begnügen. Der Sieg ging mit 11,66 Sekunden an Rosina Schneider (TV Sulz) mit einer Hundertstel Vorsprung auf Viola John (LG Stadtwerke München).

„Ich hatte einfach sehr schwere Beine bei den Einzelrennen. Ich brauche noch weitere Trainingseinheiten, um meine Form bei den wichtigen Wettkämpfen zu zeigen“, sagte Sina Kammerschmitt. Die Top-Form ist speziell am 2./3. Juli gefragt. Dann werden bei der Junioren-Gala in Mannheim die Fahrkarten für die U20-WM in Cali vergeben.

Marie Scheppan meldet sich zurück

Beim Pfingstsportfest in Berlin hat Marie Scheppan (LC Cottbus) ein ordentliches Saisondebüt hingelegt. Die 21-Jährige belegte beim 400-Meter-Rennen am Samstag mit 55,15 Sekunden Rang zwei. Nur ihre Trainingspartnerin Skadi Schier (SC Potsdam) war mit 54,64 Sekunden schneller. Mit dieser Zeit blieb Marie Scheppan exakt eine halbe Sekunde unter der B-Norm für die Deutschen Meisterschaften in drei Wochen im Berliner Olympiastadion. Dort sollen die 400 Meter mit maximal 24 Läuferinnen über die Bühne gehen.

„Ich bin etwas zügig angegangen, da haben hinten dann die Körner gefehlt. Aber das Rennen stimmt mich optimistisch für die kommenden Rennen“, sagte Marie Scheppan. Gleichzeitig war es die beste Zeit für die Langsprinterin seit fast zwei Jahren. Am Sonntag war die Cottbuserin noch einmal im Einsatz. Über 200 Meter lief sie mit 25,32 Sekunden auf Rang drei. Der Sieg ging an Lokalmatadorin Lisa Marie Kwayie mit 23,62 Sekunden. Für Marie Scheppan ein ordentliches Ergebnis, da sie von der Grundschnelligkeit her nicht die schnellste 400-Meter-Läuferin ist, sondern stärker über die Sprintausdauer kommt. Erst zweimal in ihrer Karriere konnte sie über 200 Meter die 25-Sekunden-Marke unterbieten. Vielleicht folgt ja das dritte Mal in den kommenden Wochen?

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