Sophie Krauel holt Sieg für den DLV

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Dieser Ausflug hat sich für Sophie Krauel gelohnt: Beim Ländervergleich der Nationalmannschaften von Schweden, Deutschland, der USA sowie Gastgeber Großbritannien und einer Commonwealth-Auswahl erzielte Weitspringerin Sophie Krauel den einzigen Sieg der deutschen Frauen in der Kelvin Hall. Mit 6,36 Metern lag die Athletin des TuS Jena vor der Olympiafinalistin von Peking, Funmi Jimoh, (USA, 6,31 m) und der fünfmaligen Olympiateilnehmerin Jackie Edwards (Bahamas, 6,01 m).

Dass die 23-Jährige jedoch eine bessere Weite verpasste – die Norm für die Hallen-WM Anfang März in Turin liegt bei 6,55 Metern –, mag an der mangelnden Konkurrenz gelegen haben. Denn lediglich die US-Amerikanerin gelang mit 6,31 Metern im zweiten Versuch ein Sprung, der die Deutsche Meisterin forderte. Bis dato hatte Sophie Krauel „nur“ 6,26 Meter erreicht. Doch in der Schlussphase des Wettkampfes drehte die Pharmazie-Studentin das Blatt noch zu ihren Gunsten. Sowohl im fünften (6,35 m) als auch im sechsten Versuch (6,36 m) segelte sie weiter als Jimoh, die im vergangenen Jahr mit 6,91 Metern in die absolute Weltspitze gesprungen war.

Obwohl Sophie Krauel mit ihrem Sieg fünf wichtige Zähler fürs Team holte, musste sich die DLV-Mannschaft nach insgesamt 17 Disziplinen (Männer und Frauen) und 51 Punkten mit Rang drei begnügen. Zum ersten Mal sicherte sich die Commonwealth-Auswahl (60 Punkte) den Sieg. Gastgeber Großbritannien (57 Zähler) landete auf Rang zwei.. „Wir sind mit einer jungen Mannschaft gestartet, die sich gut geschlagen hat“, sagte DLV-Teammanager Siegfried Schonert zum Abschneiden der deutschen Mannschaft. Im Gedenken an den im Januar verstorbenen 800-Meter-Läufer René Herms waren in Glasgow alle deutschen Athleten mit einer schwarzen Schleife am Trikot an den Start gegangen.

Bei den Deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften in Hamburg hatte Kimberly Jeß (LG Rendsburg/Büdelsdorf) ihr ganz persönliches Déja-vu-Erlebnis. Wie 2008 ging die Hochsprung-Spezialistin im Fünfkampf der B-Jugend als Führende ins abschließende 800-Meter-Rennen. Doch genauso wie vergangenes Jahr, als sie noch von den späteren U20-Siebenkampf-Weltmeisterin Carolin Schäfer abgefangen wurde, blieb Kimberly Jeß auch 2009 „nur“ Silber. Am Ende setzte sich Tilia Udelhoven (LAV Bad Godesberg) dank eines furiosen 800-Meter-Rennens, bei dem sie von Rang vier noch auf den Gold-Platz stürmte, mit 3753 Zählern noch knapp vor der U20-Weltmeisterin im Hochsprung (3705 Punkte) durch.

Der DM-Titel war nach den Kräfte zehrenden vier Hallenrunden für die Schleswig-Holsteinerin zwar dahin, doch richtig ärgerlich war Jeß einen Tag nach ihrem 17. Geburtstag nicht. „Ich habe mich seit Anfang der Woche mit einer Erkältung herumgeschlagen. Da ist die Spritzigkeit ziemlich auf der Strecke geblieben.“ Deshalb versuchte es die Norddeutsche auch gar nicht, mit Tilia Udelhoven über 800 Meter zu folgen. Am Ende verlor Kimberly Jeß (2:44,70 Minuten) zwar knapp 22 Sekunden auf die neue Titelträgerin, doch hielt sich damit die DM-Dritte Ramona Pitan (Ellwangen, 3646 Punkte) und Johanna Krönes (Neubrandenburg, 3552 Punkte) klar in Schach.

Nach dem Ausflug zum Mehrkampf konzentriert sich Jeß wieder auf ihre Spezialdisziplin. Bei der Jugend-DM in zwei Wochen in Neubrandenburg startet die U20-Weltmeisterin nicht nur als Titelverteidigerin, sondern natürlich als klare Favoritin. Schließlich hat der Youngster in dieser Hallensaison bereits mit 1,91 Metern den Deutschen Jugendrekord eingestellt. Nach den 1,81 Metern beim Hamburger Fünfkampf soll es dann wieder ein bisschen höher hinausgehen.

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