Tom Meier: Nach 70,46 Metern Konzentration aufs Physikum

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Das Heimspiel wollte sich Tom Meier (LC Jena) trotz Uni-Stress nicht entgehen lassen: So stellte sich der Medizinstudent am Samstag beim 3. Speerwurf-Festival in Jena der internationalen Konkurrenz. In dem vom Olympiasieger Thomas Röhler mitorganisierten Spezial-Meeting trat er in der B-Konkurrenz an und belegte mit der Saisonbestleistung von 70,46 Metern Platz drei. Nur der Isländer Dagbjartur Dadi Jónsson (76,19 m) und Jurriaan Wouters (Niederlande; 71,04 m) waren besser. „Es war heute noch einiges mehr drin. Der Armzug war ordentlich, aber technisch war es ein Halbversagen“, ordnete der Speerwerfer das Ergebnis ein.

Tom Meier startet nun in die heiße Lernphase

Für Tom Meier war der Wettkampf gleichbedeutend mit dem letzten Start in dieser Saison. Sowohl bei der U23-DM am Sonntag (1. Juli) in Heilbronn sowie bei der DM drei Wochen später in Nürnberg wird der ehemalige deutsche U18-Rekordler nicht starten. „Ich habe mich zusammen mit meiner Mutter und Trainerin dazu entschieden. Ausschlaggebend ist die Belastung im Studium“, sagte der 21-Jährige. „Von nun an geht für mich die heiße Lernphase los. Da ist es nicht mehr möglich, das Studium vernünftig mit dem Hochleistungssport zu verbinden“, so Tom Meier.

Andreas Hofmann setzt sich gegen Thomas Röhler durch

Der Speerwerfer bereitet sich momentan aufs Physikum vor, das Erste Medizin-Staatsexamen. Bis Ende August stehen die schriftlichen Prüfungen an. In den Wochen darauf folgen die mündlichen Prüfungen. Ein strammes Programm. Nach hoffentlich erfolgreichem Physikum wird Tom Meier wieder mehr Zeit haben, weite Würfe ins Visier zu nehmen. 2019 soll ein Leistungssprung gemacht und die Distanz zur deutschen Spitze (gleichbedeutend mit der Weltspitze) verringert werden. Wie stark die deutschen Speerwurf-Asse momentan sind, konnte Tom Meier im A-Wettkampf begutachten. Dort setzte sich Andreas Hofmann (MTG Mannheim) mit der Weltklasseweite von 88,48 Metern vor Mit-Organisator und Olympiasieger Thomas Röhler (LC Jena; 85,17 m) durch. Bei den Frauen siegte Christin Hussong (LAZ Zweibrücken; 63,64 m).

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