Top-Zeit bei Staffel-Premiere für Gina Lückenkemper

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Der Blick auf die Anzeigetafel im Regensburger Uni-Stadion entlockte Gina Lückenkemper (TSV Bayer 04 Leverkusen) einen lauten Freudenschrei. Erstmals hatte die 21-Jährige eine deutsche 4×100-Meter-Staffel am Sonntagnachmittag als Schlussläuferin ins Ziel geführt. Und gleich wurde bei der Sparkassen-Gala eine Weltklasse-Zeit notiert: 42,28 Sekunden erschienen auf der Anzeigetafel. Später wurde die Zeit sogar noch auf 42,24 Sekunden korrigiert. Zum Vergleich: 2017 waren weltweit nur drei Nationalstaffeln schneller, die Top-Zeit stand am Ende des Jahres für die Weltmeisterstaffel der USA (41,82 sec) zu Buche.

Neue Staffel-Besetzung glänzt

„Da haben wir gleich eine starke Zeit hingelegt“, freute sich Gina Lückenkemper nach dem Staffel-Coup in Regensburg. Dabei war das deutsche Quartett noch nicht einmal in Bestbesetzung angetreten. Denn die für Position zwei vorgesehene Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar) steigt erst verspätet in die Saison ein. Die junge Wattenscheiderin Keshia Kwadwo machte ihre Sache an Position zwei allerdings sehr gut. Auch wenn der Wechsel von Startläuferin Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge) auf die 18-Jährige nicht optimal war. „Wie auch? Schließlich haben beide noch nie aufeinander gewechselt“, sagte Gina Lückenkemper. An Position drei war Tatjana Pinto – bis zum letzten Jahr noch Startläuferin der DLV-Staffel – im Einsatz. Zuvor hatte die Paderbornerin die deutsche Jahresbestzeit über 100 Meter auf 11,11 Sekunden verbessert.

Gina Lückenkemper verzichtet auf 200 Meter

Auf einen Einzelstart verzichtete Gina Lückenkemper am Sonntag in Regensburg. Eigentlich wollte die Soesterin ihre Saisonpremiere über 200 Meter geben. „Doch nach den maximalen 120 Metern in der Staffel habe ich gespürt, dass meine Beine müde waren. Diese fehlende Spritzigkeit lag aber nicht an der Form, sondern an der harten Trainingswoche. Es standen vor Regensburg nämlich noch einige intensive Einheiten an“, sagte die 10,95-Sekunden-Sprinterin.

Fit für die Diamond League in Oslo und Stockholm

Den intensiven Trainingsblock hatte Trainer Uli Kunst vor den beiden Diamond League-Meetings in der kommenden Woche eingeschoben. Am Donnerstag in Oslo und am Sonntag in Stockholm trifft Gina Lückenkemper jeweils über 100 Meter auf starke internationale Konkurrenz. „Jetzt heißt es für mich ausruhen, damit ich am Donnerstag wieder bei Kräften bin“, sagte die 21-Jährige nach dem Staffel-Einsatz. Dass auch die internationale Konkurrenz mit ihr rechnen muss, hat Gina Lückenkemper mit ihrem starken Rennen als Schlussläuferin in Regensburg jedenfalls bewiesen.

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