Trackteam-Duo im Finale von Barcelona

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Lena Malkus und Lilli Schnitzerling haben den Sprung ins Finale der U20-WM geschafft. Im Olympiastadion von Barcelona nahmen Weit- wie Stabhochspringerin am Donnerstagvormittag die ihnen gestellten Qualifikationshürden souverän. Lena Malkus (LG Ratio Münster) brauchte zwei Anläufe, um die geforderten 6,30 Meter zu übertreffen. Blieb die 18-Jährige im ersten Versuch noch zwei Zentimeter unter der Marke, übersprang sie die Vorgabe im zweiten um 15 Zentimeter. Besser als die Abiturientin waren nur ihre rumänische Dauerkonkurrentin Alina Rotaru (6,58 m bei 2,1 m/sec Rückenwind) und Katarina Johnson-Thompson (6,51 m). Die britische Siebenkämpferin (Bestleitung: 6248 Punkte) holt sich in Barcelona im Weitsprung den letzten Feinschliff für ihren Olympiastart in London.

„Vor dem ersten Sprung war ich recht aufgeregt. Aber als ich dann mehr als 20 Zentimeter verschenkt habe und trotzdem nur so wenig zur Quali-Weite gefehlt hat, war ich beruhigt“, bewerte Malkus ihren Wettkampf. Auch die frühe Startzeit – schon um 9:40 Uhr ging es los – machte der Weitspringerin keine Probleme: „Ich habe vor der WM extra am Morgen trainiert“, sagte die U20-Europameisterin. Wie Lena Malkus schafften auch alle anderen Medaillenkandidatinnen den Sprung ins Finale am Freitagabend (19:55 Uhr). Der zweiten deutschen Starterin, Malaika Mihambo (LG Kurpfalz, 6,15 m), fehlten fünf Zentimeter.

Im zweiten Anlauf überflog Lilli Schnitzerling (LG Lippe-Süd) in Barcelona die Qualifikationshöhe von 4,10 Metern. Damit steht die 18-Jährige am Samstagabend (19:05 Uhr) im Stabhochsprung-Finale der U20-WM. Dass die Schülerin bei einigen Höhen zweimal zum Stab greifen musste, hatte einen einfachen Grund. „Ich habe die ersten Sprünge unterlaufen, weil ich zu schnell war“, sagte Schnitzerling. Um ihr hohes Tempo auszugleichen, ging sie 1,5 Meter nach hinten.

Das „Tempo-Problem“ ist gleichzeitig ein Beweis für die gute Form der Detmolderin. Um im Finale einen Top-Platz zu belegen, muss Schnitzerling ihr Potenzial in Höhe umsetzten. Schließlich stehen mit U20-Weltrekordlerin Angelica Bengtsson (Schweden) und U18-Vize-Weltmeisterin Liz Parnov (Australien) zwei Springerinnen im Finale, die in diesem Jahr schon 4,50 Meter und höher sprangen.

Wie Lilli Schnitzerling erreichte auch die Kielerin Anjuli Knäsche das Finale. Endstation war hingegen in der Qualifikation für zwei starke Springerinnen. Die Britin Katie Byres (Hallen-Bestleistung: 4,52 m) legte bei 4,05 Metern einen „Salto Nullo“ hin. Für die Russin Kristina Bondarenko reichten 4,05 Meter nicht zum Sprung ins Finale. Doch trotz des Fehlens des starken Duos sind im WM-Finale Höhenflüge von Lilli Schnitzerling & Co. garantiert.

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