Trackteam-Trio beweist „Fast arms, fast legs“ in Wetzlar

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Unter dem Meeting-Motto „Fast arms, fast legs“ haben sich am Samstag in Wetzlar die deutsche Sprint-Elite sowie einige Top-Speerwerfer zum ersten großen Aufeinandertreffen in der kurzen „Corona-Saison“ getroffen. Mit dabei: ein Trio vom Trackteam Burg-Wächter. Auf der Sprint-Bahn maßen sich Sina Kammerschmitt (TG Worms) und Luis Brandner (LAC Erfurt – Top-Team) mit der Konkurrenz, Tom Meier (LC Jena) im Speerwurf.

Sina Kammerschmitt mit drei Rennen zum Saison-Debüt

Für Sprint-Talent Sina Kammerschmitt war das Meeting „Fast arms, fast legs“ am Samstag in Wetzlar der Auftakt in eine kurze „Late Season“ mit dem Höhepunkt Deutsche Jugend-Meisterschaften am ersten September-Wochenende in Heilbronn. Für die Deutsche U18-Meisterin standen dabei gleich drei Rennen auf dem Programm: Vorlauf und Finale über 100 Meter und ein Zeitendlauf über 200 Meter. Die drei Rennen sollten zeigen, wie das nicht immer einfache Training unter Corona-Bedingungen angeschlagen hat.

Zum Auftakt belegte Sina Kammerschmitt über 100 Meter in beiden Rennen Platz drei. Auf 11,92 Sekunden im Vorlauf folgten im Finale bei Gegenwind 12,09 Sekunden gegen identische Konkurrenz. Damit war die Schülerin im U20-Feld beide Male schnellste U18-Läuferin. Der Sieg ging jeweils an die zwei Jahre ältere Lilly Kaden (Schalke 04) in 11,54 bzw. 11,66 Sekunden. „Das waren solide Zeiten. Gleichzeitig haben beide Rennen gezeigt, dass ich weiter am Start arbeiten muss“, ordnete die Westhofenerin ihren Saisonauftakt ein.

Mit ihrem Abschneiden über 200 Meter war die Schülerin deutlich zufriedener. Zum Abschluss eines langen Sprint-Samstags musste Sina Kammerschmitt in 24,81 Sekunden nur Viola John (LG Stadtwerke München; 24,63 sec) den Vortritt lassen. Schneller war die TG-Sprinterin bisher nur in der Halle unterwegs. „Die Tempoläufe haben ihre Wirkung gezeigt“, freute sich Sina Kammerschmitt nach der gelungenen halben Stadionrunde. Schon am kommenden Wochenende geht die Sprinterin bei der Sparkassen-Gala in Regensburg wieder auf Zeitenjagd.

Luis Brander zeigt gutes Finale nach missglücktem Vorlauf

Erst kurzentschlossen hatte sich Luis Brander für einen Meeting-Start am Samstag bei „Fast arms, fast legs“ in Wetzlar entschieden. Denn die ersten Wettkampf-Rennen Anfang Juli in Jena seit einem Jahr hatten dem Körper doch mehr zugesetzt als gedacht. „Darum konnte ich zuletzt im Training nicht das normale Programm abspulen“, so der Erfurter. Der 19-Jährige stellte sich trotzdem der Konkurrenz und lief über 100 Meter in 10,53 Sekunden die neuntschnellte Zeit der drei Finals.

Allerdings reichte das nur zum zweiten Platz im C-Finale. „Dass ich nicht im A- oder B-Finale war, habe ich mir mit dem schlechten Vorlauf selbst eingebrockt“, sage Luis Brander. Denn als die Finalplätze vergeben wurden, reichte es für den Schüler nur zu 10,59 Sekunden und Rang 17 in den fünf Vorläufen. „Das war technisch richtig schlecht. Nach dem Start habe ich mich viel zu früh aufgerichtet und hinten raus nicht gut gearbeitet“, benannte der Erfurter seine Fehler. Das bessere Final-Ergebnis mit der neunbesten Zeit zeigte allerdings, dass der Vorlauf nur ein Ausrutscher war.

Noch nicht alle Abläufe sind beim Dritten der U18-WM über 200 Meter von 2017 nach seiner langen Zwangspause aufgrund einer Knieverletzung wieder automatisiert. Damit die Wettkampf-Routine so schnell wie möglich wieder Alltag wird, startet Luis Brander am nächsten Wochenende beim nächsten nationalen Sprint-Gipfel in Regensburg. Wer national momentan die Nummer eins ist, bewies in Wetzlar sein Trainingspartner Julian Reus. Der deutsche Rekordler setzte sich im A-Finale in 10,33 Sekunden vor dem Deutschen Hallenmeister Deniz Almas (VfL Wolfsburg; 10,38 sec) und Roy Schmidt (SC DHfK Leipzig; 10,43 sec) durch.

Tom Meier kratzt bei Sieg am Hausrekord

Die einzige technische Disziplin beim Meeting „Fast arms, fast legs“ am Samstag in Wetzlar war den Speerwerfern vorbehalten. Den schnellsten und stärksten Arm hatte dabei Tom Meier. Mit neuer Saisonbestleistung von 72,97 Metern setzte sich der Speerwerfer vom LC Jena gegen die Konkurrenz durch. Wobei der im fünften Versuch erzielte Sieg knapp ausfiel. Denn mit 72,74 Metern folgte Nico Rensmann (TSV Bayer 04 Leverkusen) nur 23 Zentimeter dahinter.

„Auf diesem Niveau lässt sich aufbauen, zumal ich eine stabile Serie mit fünf Würfen über 70 Meter hingelegt habe“, ordnete der Medizinstudent den Wettkampf ein. Seinen Hausrekord verpasste Tom Meier lediglich um 22 Zentimeter. Eine neue Bestleistung soll spätestens bei den Deutschen Meisterschaften in drei Wochen in Braunschweig fallen. Bis dahin ist für den 23-Jährigen allerdings „Kopfarbeit“ gefragt. In der Uni Jena stehen für Tom Meier wichtige Klausuren auf dem Weg zum zweiten Medizin-Staatsexamen an.

Marie Scheppan läuft in Cottbus 800-Meter-Bestzeit

Mit einer Bestzeit hat das Eiladungssportfest ihres Heimatvereins LC Cottbus für Marie Scheppan am Freitag ein erfreuliches Ende genommen. Die 400-Meter-Spezialistin steigerte ihre Bestleistung über die doppelte Distanz auf 2:09,30 Minuten und war damit nicht zu schlagen. „Es hätte gern noch zwei Sekunden schneller sein dürfen. Aber leider konnte ich die Pace von meinem Tempomacher nicht ganz halten“, sagte die 19-Jährige nach ihrem ersten 800-Meter-Rennen der Saison. Schon am kommenden Wochenende ist Marie Scheppan wieder über ihre Spezialstrecke gefragt. Dann trifft die Zweite der Olympischen Jugendspiele in Regensburg auf die deutsche 400-Meter-Elite.

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