Trackteam-Trio ist bereit für die Team-EM

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Drei für Deutschland (v.li.): Alina Reh, Gina Lückenkemper und Amanal Petros (Fotos: Iris Hensel/2, Dirk Gantenberg)

Für die Mannschaft mit guten Leistungen möglichst viele Punkte holen und so am Ende gemeinsam erfolgreich sein. Darum geht’s bei den Team-Europameisterschaften der Leichtathleten – dem Nachfolger des altehrwürdigen Europacups – am kommenden Wochenende in Lille. Die zwölf besten Leichtathletik-Nationen des Kontinents treffen sich im Norden Frankreichs, um den „Mannschafts-Europameister“ zu ermitteln. Im Gegensatz zu Europacup-Zeiten findet die Team-EM nur noch alle zwei Jahre statt – und zwar in ungeraden ohne EM. Außerdem werden Männer und Frauen gemeinsam gewertet. Früher gab’s beim Europacup jeweils eine Sieger-Nation  bei den Männern und eine bei den Frauen.

In der deutschen Mannschaft steht auch ein Trio des Trackteam Burg-Wächter: Sprinterin Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) sowie die Langstreckler Alina Reh (SSV Ulm 1846) und Amanal Petros (SV Brackwede). Für alle drei ist es die Premiere bei einer Team-EM. Die ARD überträgt teilweise live im Fernsehen und am Sonntag im Livestream im Internet aus Lille.

Gina Lückenkemper in der Meldeliste vorn

Gina Lückenkemper muss bei der Team-EM sehr wahrscheinlich gleich dreimal antreten. Die Sprinterin der LG Olympia Dortmund ist für Lille über 100 Meter und mit der 4×100-Meter-Staffel nominiert. Dabei ist eine Neuerung zu beachten: In den Sprints werden am Freitag erstmals Vorläufe ausgetragen. Die ersten Acht sichern sich einen Platz im Finale, wo es um die hohen Punktzahlen für die entscheidende Mannschaftswertung geht. Das 100-Meter-Finale (14:19 h) ist ebenso wie die 4×100-Meter-Staffel (zwei Läufe: 17:25 h oder 17:54 h) für Samstag angesetzt. Die Vorläufe werden am Freitag um 18:32 Uhr ausgetragen.

Einen Platz im Finale zu ergattern, sollte für Gina Lückenkemper eine Pflichtaufgabe sein. Schließlich führt die 20-Jährige mit ihrer Bestzeit von 11,04 Sekunden die Meldeliste über 100 Meter an. Die stärksten Konkurrentinnen beim Kampf um den Sieg dürften Ewa Swoboda (Polen; Bestzeit: 11,12 sec), Olesya Povh (Ukraine; 11,08 sec) und die Französin Carole Zahi (11,18 sec) sein. Mit der Saisonbestzeit von 42,25 Sekunden zählt auch die deutsche Staffel mit Gina Lückenkemper zum Kreis der Favoriten. Für einen Disziplinsieg gibt’s in Lille zwölf Punkte, die Nation des letztplatzierten Athleten bekommt einen Punkt. Welches Land am Sonntagabend die meisten Zähler gesammelt hat, ist Team-Europameister 2017.

Alina Reh mit guten Chancen

Alina Reh ist bei der Team-EM am Wochenende in Lille am Sonntag an der Reihe. Um 15:27 Uhr soll der Startschuss zu den 5000 Metern der Frauen fallen. Ohne die ganz schnellen Afrikanerinnen trifft die Langstrecklerin vom SSV Ulm 1846 auf ein sehr ausgeglichenes Feld. Zwar führt die 20-Jährige mit ihrer Bestzeit von 15:16,39 Minuten die Meldeliste knapp vor der Spanierin Ana Lozano (15:18,07 min) an. Doch die Vorleistungen haben auf den Langstreckern nur eine bedingte Aussagekraft. Schließlich sind die Rennen bei der Team-EM meist taktisch geprägt, das Spurtvermögen spielt so eine entscheidende Rolle. Dass die nach ihren muskulären Problemen wieder fit ist, hatte Alina Reh allerdings vergangenes Wochenende mit Silber bei der U23-DM über 1500 Meter und der zweitbesten Zeit ihrer Karriere (4:15,95 min) in Leverkusen unter Beweis gestellt. Verstecken muss sich der Schützling von Jürgen Austin-Kerl in Lille in keinem Fall.

Amanal Petros debütiert

Amanal Petros feiert am Samstag (16:42 Uhr) sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Bei der Team-EM in Lille vertritt er die deutschen Farben über 5000 Meter. Der 22-Jährige trifft auf gutklassige, aber keinesfalls überragende Konkurrenz. Mit seiner Bestzeit von 13:37,20 Minuten rangiert der Läufer vom SV Brackwede auf Platz vier von zwölf Startern. Klar der Schnellste ist der Spanier Antonio Abadia mit einer Bestzeit von 13:12,68 Minuten. Dahinter folgen: Marouan Razine (Italien; 13:28,07 min), Nick Goolab (Großbritannien; 13:33,48 min) und Felix Bour (Frankreich; 13:37,74 min). Richtung Bestzeit dürfte es in Lille für die Top-Läufer allerdings nicht gehen. Was zählt ist die Platzierung und damit möglichst viele Punkte für die Mannschaft. So werden die Lauf-Strecken traditionell mit einem schnellen letzten Kilometer oder einer schnellen letzten Runde entschieden. Tempojagten haben Seltenheit.

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