Trio startet stark in die Hallensaison

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Hatten zum Saisonstart 2017 einen guten Lauf (v.li.): Gina Lückenkemper, Patrick Zwicker und Maya Rehberg

Das nennt man einen geglückten Einstand! Aus dem vollen Training heraus ist 800-Meter-Läufer Patrick Zwicker am Samstag beim Stadtwerke Hallenmeeting in die Saison gestartet. In Sindelfingen lief er erstmals im Dress der LG Region Karlsruhe – und gleich zum Sieg. In 1:50,08 Minuten verwies er den amtierenden Deutschen Meister und EM-Halbfinalisten Benedikt Huber (LG Telis Finanz Regensburg; 1:50,55 min) auf den zweiten Platz.

„Das Rennen hat sich richtig gut angefühlt. Mein Trainingspartner Pascal Kleyer hat die ersten 450 Meter fürs Tempo gesorgt. 150 Meter vor dem Ziel bin ich dann an Benedikt vorbeigegangen“, schilderte der BWL-Student den erfolgreichen Rennverlauf. In den kommenden Wochen wird Patrick Zwicker zusammen mit seinen Karlsruher Trainingspartnern weiter am Feinschliff arbeiten, um bei den nächsten Starts klar unter 1:50 Minuten zu bleiben.

„Nach diesem Rennen freue ich mich auf die Meetings in Düsseldorf und Karlsruhe“, schaut Patrick Zwicker voraus. Dort misst er sich am 1. und 4. Februar mit der internationalen Konkurrenz. Vielleicht kommt bei diesem „Meeting-Doppel“ sogar die Hallen-EM-Norm von 1:48,00 Minuten in Reichweite. 2014 hat Patrick Zwicker diese Marke mit 1:47,64 Minuten in Düsseldorf schon unterboten. Wenn das nicht mal ein gutes Omen fürs PSD Bank Meeting am 1. Februar ist.

Gina Lückenkemper steigt mit der Staffel ein

Ihr letztes Rennen 2016 hatte Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) vor 50.000 Fans beim ISTAF in Berlin für sich entschieden. Am Samstag startete die 20-Jährige bei den Westfalen-Meisterschaften in Dortmund mit der LGO-Staffel ins Leichtathletik-Jahr 2017 – und das mit Erfolg! Über 4×200 Meter stürmte das Quartett in 1:38,21 Minuten zum Titel.

Gina Lückenkemper übernahm an Position zwei den Stab von Marilena Scharff und baute den Vorsprung auf die Konkurrenz aus. Die EM-Dritte übergab an Nina Braun, die Schlussläuferin Klara Leusch auf die Reise schickte. Rang zwei ging an den SC Preußen Münster (1:39,47 min), Bronze sicherte sich die zweite LGO-Staffel in 1:42,21 Minuten. Die favorisierte Staffel des LC Paderborn wurde in ihrem Zeitlauf disqualifiziert.

Die Olympia-Vierte Gina Lückenkemper war mehr als zufrieden mit dem Saisonauftakt in der Helmut-Körnig-Halle, wo sie auch ihre meisten Trainingseinheiten absolviert. „Mit einer 1:38er-Zeit und dem Titel haben wir überhaupt nicht gerechnet“, sagte die Soesterin. Auch ihrem eigenen Rennen konnte sie nur Positives abgewinnen. „Das Training am Freitag lief gar nicht. Es hat sich nicht nach Sprinten angefühlt“, gab sie sich selbstkritisch. Ganz anders der Eindruck auf der Hallenrunde. „Es hat richtig viel Spaß gemacht, endlich wieder im Wettkampf zu rennen.“

Die nächsten Starts werden Gina Lückenkemper auf die ganz kurzen Strecke führen. Sowohl beim PSD Bank Meeting in Düsseldorf am 1. Februar als auch beim ISTAF Indoor neun Tagen später in Berlin startet die zweifache EM-Dritte über 60 Meter. Bei der Hallen-DM am 18./19. Februar stellt sie sich dann wieder in den Dienst der Mannschaft. In Leipzig stehen abermals die 4×200 Meter auf dem Programm. Dass Gina Lückenkemper richtig viel Spaß an Staffel-Rennen hat, konnte man am Samstag bei den Westfalen-Meisterschaften beobachten.

Maya Rehberg auf der Unterdistanz

Gelungener Tempotest: Bei den Hallenmeisterschaften von Hamburg und Schleswig-Holstein in Hamburg ist Hindernis-Olympiastarterin Maya Rehberg (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) über die 1500 Meter in die Saison gestartet. Auf der Unterdistanz setzte sich die 22-Jährige am Samstag in 4:30,43 Minuten als Solistin durch und hatte im Ziel knapp 22 Sekunden Vorsprung auf ihre Vereinskameradin Lisa Feuerherdt.

„Klar wäre ich gern unter 4:30 Minuten geblieben. Ruhig angehen und dann am Ende beschleunigen war das Ziel. Aber auf der letzten Runde hat mir ein wenig die Kraft gefehlt“, sagte die Deutsche Hindernislauf-Vizemeisterin. Für Maya Rehberg ist die Hallensaison ohnehin nur eine Durchgangsstation für den Sommer. Dann steht wieder ihre Spezialdisziplin, die 3000 Meter Hindernis, auf dem Programm.

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