U20-WM: Alina Reh rennt als Neunte deutschen Rekord

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Nicht zu fassen! Alina Reh konnte kaum glauben, was ihr in Bydgoszcz gelungen war. Nach der ersten schweren Verletzung ihrer Karriere steigerte sie bei der U20-WM ihren deutschen U20-Rekord über 5000 Meter um fast zehn Sekunden auf 15:41,62 Minuten. (Foto: Iris Hensel)

Sie konnte ihr Glück kaum fassen: Nur knapp einen Monat nach einem Ermüdungsbruch im linken Fuß meldete sich Alina Reh (SSV Ulm 1846) mit einem deutschen U20-Rekord zurück! 15:41,62 Minuten lief die 19-Jährige am Samstagvormittag bei den U20-Weltmeisterschaften in Bydgoszcz (Polen) über 5000 Meter – schneller war noch nie eine deutsche U20-Läuferin über die Zwölfeinhalb-Runden-Distanz. Ihren eigenen deutschen Rekord steigerte die Ulmerin um exakt 9,86 Sekunden und belegte damit als beste Europäerin Rang neun.

„Hammer, ich kann ja doch noch laufen“, jubelte Deutschlands „Jugend-Leichtathletin“ des Jahres nach ihrem Rekordrennen. Und fügte hinzu: „Meinen Fuß habe ich gar nicht gespürt.“ Schließlich bestand trotz der Start-Freigabe der Mediziner noch immer die Sorge, dass bei der hohen Belastung im Rennen die Verletzung wieder aufbrechen könnte. Doch dem war nicht so.

Aufgrund ihrer Zwangspause ging die sonst als „Frontrunnerin“ bekannte Alina Reh defensiv ins WM-Finale und sortierte sich im hinteren Drittel ein. Als die schnellen Ost-Afrikanerinnen das Tempo nach Rennhälfte anzogen, erwischte Alina Reh eine gute Gruppe und konnte selbst eine schnelle Pace auf den letzten beiden Kilometern laufen. Dass sie in die Nähe ihres deutschen Rekords (15:51,48 min) kommen könnte, realisierte erst auf der letzten Runde. Schließlich war der erste Kilometer mit rund 3:15 Minuten recht verhalten. Die weiteren vier Kilometer lief Alina Reh mit einem Schnitt von etwa 3:06 Minuten.

An der Spitze wurde noch mehr Druck gemacht. Das beste Finish hatte Kalkidan Fentie. Die Äthiopierin lief die finalen zwei Kilometer jeweils unter drei Minuten und setzte sich mit einem starken Schlussspurt in 15:29,64 Minuten gegen die Kenianerin Emmaculate Chepkirui (15:31,12 min) und Bontu Rebiru (Bahrain; 15:31,93 min) durch. Als beste Nicht-Afrikanerin landete die Japanerin Rika Kaseda (15:39,66 min) knapp vor Alina Reh auf Platz acht.

Für die Ulmerin ist die Saison nach der U20-WM noch lange nicht zu Ende. Am kommenden Wochenende startet sie in Mönchengladbach bei ihrer letzten Jugend-DM auf der Bahn. Dann stehen für die zweifache U20-Europameisterin die 3000 Meter auf dem Programm. Und im Herbst sind für den Schützling von Jürgen Austin-Kerl Starts auf der Straße eingeplant. Man sieht: Eins der größten deutschen Lauf-Talente hat in diesem Jahr nach überstandener Verletzung noch viel vor!

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